10.03.2026, 3911 Zeichen
Zehntausende Menschen gingen am Wochenende und zu Wochenbeginn in ganz Deutschland auf die Straße. Unter den Motiven „Wut und Erschöpfung“ forderten sie anlässlich des Internationalen Frauentags und des globalen Frauenstreiktags tiefgreifende Veränderungen. Im Zentrum stand der Kampf gegen die systematische Ungleichheit und die psychische Belastung von Frauen.
Die Organisatorinnen, darunter die Initiative „Enough! Genug! Basta!“, hatten den Streik bewusst auf den Montag ausgeweitet. Damit sollte die systemrelevante, aber oft unsichtbare Arbeit von Frauen sichtbar werden. Die Aktionen reichten von klassischen Demos über verlängerte Mittagspausen bis zum bewussten Stillstand in Haushalten.
Anzeige
Die Doppelbelastung aus Beruf und Care-Arbeit führt bei vielen Berufstätigen zu permanenter Erschöpfung und dem Gefühl, im Hamsterrad festzustecken. Dieser kostenlose Guide unterstützt Sie mit 5 Sofortmaßnahmen dabei, wieder mehr Ausgeglichenheit und Zeit für sich selbst zu gewinnen. Mehr schaffen und trotzdem entspannter sein: Gratis-Guide sichern
Die unsichtbare Last der Care-Arbeit
Ein zentrales Thema war die ungleiche Verteilung unbezahlter Sorgearbeit. Aktuelle Daten zeigen: Frauen in Deutschland leisten pro Tag im Schnitt 76 Minuten mehr unbezahlte Arbeit als Männer – der sogenannte Gender Care Gap liegt bei 43,4 Prozent.
Diese Dauerbelastung neben dem Beruf ist ein Haupttreiber für Stress und psychische Erkrankungen. Studien belegen den direkten Zusammenhang. Kein Wunder also, dass psychische Erkrankungen bei Frauen eine der häufigsten Ursachen für Krankschreibungen sind. Die Forderungen zielen daher auf eine gerechtere Verteilung, bessere finanzielle Anerkennung und den Ausbau öffentlicher Betreuung.
Wut über ökonomische Benachteiligung
Die spürbare Wut auf den Demos speist sich auch aus der anhaltenden finanziellen Ungleichheit. Der unbereinigte Gender Pay Gap stagnierte 2025 bei 16 Prozent. Frauen verdienen also pro Stunde deutlich weniger.
Noch gravierender ist der „Gender Gap Arbeitsmarkt“ von 37 Prozent. Er berücksichtigt auch geringere Arbeitszeiten und Erwerbsbeteiligung. Diese Schieflage führt zu finanzieller Abhängigkeit und einer großen Rentenlücke im Alter. Die Streikenden fordern daher Lohntransparenz, eine Aufwertung systemrelevanter Berufe und wirksame Gesetze für Lohngleichheit.
Anzeige
Um strukturelle Benachteiligungen im Betrieb abzubauen, sind starke Arbeitnehmervertretungen entscheidend, die ihre Rechte bei Arbeitszeit und Lohngestaltung kennen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen E-Book, wie Sie die Mitbestimmung nach § 87 BetrVG erfolgreich für faire Bedingungen einsetzen. Kostenlosen Leitfaden zu Ihren Mitbestimmungsrechten herunterladen
Kampf für körperliche Selbstbestimmung
Ein weiteres zentrales Anliegen war der Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Zahlen sind alarmierend: 2024 wurden 132 Frauen durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. Statistisch erlebt in Deutschland alle vier Minuten eine Frau Gewalt in der Partnerschaft.
Die Proteste machten deutlich: Gewalt gegen Frauen ist ein strukturelles Problem, keine Privatsache. Die Dunkelziffer ist hoch. Gefordert werden mehr Plätze in Frauenhäusern, konsequente Strafverfolgung und ein Ende sexistischer Rollenbilder. Auch das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung war ein großes Thema.
