14.03.2026, 3498 Zeichen
Relax The Back übernimmt neun Franchise-Filialen und baut sein Sortiment aus. Der US-Spezialist für ergonomische Lösungen wandelt sich damit zum ganzheitlichen Wellness-Anbieter. Ziel ist es, der wachsenden Nachfrage nach Gesundheitslösungen besser gerecht zu werden.
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Strategischer Schwenk zu mehr eigenen Filialen
Die Übernahme markiert einen Wendepunkt. Statt vier betreibt Relax The Back nun dreizehn eigene Standorte. Die neuen Geschäfte liegen in Ballungsräumen wie Südflorida, Houston, Chicago und Oklahoma City. Sie ergänzen die bestehenden Stores in Bellevue, Burlington, Rockville und Fairfax.
Das Unternehmen setzt seit über 30 Jahren auf Franchise-Partner. Die direkte Kontrolle über ausgewählte Filialen soll nun aber schnelleres Wachstum ermöglichen. Die eigenen Stores dienen als Vorzeigeflächen für neue Einzelhandelskonzepte und das erweiterte Sortiment. Insgesamt betreibt Relax The Back weiterhin über 60 Geschäfte in Nordamerika.
Vom Rücken- zum Ganzkörper-Spezialisten
Das 1984 von einem Osteopathen gegründete Unternehmen verlässt seine Nische. Der Fokus verschiebt sich von reiner Rückenpflege hin zu Erholung, Mobilität und Langlebigkeit. CEO David Wood erklärte, die Akquisition beschleunige die Vision, Wellness im Alltag zugänglicher zu machen.
Das Sortiment umfasst heute High-Tech-Ruhesessel, Massagestühle von Human Touch, Schlafsysteme von Tempur-Pedic und ergonomische Bürolösungen. Ein Beispiel sind die Altwork-Workstations, die Arbeiten in liegender Position ermöglichen. Diese Produkte sind in den drei "LiveWellness"-Säulen des Unternehmens verankert: Linderung, Leistungsfähigkeit und Regeneration.
Die Omnichannel-Strategie: Online trifft Offline
Ein zentraler Baustein ist der Ausbau der Omnichannel-Fähigkeiten. Relax The Back investiert in digitale Kanäle für einen nahtlosen Übergang zwischen Online-Recherche und stationärem Einkauf. Gerade bei hochpreisigen Gesundheitsprodukten ist diese hybride Kaufreise entscheidend: Kunden informieren sich online, testen aber vor Ort.
Das Unternehmen setzt auf persönliche Beratung in den Filialen, gestützt durch digitale Kundenbindungssysteme. Berater können so personalisierte Empfehlungen geben und Kunden auch nach dem Geschäftsbesuch weiter betreuen. Diese Verzahnung soll den Ruf als Autorität im Wellness-Sektor festigen.
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Ein Wachstumsmarkt im Homeoffice-Zeitalter
Die Neuausrichtung findet in einem günstigen Marktumfeld statt. Der globale Wellness-Markt wächst rasant, angetrieben durch den Homeoffice-Trend. Die Segmente für persönliche Gesundheitslösungen und ergonomische Heimausstattung gewinnen massiv an Bedeutung.
Analysten werten den Schritt zu mehr eigenen Filialen als Vertrauensbeweis in diesen Trend. Während viele Einzelhändler kämpfen, profitieren spezialisierte Wellness-Anbieter von einer kaufkräftigen Zielgruppe. Die Expansion trifft den Zeitgeist einer leistungsorientierten Gesellschaft, die Wert auf Wohlbefinden legt. Fitness und aktive Erholung verschmelzen immer mehr.
Börsepeople im Podcast S24/08: Alexander von Schirmeister
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