Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Arbeitsmarkt 2026: Weniger Fachkräfte-Mangel, mehr Druck auf Gehälter ( Finanztrends)

27.02.2026, 3975 Zeichen

Der Fachkräftemangel in Deutschland entspannt sich leicht, doch neue Gesetze und veränderte Mitarbeiterwünsche zwingen Unternehmen zu einer grundlegenden Überprüfung ihrer Gehaltsstrategien.

Laut einer aktuellen ifo-Konjunkturumfrage melden nur noch 22,7 Prozent der Unternehmen einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Das ist der niedrigste Stand seit fünf Jahren. Experten führen dies auf die schwächere Konjunktur zurück, die den kurzfristigen Personalbedarf dämpft. Doch Vorsicht: Die Entspannung ist nicht flächendeckend. Branchen wie Rechts- und Steuerberatung (58,4 Prozent) oder der Maschinenbau kämpfen weiterhin mit Engpässen. Der Wettbewerb hat sich verlagert – vom generellen Mangel hin zum Kampf um spezifische Top-Talente.

Anzeige

Die Gewinnung von Top-Talenten beginnt bereits vor dem ersten Arbeitstag mit einem professionellen Prozess. Dieser kostenlose Leitfaden unterstützt Sie dabei, neue Mitarbeiter durch ein strukturiertes Onboarding langfristig an Ihr Unternehmen zu binden. Mit dieser Checkliste binden Sie neue Mitarbeiter vom ersten Tag an

EU-Richtlinie zwingt zu mehr Gehaltstransparenz

Während sich der Markt leicht entspannt, steht ein gesetzlicher Paukenschlag bevor: Bis zum 7. Juni 2026 muss die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Sie soll die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern schließen und bringt verbindliche Pflichten für Arbeitgeber.

Künftig müssen Gehaltsspannen in Stellenanzeigen stehen. Mitarbeiter erhalten ein Auskunftsrecht über durchschnittliche Vergütungen für vergleichbare Tätigkeiten. Unternehmen mit über 100 Angestellten müssen regelmäßig über ihre Lohnstruktur berichten. Die gravierendste Änderung ist die Beweislastumkehr bei Verdacht auf Diskriminierung. Künftig muss der Arbeitgeber die Fairness der Bezahlung nachweisen. Das stellt eine deutliche Verschärfung gegenüber dem bisherigen, wenig genutzten deutschen Gesetz dar.

Was Mitarbeiter 2026 wirklich wollen

Ein konkurrenzfähiges Gehalt bleibt wichtig, ist aber kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Die Erwartungen der Arbeitnehmer haben sich gewandelt. Flexible Arbeitsmodelle und gezielte Weiterbildung stehen ganz oben auf der Wunschliste. Sie gelten als unverzichtbarer Teil des Gesamtpakets.

Die reinen Gehaltsbudgets stabilisieren sich. Für 2026 planen Unternehmen mit durchschnittlichen Erhöhungen von 3,4 bis 3,5 Prozent. Da diese über der prognostizierten Inflationsrate liegen, entsteht finanzieller Spielraum. Diesen können Firmen nutzen, um in strategische Zusatzleistungen (Benefits) zu investieren. Dazu zählen betriebliche Altersvorsorge, Gesundheitsangebote oder flexible Mobilitätsbudgets.

Anzeige

Neben attraktiven Benefits ist die gezielte Förderung von Potenzialen ein entscheidender Hebel für die Mitarbeiterzufriedenheit. Erfahren Sie in diesem Praxisleitfaden, wie Sie Demotivatoren erkennen und echte Leistungsanreize für Ihr Team schaffen. Führungskräfte aufgepasst: So entfalten Ihre Mitarbeitenden ihr volles Potenzial

Strategische Vergütung wird zur Pflicht

Die aktuelle Marktlage bietet ein strategisches Zeitfenster. Der nachlassende gesamtwirtschaftliche Druck erlaubt es Personalabteilungen, den Fokus von der Krisenbewältigung auf nachhaltige Vergütungssysteme zu legen.

Die Vorbereitung auf die EU-Richtlinie sollte nicht als administrative Last, sondern als Chance verstanden werden. Sie ermöglicht es, veraltete Gehaltsstrukturen zu modernisieren und interne Lohngerechtigkeit herzustellen. Ein Einheitsansatz ist nicht mehr zeitgemäß. Erfolgreiche Unternehmen setzen auf „Total Rewards“: eine faire Grundvergütung kombiniert mit einem flexiblen, individualisierbaren Paket an Zusatzleistungen.

Unternehmen, die ihre Strategie jetzt nicht anpassen, riskieren rechtliche Konsequenzen und Nachteile im Wettbewerb um Talente. Gehaltstransparenz wird zum zentralen Faktor im Employer Branding. Die Zukunft der Vergütung liegt in fairer Bezahlung, strategischen Benefits und einer Kultur der Wertschätzung.


