15.03.2026, 3954 Zeichen
Das US-Militär nutzt Palantirs KI-Plattform Maven Smart System aktiv für die Zielerfassung im laufenden Militäreinsatz gegen Iran. Diese Bestätigung — kombiniert mit einem Rekordumsatz und einer Welle neuer Partnerschaften — macht deutlich, warum Palantir gerade an der Schnittstelle der zwei dominierenden Investmentthemen des Jahres steht: Künstliche Intelligenz und Verteidigung.
KI statt Analysten-Armee
Das Maven Smart System, das Palantir gemeinsam mit dem Pentagon entwickelt hat, bündelt Daten aus Drohnen, Satelliten und anderen Aufklärungsquellen in einem einzigen operativen Dashboard. Was beim Irak-Einsatz 2003 noch rund 2.000 Analysten erforderte, soll heute mit etwa 20 Personen leistbar sein — so zitierte Medienberichte unter Berufung auf Verteidigungsexperten.
Innerhalb des Systems kommt Anthropics Claude-Chatbot zum Einsatz. Laut einer mit der Regierungsarbeit von Anthropic vertrauten Quelle liefert Claude dabei keine direkten Zielempfehlungen, sondern fungiert als Entscheidungsunterstützungssystem. Verteidigungsminister Pete Hegseth, der KI zum Kern amerikanischer Kampfoperationen machen will, hatte zuletzt öffentlich mit der Anthropic-Führung über Nutzungsbeschränkungen gestritten. Analysten sehen darin kein strukturelles Problem für Palantir — es gebe ausreichend Alternativen zu Claude.
Seit Beginn der Operation Epic Fury am 28. Februar ist die Palantir-Aktie um 12 Prozent gestiegen. Rund 60 Prozent des Umsatzes entfallen auf Regierungsaufträge, und das Unternehmen baut seine Arbeit mit Militär- und Geheimdienstbehörden kontinuierlich aus.
Partnerschaften und Rekordzahlen
Parallel zum Militäreinsatz präsentierte Palantir auf seiner AIPCon-9-Konferenz in Maryland eine Reihe neuer Kooperationen. Mit NVIDIA wurde eine gemeinsame Sovereign-AI-Architektur vorgestellt, die Regierungen und Unternehmen schlüsselfertige KI-Rechenzentren liefern soll — von der Hardware bis zur Anwendung. GE Aerospace und Palantir vereinbarten eine mehrjährige Partnerschaft zur Verbesserung der Einsatzbereitschaft militärischer Luftfahrzeuge für die US Air Force. Mit Centrus Energy sollen Palantirs KI-Tools den Ausbau der Urananreicherungskapazitäten unterstützen — bereits identifizierte Einsparungen belaufen sich laut Angaben auf knapp 300 Millionen Dollar.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Palantir?
Die Fundamentaldaten untermauern den Schwung: Im vierten Quartal 2025 erzielte Palantir einen Umsatz von 1,407 Milliarden Dollar — ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das US-amerikanische Kommerzgeschäft wuchs um 137 Prozent. Für 2026 prognostiziert das Management einen Umsatz von rund 7,19 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 61 Prozent entspräche.
Bewertung bleibt das zentrale Argument
Bei aller operativen Stärke bleibt die Bewertung das meistdiskutierte Thema. Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 230 liegt weit über dem S&P-500-Durchschnitt von 24. Rosenblatt-Analyst John McPeake sieht in Palantirs Foundry- und Gotham-Systemen dennoch einzigartige Vorteile gegenüber herkömmlichen Sprachmodellen — gerade im Verteidigungsbereich. Sollte der Iran-Konflikt andauern, hält er einen weiteren Kursanstieg von 40 Prozent für möglich.
Gleichzeitig wächst der politische Druck: US-Gesetzgeber fordern mehr Transparenz darüber, wie viel Entscheidungskontrolle tatsächlich an KI-Systeme abgegeben wird. Wie schnell und unter welchen Auflagen das Pentagon seine KI-Abhängigkeit weiter ausbauen darf, wird die Wachstumsdynamik von Palantirs Regierungsgeschäft maßgeblich mitbestimmen.
Anzeige
Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 15. März liefert die Antwort:
Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Wiener Börse Party #1134: ATX schaut sich erstmals die 5900 an, Bawag erstmals die 150, dies am Tag 2 der Zürs-Konferenz
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:Rosenbauer, Österreichische Post, RBI, EuroTeleSites AG, Semperit, Austriacard Holdings AG, Amag, VIG, Uniqa, Bajaj Mobility AG, Bawag, Frequentis, CA Immo, Erste Group, SBO, AT&S, SW Umwelttechnik, BKS Bank Stamm, Athos Immobilien, BTV AG, Oberbank AG Stamm, CPI Europe AG, Telekom Austria, RHI Magnesita.
Random Partner
Verbund
Verbund ist Österreichs führendes Stromunternehmen und einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa. Mit Tochterunternehmen und Partnern ist Verbund von der Stromerzeugung über den Transport bis zum internationalen Handel und Vertrieb aktiv. Seit 1988 ist Verbund an der Börse.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» ATX durchbricht erstmals die 5900-Punkte-Marke – BAWAG-Deal treibt den M...
» Österreich-Depots: Stärker (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 14.4.: Post, Telekom und bitte wieder so wie 2009 (Börse...
» Nachlese: Richard Dittrich (audio cd.at)
» PIR-News: Bawag, Kontron, Andritz, Marinomed, CPI Europe, Reploid, AT&S,...
» Wiener Börse Party #1134: ATX schaut sich erstmals die 5900 an, Bawag er...
» Wiener Börse zu Mittag schon wieder auf Rekordkurs: AT&S, Bawag und Freq...
» ATX-Trends: Post, Marinomed, VIG ...
» Österreich-Depots: Starker Wochenstart (Depot Kommentar)
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse: ATX legt am Dienstag 1,74 Prozent zu
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Frequentis steigt ...
- Wie Frequentis, RHI Magnesita, Rosenbauer, SW Umw...
- Wie Bawag, AT&S, Uniqa, Verbund, EVN und OMV für ...
- ATX durchbricht erstmals die 5900-Punkte-Marke – ...
- Österreich-Depots: Stärker (Depot Kommentar)
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1118: ATX schwer unter Druck, Isabella de Krassny zu Semperit, Staat mit zusätzlicher Kapitalmarkt-Belastung
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Anton Bruehl
Mexico
1933
Delphic Studios
Marcel Natkin (ed.)
Le nu en photographie
1937
Éditions Mana
Lisette Model
Lisette Model
1979
Aperture
Dean Garlick
100 Sculptural Circumstances
2025
Lodge Press
Ryuji Miyamoto
Kobe 1995 After the Earthquake
1995
Telescope
