Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Betriebsratsvergütung: Dauerhaftes Compliance-Risiko für Unternehmen ( Finanztrends)

10.03.2026, 6421 Zeichen

Die Bezahlung von Betriebsratsmitgliedern bleibt eine zentrale Herausforderung für Personal- und Rechtsabteilungen. Nach einer Phase großer Unsicherheit hat sich das Thema zu einem Dauerbrenner entwickelt. Der Fokus liegt auf der praktischen Umsetzung der Gesetzesreform von 2024 – besonders vor den anstehenden Betriebsratswahlen im Frühjahr 2026.

Anzeige

Um bei der Gestaltung von Zusammenarbeit und Vergütung rechtssicher aufgestellt zu sein, nutzen erfahrene Betriebsräte bewährte Muster-Vereinbarungen für jede Verhandlung. Dieser kostenlose Ratgeber bietet Ihnen erprobte Vorlagen und Checklisten für Ihre Betriebsratsarbeit. Muster-Vereinbarungen und Checklisten jetzt gratis sichern

Vom Ehrenamt zum Rechtsrisiko

Das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) betont den Ehrenamtscharakter der Betriebsratstätigkeit. Mitglieder sollen weder Nachteile erleiden noch ungerechtfertigte Vorteile erhalten. Diese Balance zu finden, war historisch schwierig. Die Lage eskalierte 2023, was zur zweiten Novelle des BetrVG führte. Sie trat am 25. Juli 2024 in Kraft. Experten betonen: Die gesetzlichen Leitplanken sind da, die Umsetzung erfordert jedoch ständige, sorgfältige Überwachung durch die Arbeitgeber.

Der Auslöser: Das BGH-Urteil von 2023

Im Januar 2023 sorgte der Bundesgerichtshof (BGH) mit einem Grundsatzurteil für einen Paukenschlag. Es betraf die Vergütung von Betriebsratsmitgliedern bei einem großen Automobilkonzern. Das Gericht kippte Freisprüche für Manager und stellte klar: Überhöhte Zahlungen könnten den Straftatbestand der Untreue erfüllen.

Diese strenge Auslegung löste eine Schockwelle aus. Sie offenbarte einen Konflikt zwischen dem flexibleren Arbeitsrecht und den strengen Maßstäben des Strafrechts. Aus Angst vor persönlicher Haftung froren viele Unternehmen die Gehälter ihrer Betriebsräte ein oder kürzten sie.

Die Folge war eine Klagewelle vor den Arbeitsgerichten. Diese entschieden meist zugunsten der Betriebsratsmitglieder. Arbeitgeber sahen sich in einem Dilemma zwischen Arbeitsrecht und Strafverfolgung. Diese untragbare Situation zwang die Politik zum Handeln und mündete in der Gesetzesreform 2024.

Die Kernpunkte der BetrVG-Novelle 2024

Das Gesetz zielte darauf ab, Rechtssicherheit wiederherzustellen. Dazu wurden gezielte Änderungen in § 37 und § 78 BetrVG eingeführt.

  • Feste Vergleichsgruppe (§ 37 Abs. 4 BetrVG): Die Vergleichsgruppe für ein Betriebsratsmitglied wird nun zum Zeitpunkt der Amtsübernahme festgelegt. Eine spätere Neubestimmung ist nur bei sachlichem Grund zulässig. Dies verhindert willkürliche Anpassungen und verpflichtet Unternehmen zur akribischen Dokumentation.
  • Sicherheit durch Betriebsvereinbarung: Arbeitgeber und Betriebsrat können eine Betriebsvereinbarung schließen, die das Verfahren zur Ermittlung vergleichbarer Arbeitnehmer festlegt. Bei einem solchen schriftlichen Abkommen kann die Vergleichbarkeit vor Gericht nur noch bei groben Fehlern angefochten werden. Dies ist ein zentrales Instrument, um Rechtssicherheit zu schaffen.
  • Klare Regelung bei Gehaltserhöhungen (§ 78 BetrVG): Ein neuer Satz stellt klar: Es liegt keine verbotene Begünstigung vor, wenn ein Betriebsratsmitglied die betrieblichen Anforderungen für eine Gehaltsstufe erfüllt und die Entscheidung des Arbeitgebers nicht auf einer fehlerhaften Ermessensausübung beruht.
Anhaltende Herausforderungen und aktuelle Rechtsprechung

