25.03.2026, 2925 Zeichen
Der Rückversicherer Swiss Re sieht sich mit einer massiven Verschiebung in der globalen Schadenslandschaft konfrontiert. Waldbrände und schwere Gewitter verursachten im vergangenen Jahr historische Kosten für die Assekuranz. Dennoch präsentiert sich der Konzern in einer bemerkenswerten finanziellen Verfassung und plant großzügige Ausschüttungen an seine Aktionäre.
Teure Sekundärgefahren
Laut dem jüngsten „Sigma“-Bericht des Swiss Re Institute beliefen sich die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen im Jahr 2025 auf 107 Milliarden US-Dollar. Ein bemerkenswertes Detail ist die Zusammensetzung dieser Summe. Sogenannte sekundäre Gefahren wie Überschwemmungen oder Hagel machten 92 Prozent der Gesamtkosten aus – ein historischer Höchststand. Allein die verheerenden Waldbrände in Los Angeles im Januar 2025 kosteten die Branche 40 Milliarden US-Dollar. Da im vergangenen Jahr allerdings kein schwerer Hurrikan das US-Festland erreichte, blieben die branchenweiten Gesamtschäden insgesamt noch unter dem langfristigen Wachstumstrend.
Finanzielle Stärke und Dividende
Die hohe Belastung durch Einzelereignisse konnte die Bilanz des Unternehmens nicht erschüttern. Zum Jahreswechsel wies Swiss Re eine geschätzte Solvenzquote (SST) von komfortablen 250 Prozent aus. Nach einem Rekordgewinn von 4,8 Milliarden US-Dollar im abgelaufenen Geschäftsjahr sollen nun die Anleger profitieren. Der Verwaltungsrat schlägt für die kommende Generalversammlung am 10. April 2026 eine um neun Prozent erhöhte Dividende von 8,00 US-Dollar je Aktie vor. Begleitet wird dies von einem laufenden Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden US-Dollar. An der Börse notiert das Papier am Mittwoch bei 141,55 Euro und hält sich damit knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 140,00 Euro.
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Strategischer Umbau federt Risiken ab
Für die Zukunft rechnet das hauseigene Institut mit weiter steigenden Versicherungslasten von jährlich fünf bis sieben Prozent. Bei einem normalen Verlauf prognostizieren die Experten für 2026 branchenweite Schäden von rund 148 Milliarden US-Dollar. Um die hohe Volatilität im Naturkatastrophengeschäft auszugleichen, forciert Swiss Re eine gezielte Diversifikation der Ertragsbasis. Die erst Mitte März abgeschlossene Langlebigkeits-Rückversicherungstransaktion über zwei Milliarden US-Dollar für den amerikanischen Markt markiert einen konkreten Schritt in diese Richtung und reduziert die Abhängigkeit vom klassischen Sachgeschäft.
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