Ein globaler Aufschrei wird lauter
Der Frauenstreik 2026 reiht sich in eine wachsende globale Bewegung ein. Inspiriert von Aktionen in Island oder Spanien wächst auch hierzulande die Erkenntnis: Demonstrationen allein reichen nicht aus.
Die Verbindung von Wut und Erschöpfung hat sich als kraftvoller Motor erwiesen. Die große Herausforderung bleibt die rechtliche Situation, denn politische Streiks sind in Deutschland nicht abgesichert. Doch die Botschaft der Zehntausenden ist klar: Ein „Weiter so“ ist keine Option. Die Politik muss endlich wirksame Maßnahmen für echte Gleichstellung umsetzen.
Wiener Börse Party #1130: ATX zu Mittag 3,7 Prozent fester, Do&Co und FACC zweistellig im Plus, Porr 157, Hallo zu einem neuen PIR-Partner
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:DO&CO, Zumtobel, AT&S, Semperit, Austriacard Holdings AG, Mayr-Melnhof, Rosenbauer, SBO, Marinomed Biotech, Addiko Bank, Amag, Andritz, Bawag, CA Immo, Erste Group, FACC, Kapsch TrafficCom, Lenzing, OMV, Palfinger, Bajaj Mobility AG, Porr, RBI, Strabag, Uniqa, Verbund, voestalpine, Wienerberger, Wiener Privatbank, BKS Bank Stamm, BTV AG.
Random Partner
VIG
Die Vienna Insurance Group (VIG) ist mit rund 50 Konzerngesellschaften und mehr als 25.000 Mitarbeitern in 30 Ländern aktiv. Bereits seit 1994 notiert die VIG an der Wiener Börse und zählt heute zu den Top-Unternehmen im Segment “prime market“ und weist eine attraktive Dividendenpolitik auf.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Deutlich fester (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 8.4.: Porr, Amag, Bajaj Mobility (Börse Geschichte) (Bör...
» Nachlese: Eva Reuter, Nina Higatzberger-Schwarz (audio cd.at)
» ATX springt um 3,7 Prozent nach oben – Do&Co und FACC mit zweistelligen ...
» PIR-News: News zu BKS, Erste Group, Andritz, Strabag, ASTA Energy, Post,...
» 20 Jahre Investor Relations für Small- und Micro-Caps: Eva Reuter über V...
» Wiener Börse Party #1130: ATX zu Mittag 3,7 Prozent fester, Do&Co und FA...
» Wiener Börse zu Mittag deutlich fester: Do&Co, FACC und Wienerberger ges...
» ATX-Trends: Amag, Austriacard, OMV, RBI, Bawag ...
» Börsepeople im Podcast S24/11: Eva Reuter
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wie FACC, RHI Magnesita, Wiener Privatbank, Bajaj...
- Wie DO&CO, voestalpine, AT&S, OMV, Verbund und EV...
- Österreich-Depots: Deutlich fester (Depot Kommentar)
- Börsegeschichte 8.4.: Porr, Amag, Bajaj Mobility ...
- Nachlese: Eva Reuter, Nina Higatzberger-Schwarz (...
- Unser Volumensrobot sagt: AT&S, Palfinger, Do&Co ...
Featured Partner Video
SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Juriy sorgt für Rekordwerte 2026, Blick nach Miami und ein Vorarlberg-Special feat. Susanne Bickel
Presented by mumak.me und win2day. Irgendwie eine Zwischenwoche vom On-Court-Geschehen her, sie brachte aber neue 2026er-Rekorde in unseren Platzziffer- und Punkte-Rankings von mumak.me. Juriy Rodi...
Books josefchladek.com
Daido Moriyama
Farewell Photography (English Version
2018
Getsuyosha, bookshop M
Alessandra Calò
Ctonio
2024
Studiofaganel