(27.02.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Als Österreich-Spezialist zum Rendezvous mit Harry Weygand: Audio-Spur zum Youtube-Ostermontag über ATX-Titel




 

Bildnachweis

1. Trading

Aktien auf dem Radar:Rosenbauer, RBI, DO&CO, Semperit, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Porr, Amag, Andritz, AT&S, VIG, Uniqa, Palfinger, Polytec Group, Marinomed Biotech, OMV, Addiko Bank, Erste Group, Flughafen Wien, Lenzing, Mayr-Melnhof, RWT AG, Strabag, Wienerberger, BKS Bank Stamm, BTV AG, Oberbank AG Stamm, CA Immo, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria.


Random Partner

3 Banken Generali
Die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. ist die gemeinsame Fondstochter der 3 Banken Gruppe (Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, BKS Bank AG) und der Generali Holding Vienna AG. Die Fonds-Gesellschaft verwaltet aktuell 8,65 Mrd. Euro - verteilt auf etwa 50 Publikumsfonds und 130 Spezial- bzw. Großanlegerfonds (Stand 06/17)

>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» ATX, OMV, AT&S: Österreichs Börse im Fokus der Charttechnik – und warum ...

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a.: Das überraschende Allzeithoch des ATX TR

» ATX Total Return knackt erneut die Bestmarke – Wiener Börse glänzt mit 1...

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Addiko Bank, CTS Eventim, Polytec

» Österreich-Depots: Weekend Bilanz (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 10.4: Böhler-Uddeholm, UBM (Börse Geschichte) (BörseGesc...

» Nachlese: Norbert Hofer Emerald Horizon (audio cd.at)

» PIR-News: News zu Verbund, Addiko, Research zu Telekom Austria, neue Akt...

» (Christian Drastil)

» ATX leicht fester: Addiko-Übernahmekampf nimmt Fahrt auf, Verbund platzi...


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    BSN MA-Event Bajaj Mobility AG
    BSN MA-Event Bajaj Mobility AG
    #gabb #2078

    Featured Partner Video

    Wiener Börse Party #1125: ATX unverändert, heute ex starke Andritz-Dividende, RBI wird Big Player in Rumänien, CPI Europe stark

    Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...

    Books josefchladek.com

    Jerker Andersson
    ABC Diary
    2025
    Self published

    Anton Bruehl
    Mexico
    1933
    Delphic Studios

    Olga Ignatovich
    In the Shadow of the Big Brother
    2025
    Arthur Bondar Collection WWII

    Otto Wagner
    Moderne Architektur
    1902
    Anton Schroll

    Stephen Gill
    The Pillar
    2019
    Nobody


    27.02.2026, 3975 Zeichen

    Der Fachkräftemangel in Deutschland entspannt sich leicht, doch neue Gesetze und veränderte Mitarbeiterwünsche zwingen Unternehmen zu einer grundlegenden Überprüfung ihrer Gehaltsstrategien.

    Laut einer aktuellen ifo-Konjunkturumfrage melden nur noch 22,7 Prozent der Unternehmen einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Das ist der niedrigste Stand seit fünf Jahren. Experten führen dies auf die schwächere Konjunktur zurück, die den kurzfristigen Personalbedarf dämpft. Doch Vorsicht: Die Entspannung ist nicht flächendeckend. Branchen wie Rechts- und Steuerberatung (58,4 Prozent) oder der Maschinenbau kämpfen weiterhin mit Engpässen. Der Wettbewerb hat sich verlagert – vom generellen Mangel hin zum Kampf um spezifische Top-Talente.

    Anzeige

    Die Gewinnung von Top-Talenten beginnt bereits vor dem ersten Arbeitstag mit einem professionellen Prozess. Dieser kostenlose Leitfaden unterstützt Sie dabei, neue Mitarbeiter durch ein strukturiertes Onboarding langfristig an Ihr Unternehmen zu binden. Mit dieser Checkliste binden Sie neue Mitarbeiter vom ersten Tag an

    EU-Richtlinie zwingt zu mehr Gehaltstransparenz

    Während sich der Markt leicht entspannt, steht ein gesetzlicher Paukenschlag bevor: Bis zum 7. Juni 2026 muss die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Sie soll die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern schließen und bringt verbindliche Pflichten für Arbeitgeber.

    Künftig müssen Gehaltsspannen in Stellenanzeigen stehen. Mitarbeiter erhalten ein Auskunftsrecht über durchschnittliche Vergütungen für vergleichbare Tätigkeiten. Unternehmen mit über 100 Angestellten müssen regelmäßig über ihre Lohnstruktur berichten. Die gravierendste Änderung ist die Beweislastumkehr bei Verdacht auf Diskriminierung. Künftig muss der Arbeitgeber die Fairness der Bezahlung nachweisen. Das stellt eine deutliche Verschärfung gegenüber dem bisherigen, wenig genutzten deutschen Gesetz dar.

    Was Mitarbeiter 2026 wirklich wollen

    Ein konkurrenzfähiges Gehalt bleibt wichtig, ist aber kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Die Erwartungen der Arbeitnehmer haben sich gewandelt. Flexible Arbeitsmodelle und gezielte Weiterbildung stehen ganz oben auf der Wunschliste. Sie gelten als unverzichtbarer Teil des Gesamtpakets.