Trotz der gesetzlichen Klarstellungen bleibt die Betriebsratsvergütung 2026 hochkomplex. Eine aktuelle Analyse der Kanzlei CMS Deutschland betont, dass das Thema ein fester Bestandteil von Compliance-Programmen geworden ist. Die Personalabteilungen müssen fortlaufend hypothetische Karriereverläufe nachzeichnen, um das Lohnausfallprinzip einzuhalten.

Die Rechtsprechung präzt die Regeln weiter. So bestätigte das Bundesarbeitsgericht (BAG) im März 2025, dass Betriebsratsmitglieder einen fiktiven Beförderungsanspruch geltend machen können. Unternehmen müssen also nicht nur die Ausgangs-Vergleichsgruppe betrachten, sondern auch aktiv prüfen, ob ein Mitglied ohne sein Amt höher aufgestiegen wäre.

Rechtsberater betonen daher die Bedeutung einer lückenlosen Dokumentation. Bei Gehaltserhöhungen oder Beförderungen müssen die betrieblichen Gründe und erfüllten Kriterien transparent festgehalten werden, um Vorwürfe ungerechtfertigter Begünstigung abzuwehren.

Anzeige

Da Formfehler bei der Dokumentation von Beschlüssen rechtliche Konsequenzen haben können, ist eine präzise Protokollführung für den Betriebsrat unerlässlich. Sichern Sie sich diesen kostenlosen Leitfaden mit fertigen Vorlagen und Mustern für rechtssichere Sitzungen. Gratis-Download mit allen wichtigen Mustern und Checklisten

Die Bewährungsprobe: Die Betriebsratswahlen 2026

Die praktische Umsetzung der Novelle steht mit den bundesweiten Betriebsratswahlen vom 1. März bis 30. Mai 2026 auf dem Prüfstand. Gewerkschaften wie ver.di heben die Bedeutung dieser Wahlen hervor. Personalabteilungen müssen für tausende neu gewählte oder bestätigte Mitglieder die Vergleichsgruppen ermitteln oder überprüfen.

Experten beobachten einen Anstieg bei Verhandlungen über neue Betriebsvereinbarungen zu Vergütungsverfahren. Unternehmen nutzen die gesetzliche Option, um durch standardisierte Abkommen Einzelstreitigkeiten vorzubeugen und für die kommende vierjährige Amtszeit Transparenz zu schaffen.

Für neu gewählte Betriebsräte ist der Zeitpunkt der Amtsübernahme entscheidend: Er legt die Vergleichsgruppe für Jahre fest. Arbeitgeber bereiten sich darauf vor, Qualifikationen, aktuelle Rollen und vergleichbare Kollegen aller neuen Mitglieder direkt nach den Wahlen im Frühjahr 2026 zu dokumentieren.

Ausblick: Steter Begleiter der Arbeitsbeziehungen

Die Schnittstelle von Strafrecht und Arbeitsrecht bleibt ein Minenfeld. Die Novelle 2024 entschärfte die akute Krise, beseitigte aber nicht den Verwaltungsaufwand für Unternehmen. Die Nachzeichnung hypothetischer Karrieren erfordert ausgefeilte Personalprozesse und ständige rechtliche Wachsamkeit.

Für das Jahr 2026 erwarten Experten, dass Konzerne ihre internen Compliance-Richtlinien für den Umgang mit Betriebsräten weiter verfeinern. Der Konsens unter Juristen: Proaktive Dokumentation und kooperative Betriebsvereinbarungen sind die wirksamsten Werkzeuge. Die Unternehmen in Deutschland müssen agil bleiben, um die ehrenamtliche Natur des Betriebsratsamtes zu wahren und gleichzeitig den wirtschaftlichen Status der Mitarbeitervertreter vollumfänglich zu schützen.


