07.03.2026, 3317 Zeichen
Der Bremer Raumfahrtkonzern schaltet in den Angriffsmodus. Während ein neuer ESA-Vertrag bereits in trockenen Tüchern ist, laufen im Hintergrund Gespräche über ein Rüstungsprojekt der Superlative, das die Dimensionen des Unternehmens verändern könnte. Investoren blicken nun gespannt auf den März – ist die fundamentale Neubewertung gerechtfertigt?
Sicheres Geld: Die Asteroiden-Mission
Die operative Basis stimmt: Am 10. Februar unterzeichnete die OHB-Tochter in Italien einen Vertrag mit der ESA über 81,2 Millionen Euro. Ziel ist die Entwicklung der Raumsonde RAMSES, die den Asteroiden Apophis bei dessen Erdanäherung im Jahr 2029 untersuchen soll. Inklusive Vorbereitungsmaßnahmen summiert sich das Volumen auf rund 150 Millionen Euro.
Die Herausforderung liegt hier in der Geschwindigkeit. Statt der üblichen Entwicklungszyklen muss das Raumfahrzeug in nur 3,5 Jahren startbereit sein. Dass OHB dies zutraut, unterstreicht das technische Selbstbewusstsein der Bremer, die bereits bei der Hera-Mission Rekordzeiten lieferten.
Der 10-Milliarden-Hebel
Die eigentliche Fantasie für den Aktienkurs liegt jedoch im Verteidigungssektor. Seit Ende Januar laufen bestätigte Gespräche mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall über das Bundeswehr-Projekt „SATCOMBw Stufe 4“. Es geht um ein geschätztes Gesamtvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro für ein souveränes Satellitennetzwerk.
Die Arbeitsteilung wäre klar definiert: Rheinmetall kümmert sich um die militärische Integration, OHB liefert die Satellitentechnik. Um für die geforderten Stückzahlen gerüstet zu sein, hat OHB bereits Fertigungskapazitäten im sächsischen Schöneck gesichert. Doch der Deal ist kein Selbstläufer: Der Platzhirsch Airbus Defence and Space buhlt ebenfalls um den Auftrag, und die geplante Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo könnte den Wettbewerbsdruck massiv erhöhen.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei OHB SE?
Volle Auftragsbücher und ambitionierte Ziele
Unabhängig vom Ausgang des Rüstungspokers zeigen die Geschäftszahlen nach oben. Der feste Auftragsbestand sprang zuletzt um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro. Auch der operative Rückenwind durch die Ariane 6, die im Februar erfolgreich Amazon-Satelliten ins All beförderte, stärkt die Bilanz der Tochter MT Aerospace.
Das Management reagierte mit deutlich angehobenen Mittelfristzielen: Bis 2026 soll die Gesamtleistung auf 1,4 Milliarden Euro steigen, bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent. Ab 2028 peilt der Konzern sogar die 2-Milliarden-Marke beim Umsatz an.
Fazit: Zahlenwerk am 19. März entscheidend
Der nächste wichtige Termin für Anleger ist der 19. März 2026. Mit der Vorlage des testierten Jahresabschlusses für 2025 muss OHB beweisen, dass sich das starke Auftragswachstum auch in profitablen Cashflows niederschlägt. Angesichts der anstehenden Investitionen für Großprojekte wird besonders die Liquiditätslage im Fokus stehen.
Anzeige
OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 7. März liefert die Antwort:
Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Wiener Börse Party #1113: ATX spürbar schwächer, ytd wieder nur noch knapp im Plus, gute Sager von Christoph Boschan und Walter Oblin
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:Uniqa, Porr, CPI Europe AG, EuroTeleSites AG, Agrana, Telekom Austria, Palfinger, Kapsch TrafficCom, DO&CO, Erste Group, FACC, Frequentis, Gurktaler AG VZ, Linz Textil Holding, Polytec Group, Rosenbauer, Semperit, Verbund, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Austriacard Holdings AG, voestalpine, Addiko Bank, Amag, CA Immo, Flughafen Wien, Österreichische Post.
Random Partner
VIG
Die Vienna Insurance Group (VIG) ist mit rund 50 Konzerngesellschaften und mehr als 25.000 Mitarbeitern in 30 Ländern aktiv. Bereits seit 1994 notiert die VIG an der Wiener Börse und zählt heute zu den Top-Unternehmen im Segment “prime market“ und weist eine attraktive Dividendenpolitik auf.
>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» ATX unter Druck, doch Österreichs Aktienkultur wächst: Boschan und Oblin...
» Österreich-Depots: Die Phase um die Null-Linie 2026 (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 12.3.: Erinnerungen an den schlimmsten ATX-Tagesverlust ...
» Wiener Börse Party #1113: ATX spürbar schwächer, ytd wieder nur noch kna...
» Nachlese: Richard Dobetsberger Komplett-Shift (audio cd.at)
» Zarcash: Handel steht still ( Finanztrends)
» Waste Management Aktie: Dividende steigt ( Finanztrends)
» Verbraucherzentrale NRW startet Kampagne gegen digitale Abzocke ( Finanz...
» IT-Sicherheit: Deutsche Unternehmen im Stresstest ( Finanztrends)
» Deutschland bleibt Schlusslicht bei Wohneigentum ( Finanztrends)
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Linz Textil deutli...
- Wie Linz Textil Holding, Semperit, Polytec Group,...
- Wie DO&CO, Verbund, Erste Group, RBI, EVN und Len...
- ATX unter Druck, doch Österreichs Aktienkultur wä...
- Österreich-Depots: Die Phase um die Null-Linie 20...
- Wiener Börse Party #1113: ATX spürbar schwächer, ...
Featured Partner Video
179. Laufheld Online Workout für Läufer
0:00 - Start des Workouts / start of workout -------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Mehr Infos und Einblicke findet ihr auf...
Books josefchladek.com
Ray K. Metzker
City Lux
2025
Ludion Publishers
Otto Wagner
Moderne Architektur
1902
Anton Schroll
Livio Piatti
Schtetl Zürich
2001
Offizin Verlag
