13.03.2026, 2969 Zeichen
Shell-Chef Wael Sawan blickt auf ein lukratives Jahr 2025 zurück, obwohl die Bilanz des Energieriesen deutliche Bremsspuren aufweist. Während der bereinigte Gewinn um 22 Prozent einbrach, stieg die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden spürbar an. Dieser Gegensatz markiert den Kern des gestern veröffentlichten Geschäftsberichts und sorgt für Diskussionsstoff unter den Anteilseignern.
Gewinne schrumpfen, Boni steigen
Der Rückgang des bereinigten Gewinns von 23,7 Milliarden USD im Vorjahr auf nun 18,5 Milliarden USD ist primär auf das schwächere Ölpreisumfeld im vergangenen Jahr zurückzuführen. Trotz dieses operativen Rückgangs rechtfertigt Shell die höhere CEO-Vergütung mit der Erreichung interner Leistungsziele. Rund 80 Prozent des Gehaltspakets von Sawan sind an konkrete Performance-Kennzahlen geknüpft.
Das Unternehmen verweist zudem darauf, dass Shell seit Sawans Amtsantritt im Jahr 2023 bei der Gesamtrendite für Aktionäre besser abgeschnitten hat als viele Wettbewerber. Die Kennzahlen im Überblick:
- Bereinigter Jahresgewinn 2025: 18,5 Mrd. USD
- Bereinigter Jahresgewinn 2024: 23,7 Mrd. USD
- Gewinnrückgang: 22 Prozent
- Anteil leistungsbezogener Vergütung: ca. 80 Prozent
Die Konzernführung plant nun, auf der kommenden Hauptversammlung im Mai eine Erhöhung der maximal möglichen Vergütung für den CEO vorzuschlagen. Ziel ist es, die Gehaltsstrukturen enger an das Niveau internationaler Branchenriesen anzupassen.
Aktienrückkäufe stützen den Kurs
Parallel zur Veröffentlichung der Jahreszahlen setzt Shell sein massives Aktienrückkaufprogramm fort. Erst diesen Mittwoch erwarb der Konzern über 727.000 eigene Anteile zur Einziehung. Diese Maßnahmen sind Teil eines Programms, das Anfang Februar gestartet wurde und noch bis zum 1. Mai 2026 laufen soll. Die unabhängige Steuerung der Rückkäufe übernimmt Morgan Stanley.
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An der Börse wurde die Strategie des CEOs, den Fokus wieder verstärkt auf das Kerngeschäft mit fossilen Brennstoffen zu legen, zuletzt positiv quittiert. Unterstützt durch geopolitische Spannungen und einen Ölpreis der Sorte Brent, der jüngst die Marke von 100 USD pro Barrel überschritt, zeigten sich die Papiere in den vergangenen Wochen robust.
Für die Anleger rückt nun der Mai in den Fokus. Dann müssen die Aktionäre auf der Hauptversammlung entscheiden, ob sie dem Kurs des Vorstands bei der Vergütungsstruktur folgen oder angesichts der gesunkenen Jahresgewinne Kritik an der Gehaltsentwicklung üben.
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