(10.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Juriy sorgt für Rekordwerte 2026, Blick nach Miami und ein Vorarlberg-Special feat. Susanne Bickel




 

Bildnachweis

1. Trading

Aktien auf dem Radar:Uniqa, Österreichische Post, FACC, EuroTeleSites AG, Telekom Austria, Zumtobel, Wienerberger, Porr, DO&CO, Erste Group, voestalpine, VIG, UBM, Frequentis, Strabag, AT&S, Frauenthal, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Austriacard Holdings AG, Andritz, Polytec Group, Verbund, Amag, CA Immo, EVN, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Commerzbank, Fresenius Medical Care, RWE.


Random Partner

RWT AG
Die Firma RWT Hornegger & Thor GmbH wurde 1999 von den beiden Geschäftsführern Hannes Hornegger und Reinhard Thor gegründet. Seitdem ist das Unternehmen kontinuierlich, auf einen derzeitigen Stand von ca. 30 Mitarbeitern, gewachsen. Das Unternehmen ist in den Bereichen Werkzeugbau, Formenbau, Prototypenbau und Baugruppenfertigung tätig und stellt des Weiteren moderne Motorkomponenten und Präzisionsteile her.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Menschenrechtskommissar warnt vor KI-Deregulierung in Europa ( Finanztre...

» Trierer Geburtshaus verliert wichtigsten Raum nach Nachbarschaftsstreit ...

» ProWein 2026: Generation Z trinkt bewusst weniger Alkohol ( Finanztrends)

» Bionime Aktie: Verluste weiten sich aus ( Finanztrends)

» Prefabet Biale Blota Aktie: Börsen-Aus ( Finanztrends)

» Baguette Token: Community im Wartemodus ( Finanztrends)

» Wageningens Mieterhilfe spart Mietern fast 12.000 Euro ( Finanztrends)

» ÖTV: Über Jurij Rodionov, Martin Ohneberg, Magnus Brunner, Joel Schwärzl...

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Nvidia, Unicredit, Meta, AT&S, Erste Gr...

» Zhejiang Dragon Aktie: Export-Fokus birgt Risiken ( Finanztrends)


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    Star der Stunde: SBO 1.63%, Rutsch der Stunde: AT&S -1.52%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 11-12: OMV(1), Kontron(1)
    Star der Stunde: FACC 2.26%, Rutsch der Stunde: SBO -0.7%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 10-11: Wienerberger(3), Verbund(2), FACC(1), Erste Group(1)
    BSN Vola-Event FACC
    Star der Stunde: FACC 3.16%, Rutsch der Stunde: Addiko Bank -3.82%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 9-10: AT&S(1)
    BSN MA-Event Infineon
    Star der Stunde: RHI Magnesita 0.72%, Rutsch der Stunde: Addiko Bank -4.58%

    Featured Partner Video

    SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Juriy sorgt für Rekordwerte 2026, Blick nach Miami und ein Vorarlberg-Special feat. Susanne Bickel

    Presented by mumak.me und win2day. Irgendwie eine Zwischenwoche vom On-Court-Geschehen her, sie brachte aber neue 2026er-Rekorde in unseren Platzziffer- und Punkte-Rankings von mumak.me. Juriy Rodi...

    Books josefchladek.com

    Siri Kaur
    Sistermoon
    2025
    Void

    Stephen Shore
    Uncommon Places
    1982
    Aperture

    Otto Neurath & Gerd Arntz
    Gesellschaft und Wirtschaft : bildstatistisches Elementarwerk
    1930
    Bibliographisches Institut AG

    Pia Paulina Guilmoth & Jesse Bull Saffire
    Fishworm
    2025
    Void

    Marcel Natkin (ed.)
    Le nu en photographie
    1937
    Éditions Mana


    10.03.2026, 6421 Zeichen

    Die Bezahlung von Betriebsratsmitgliedern bleibt eine zentrale Herausforderung für Personal- und Rechtsabteilungen. Nach einer Phase großer Unsicherheit hat sich das Thema zu einem Dauerbrenner entwickelt. Der Fokus liegt auf der praktischen Umsetzung der Gesetzesreform von 2024 – besonders vor den anstehenden Betriebsratswahlen im Frühjahr 2026.

