15.03.2026, 3120 Zeichen
Apple feiert 50 Jahre – und macht gleichzeitig Zugeständnisse, die das Unternehmen lieber vermieden hätte. Während die Jubiläumsveranstaltungen weltweit anlaufen, tritt heute eine Senkung der App-Store-Gebühren in China in Kraft, die direkt auf Druck der chinesischen Kartellbehörde zurückgeht.
Weniger Provision, mehr Pragmatismus
Ab dem 15. März 2026 sinkt die Standard-Provision im chinesischen App Store von 30 auf 25 Prozent. Für Entwickler, die am Small Business Program oder am Mini Apps Partner Program teilnehmen, fällt die Rate von 15 auf 12 Prozent. Die neuen Konditionen gelten automatisch – eine aktive Zustimmung der Entwickler ist nicht erforderlich.
Hintergrund ist eine Untersuchung der chinesischen Marktaufsichtsbehörde SAMR, die Apples Gebührenstruktur ins Visier genommen hatte. Apple selbst spricht von „Gesprächen mit dem chinesischen Regulator". Konkrete Folgen hatte der Streit bereits: Ein Umsatzbeteiligungsmodell für Tencents Mini Games auf iOS war zuletzt wegen der Provisionsstruktur ins Stocken geraten.
China macht schätzungsweise 17 Prozent von Apples Gesamtumsatz aus – zu viel, um regulatorische Konflikte eskalieren zu lassen. Ähnlich verhielt sich Apple bereits in Japan, wo die Provision auf bestimmte Drittanbieter-Zahlungen auf 21 Prozent gesenkt wurde, sowie in der EU, wo das Unternehmen unter dem Digital Markets Act ebenfalls Anpassungen vornahm.
Jubiläum mit Blick nach vorn
Parallel dazu startete Apple am Donnerstag seine globalen Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag. Den Auftakt machte ein öffentliches Konzert von Alicia Keys im Apple Store am Grand Central Terminal in New York, bei dem auch CEO Tim Cook sowie die Führungskräfte John Ternus, Greg Joswiak und Deirdre O'Brien anwesend waren. Weitere Veranstaltungen sind für den gesamten März geplant; der eigentliche Gründungstag ist der 1. April 2026.
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Das Produktportfolio gibt dem Jubiläum inhaltlich Substanz: Apple hat zuletzt das MacBook Neo für 599 Dollar, aktualisierte MacBook-Air- und Pro-Modelle sowie das iPhone 17e vorgestellt. Zudem hat das Unternehmen 25 Prozent seiner iPhone-Produktion nach Indien verlagert. Und laut dem Weibo-Leaker „Instant Digital" soll Samsung Display ab Mai 2026 OLED-Panels für Apples erstes faltbares iPhone in Massenproduktion bringen – ein Gerät, das dem Vernehmen nach das Knickproblem weitgehend gelöst haben soll.
Die Aktie hat sich in den vergangenen Monaten deutlich erholt, liegt aber mit rund 219 Euro aktuell etwa elf Prozent unter ihrem Dezember-Hoch von 246 Euro. Das faltbare iPhone und die laufende Produktoffensive dürften im zweiten Halbjahr des Fiskaljahres 2026 zum entscheidenden Gradmesser werden.
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