    Die reinen Gehaltsbudgets stabilisieren sich. Für 2026 planen Unternehmen mit durchschnittlichen Erhöhungen von 3,4 bis 3,5 Prozent. Da diese über der prognostizierten Inflationsrate liegen, entsteht finanzieller Spielraum. Diesen können Firmen nutzen, um in strategische Zusatzleistungen (Benefits) zu investieren. Dazu zählen betriebliche Altersvorsorge, Gesundheitsangebote oder flexible Mobilitätsbudgets.

    Anzeige

    Neben attraktiven Benefits ist die gezielte Förderung von Potenzialen ein entscheidender Hebel für die Mitarbeiterzufriedenheit. Erfahren Sie in diesem Praxisleitfaden, wie Sie Demotivatoren erkennen und echte Leistungsanreize für Ihr Team schaffen. Führungskräfte aufgepasst: So entfalten Ihre Mitarbeitenden ihr volles Potenzial

    Strategische Vergütung wird zur Pflicht

    Die aktuelle Marktlage bietet ein strategisches Zeitfenster. Der nachlassende gesamtwirtschaftliche Druck erlaubt es Personalabteilungen, den Fokus von der Krisenbewältigung auf nachhaltige Vergütungssysteme zu legen.

    Die Vorbereitung auf die EU-Richtlinie sollte nicht als administrative Last, sondern als Chance verstanden werden. Sie ermöglicht es, veraltete Gehaltsstrukturen zu modernisieren und interne Lohngerechtigkeit herzustellen. Ein Einheitsansatz ist nicht mehr zeitgemäß. Erfolgreiche Unternehmen setzen auf „Total Rewards“: eine faire Grundvergütung kombiniert mit einem flexiblen, individualisierbaren Paket an Zusatzleistungen.

    Unternehmen, die ihre Strategie jetzt nicht anpassen, riskieren rechtliche Konsequenzen und Nachteile im Wettbewerb um Talente. Gehaltstransparenz wird zum zentralen Faktor im Employer Branding. Die Zukunft der Vergütung liegt in fairer Bezahlung, strategischen Benefits und einer Kultur der Wertschätzung.


    (27.02.2026)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Als Österreich-Spezialist zum Rendezvous mit Harry Weygand: Audio-Spur zum Youtube-Ostermontag über ATX-Titel




     

    Bildnachweis

    1. Trading

    Aktien auf dem Radar:Rosenbauer, RBI, DO&CO, Semperit, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Porr, Amag, Andritz, AT&S, VIG, Uniqa, Palfinger, Polytec Group, Marinomed Biotech, OMV, Addiko Bank, Erste Group, Flughafen Wien, Lenzing, Mayr-Melnhof, RWT AG, Strabag, Wienerberger, BKS Bank Stamm, BTV AG, Oberbank AG Stamm, CA Immo, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria.


    Random Partner

    3 Banken Generali
    Die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. ist die gemeinsame Fondstochter der 3 Banken Gruppe (Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, BKS Bank AG) und der Generali Holding Vienna AG. Die Fonds-Gesellschaft verwaltet aktuell 8,65 Mrd. Euro - verteilt auf etwa 50 Publikumsfonds und 130 Spezial- bzw. Großanlegerfonds (Stand 06/17)

    >> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » ATX, OMV, AT&S: Österreichs Börse im Fokus der Charttechnik – und warum ...

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a.: Das überraschende Allzeithoch des ATX TR

    » ATX Total Return knackt erneut die Bestmarke – Wiener Börse glänzt mit 1...

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Addiko Bank, CTS Eventim, Polytec

    » Österreich-Depots: Weekend Bilanz (Depot Kommentar)

    » Börsegeschichte 10.4: Böhler-Uddeholm, UBM (Börse Geschichte) (BörseGesc...

    » Nachlese: Norbert Hofer Emerald Horizon (audio cd.at)

    » PIR-News: News zu Verbund, Addiko, Research zu Telekom Austria, neue Akt...

    » (Christian Drastil)

    » ATX leicht fester: Addiko-Übernahmekampf nimmt Fahrt auf, Verbund platzi...


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      BSN MA-Event Bajaj Mobility AG
      BSN MA-Event Bajaj Mobility AG
      #gabb #2078

      Featured Partner Video

      Wiener Börse Party #1125: ATX unverändert, heute ex starke Andritz-Dividende, RBI wird Big Player in Rumänien, CPI Europe stark

      Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...

      Books josefchladek.com

      Pierre Bost
      Photographies Modernes Présentées par Pierre Bost
      1927
      Librairie des arts Décoratifs

      Jack Davison
      13–15 November. Portraits: London
      2026
      Helions

      Gerhard Puhlmann
      Die Stalinallee
      1953
      Verlag der Nation

      Tehching Hsieh
      One Year Performance 1978–1979
      2025
      Void

      Richard Avedon
      Nothing Personal
      1964
      Atheneum Publishers