    Anzeige

    Um bei der Gestaltung von Zusammenarbeit und Vergütung rechtssicher aufgestellt zu sein, nutzen erfahrene Betriebsräte bewährte Muster-Vereinbarungen für jede Verhandlung. Dieser kostenlose Ratgeber bietet Ihnen erprobte Vorlagen und Checklisten für Ihre Betriebsratsarbeit. Muster-Vereinbarungen und Checklisten jetzt gratis sichern

    Vom Ehrenamt zum Rechtsrisiko

    Das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) betont den Ehrenamtscharakter der Betriebsratstätigkeit. Mitglieder sollen weder Nachteile erleiden noch ungerechtfertigte Vorteile erhalten. Diese Balance zu finden, war historisch schwierig. Die Lage eskalierte 2023, was zur zweiten Novelle des BetrVG führte. Sie trat am 25. Juli 2024 in Kraft. Experten betonen: Die gesetzlichen Leitplanken sind da, die Umsetzung erfordert jedoch ständige, sorgfältige Überwachung durch die Arbeitgeber.

    Der Auslöser: Das BGH-Urteil von 2023

    Im Januar 2023 sorgte der Bundesgerichtshof (BGH) mit einem Grundsatzurteil für einen Paukenschlag. Es betraf die Vergütung von Betriebsratsmitgliedern bei einem großen Automobilkonzern. Das Gericht kippte Freisprüche für Manager und stellte klar: Überhöhte Zahlungen könnten den Straftatbestand der Untreue erfüllen.

    Diese strenge Auslegung löste eine Schockwelle aus. Sie offenbarte einen Konflikt zwischen dem flexibleren Arbeitsrecht und den strengen Maßstäben des Strafrechts. Aus Angst vor persönlicher Haftung froren viele Unternehmen die Gehälter ihrer Betriebsräte ein oder kürzten sie.

    Die Folge war eine Klagewelle vor den Arbeitsgerichten. Diese entschieden meist zugunsten der Betriebsratsmitglieder. Arbeitgeber sahen sich in einem Dilemma zwischen Arbeitsrecht und Strafverfolgung. Diese untragbare Situation zwang die Politik zum Handeln und mündete in der Gesetzesreform 2024.

    Die Kernpunkte der BetrVG-Novelle 2024

    Das Gesetz zielte darauf ab, Rechtssicherheit wiederherzustellen. Dazu wurden gezielte Änderungen in § 37 und § 78 BetrVG eingeführt.

    • Feste Vergleichsgruppe (§ 37 Abs. 4 BetrVG): Die Vergleichsgruppe für ein Betriebsratsmitglied wird nun zum Zeitpunkt der Amtsübernahme festgelegt. Eine spätere Neubestimmung ist nur bei sachlichem Grund zulässig. Dies verhindert willkürliche Anpassungen und verpflichtet Unternehmen zur akribischen Dokumentation.
    • Sicherheit durch Betriebsvereinbarung: Arbeitgeber und Betriebsrat können eine Betriebsvereinbarung schließen, die das Verfahren zur Ermittlung vergleichbarer Arbeitnehmer festlegt. Bei einem solchen schriftlichen Abkommen kann die Vergleichbarkeit vor Gericht nur noch bei groben Fehlern angefochten werden. Dies ist ein zentrales Instrument, um Rechtssicherheit zu schaffen.
    • Klare Regelung bei Gehaltserhöhungen (§ 78 BetrVG): Ein neuer Satz stellt klar: Es liegt keine verbotene Begünstigung vor, wenn ein Betriebsratsmitglied die betrieblichen Anforderungen für eine Gehaltsstufe erfüllt und die Entscheidung des Arbeitgebers nicht auf einer fehlerhaften Ermessensausübung beruht.
    Anhaltende Herausforderungen und aktuelle Rechtsprechung

    Trotz der gesetzlichen Klarstellungen bleibt die Betriebsratsvergütung 2026 hochkomplex. Eine aktuelle Analyse der Kanzlei CMS Deutschland betont, dass das Thema ein fester Bestandteil von Compliance-Programmen geworden ist. Die Personalabteilungen müssen fortlaufend hypothetische Karriereverläufe nachzeichnen, um das Lohnausfallprinzip einzuhalten.

    Die Rechtsprechung präzt die Regeln weiter. So bestätigte das Bundesarbeitsgericht (BAG) im März 2025, dass Betriebsratsmitglieder einen fiktiven Beförderungsanspruch geltend machen können. Unternehmen müssen also nicht nur die Ausgangs-Vergleichsgruppe betrachten, sondern auch aktiv prüfen, ob ein Mitglied ohne sein Amt höher aufgestiegen wäre.

    Rechtsberater betonen daher die Bedeutung einer lückenlosen Dokumentation. Bei Gehaltserhöhungen oder Beförderungen müssen die betrieblichen Gründe und erfüllten Kriterien transparent festgehalten werden, um Vorwürfe ungerechtfertigter Begünstigung abzuwehren.

    Anzeige

    Da Formfehler bei der Dokumentation von Beschlüssen rechtliche Konsequenzen haben können, ist eine präzise Protokollführung für den Betriebsrat unerlässlich. Sichern Sie sich diesen kostenlosen Leitfaden mit fertigen Vorlagen und Mustern für rechtssichere Sitzungen. Gratis-Download mit allen wichtigen Mustern und Checklisten

    Die Bewährungsprobe: Die Betriebsratswahlen 2026

    Die praktische Umsetzung der Novelle steht mit den bundesweiten Betriebsratswahlen vom 1. März bis 30. Mai 2026 auf dem Prüfstand. Gewerkschaften wie ver.di heben die Bedeutung dieser Wahlen hervor. Personalabteilungen müssen für tausende neu gewählte oder bestätigte Mitglieder die Vergleichsgruppen ermitteln oder überprüfen.

    Experten beobachten einen Anstieg bei Verhandlungen über neue Betriebsvereinbarungen zu Vergütungsverfahren. Unternehmen nutzen die gesetzliche Option, um durch standardisierte Abkommen Einzelstreitigkeiten vorzubeugen und für die kommende vierjährige Amtszeit Transparenz zu schaffen.

    Für neu gewählte Betriebsräte ist der Zeitpunkt der Amtsübernahme entscheidend: Er legt die Vergleichsgruppe für Jahre fest. Arbeitgeber bereiten sich darauf vor, Qualifikationen, aktuelle Rollen und vergleichbare Kollegen aller neuen Mitglieder direkt nach den Wahlen im Frühjahr 2026 zu dokumentieren.

    Ausblick: Steter Begleiter der Arbeitsbeziehungen

    Die Schnittstelle von Strafrecht und Arbeitsrecht bleibt ein Minenfeld. Die Novelle 2024 entschärfte die akute Krise, beseitigte aber nicht den Verwaltungsaufwand für Unternehmen. Die Nachzeichnung hypothetischer Karrieren erfordert ausgefeilte Personalprozesse und ständige rechtliche Wachsamkeit.

    Für das Jahr 2026 erwarten Experten, dass Konzerne ihre internen Compliance-Richtlinien für den Umgang mit Betriebsräten weiter verfeinern. Der Konsens unter Juristen: Proaktive Dokumentation und kooperative Betriebsvereinbarungen sind die wirksamsten Werkzeuge. Die Unternehmen in Deutschland müssen agil bleiben, um die ehrenamtliche Natur des Betriebsratsamtes zu wahren und gleichzeitig den wirtschaftlichen Status der Mitarbeitervertreter vollumfänglich zu schützen.


    (10.03.2026)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Juriy sorgt für Rekordwerte 2026, Blick nach Miami und ein Vorarlberg-Special feat. Susanne Bickel




     

    Bildnachweis

    1. Trading

    Aktien auf dem Radar:Uniqa, Österreichische Post, FACC, EuroTeleSites AG, Telekom Austria, Zumtobel, Wienerberger, Porr, DO&CO, Erste Group, voestalpine, VIG, UBM, Frequentis, Strabag, AT&S, Frauenthal, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Austriacard Holdings AG, Andritz, Polytec Group, Verbund, Amag, CA Immo, EVN, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Commerzbank, Fresenius Medical Care, RWE.


    Random Partner

    RWT AG
    Die Firma RWT Hornegger & Thor GmbH wurde 1999 von den beiden Geschäftsführern Hannes Hornegger und Reinhard Thor gegründet. Seitdem ist das Unternehmen kontinuierlich, auf einen derzeitigen Stand von ca. 30 Mitarbeitern, gewachsen. Das Unternehmen ist in den Bereichen Werkzeugbau, Formenbau, Prototypenbau und Baugruppenfertigung tätig und stellt des Weiteren moderne Motorkomponenten und Präzisionsteile her.

    >> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Menschenrechtskommissar warnt vor KI-Deregulierung in Europa ( Finanztre...

    » Trierer Geburtshaus verliert wichtigsten Raum nach Nachbarschaftsstreit ...

    » ProWein 2026: Generation Z trinkt bewusst weniger Alkohol ( Finanztrends)

    » Bionime Aktie: Verluste weiten sich aus ( Finanztrends)

    » Prefabet Biale Blota Aktie: Börsen-Aus ( Finanztrends)

    » Baguette Token: Community im Wartemodus ( Finanztrends)

    » Wageningens Mieterhilfe spart Mietern fast 12.000 Euro ( Finanztrends)

    » ÖTV: Über Jurij Rodionov, Martin Ohneberg, Magnus Brunner, Joel Schwärzl...

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Nvidia, Unicredit, Meta, AT&S, Erste Gr...

    » Zhejiang Dragon Aktie: Export-Fokus birgt Risiken ( Finanztrends)


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      Star der Stunde: SBO 1.63%, Rutsch der Stunde: AT&S -1.52%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 11-12: OMV(1), Kontron(1)
      Star der Stunde: FACC 2.26%, Rutsch der Stunde: SBO -0.7%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 10-11: Wienerberger(3), Verbund(2), FACC(1), Erste Group(1)
      BSN Vola-Event FACC
      Star der Stunde: FACC 3.16%, Rutsch der Stunde: Addiko Bank -3.82%
      wikifolio-Trades Austro-Aktien 9-10: AT&S(1)
      BSN MA-Event Infineon
      Star der Stunde: RHI Magnesita 0.72%, Rutsch der Stunde: Addiko Bank -4.58%

      Featured Partner Video

      SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Juriy sorgt für Rekordwerte 2026, Blick nach Miami und ein Vorarlberg-Special feat. Susanne Bickel

      Presented by mumak.me und win2day. Irgendwie eine Zwischenwoche vom On-Court-Geschehen her, sie brachte aber neue 2026er-Rekorde in unseren Platzziffer- und Punkte-Rankings von mumak.me. Juriy Rodi...

      Books josefchladek.com

      Mikio Tobara
      Document Miseinen (遠原 美喜男
      1980
      Seven Sha

      Siri Kaur
      Sistermoon
      2025
      Void

      Pia Paulina Guilmoth & Jesse Bull Saffire
      Fishworm
      2025
      Void

      Jan Tschichold
      Typografische Entwurfstechnik
      1932
      Akadem. Verlag Dr. Fr. Wedekind & Co

      Jerker Andersson
      ABC Diary
      2025
      Self published