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ATX-Trends: RBI, AT&S, Verbund, Erste Group, Andritz ...

04.11.2022, 8470 Zeichen

Aus den Morning News der Wiener Privatbank: Für den heimischen Markt ging es gestern nach unten, durch das überwiegend schwache europäische Umfeld musste der ATX mit einem Abschlag von 0,7% aus dem Handel gehen. Das Geschehen in Wien wurde gestern von der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison geprägt, die für deutliche Kursbewegungen bei den einzelnen Titeln sorgte. Die Raiffeisen Bank International konnte nach der Zahlenvorlage zunächst klar zulegen und handelte mehr als fünf Prozent im Plus, dann schmolzen die Zuwächse aber wieder und am Ende kam es zu einem kleinen Abschlag von 0,1%, insgesamt war das Ergebnis außergewöhnlich stark und deutlich über den Erwartungen, der Konzerngewinne konnte um erstaunliche 146 Prozent gesteigert werden. Etwas besser lief es für die beiden anderen großen Banken, die Bawag konnte einen Zuwachs von 0,6% erzielen, für die Erste Group ging es um 0,2% nach oben.

Einen Abschlag von 9,0% gab es für AT&S, der Leiterplattenhersteller hat in einem Geschäftshalbjahr erstmals mehr als eine Milliarde Umsatz gemacht, das Unternehmen berichtete einem Umsatz- und Ergebnisrekord, erwartet im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres allerdings eine Eintrübung, was die Kauflust der Investoren empfindlich dämpfte. Auch der Verbund reagierte mit einem deutlichen Minus von 6,1% auf die Ergebnisvorlage, der Energieversorger verdiente in den ersten drei Quartalen mehr, erwartet aber nun für heuer weniger Gewinn als zuletzt angenommen, die schlechte Wasserführung im dritten Quartal sowie die EU-Maßnahmen zur Gewinnabschöpfung bei Energieunternehmen führten zu einer Anpassung des Ergebnisausblicks. Um 1,7% ging es für Lenzing nach unten, der Faserhersteller hat in den ersten drei Quartalen 2022 wegen der höheren Faserpreise seinen Umsatz um 24 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro gesteigert, der Periodengewinn ist aber vor allem wegen der drastisch gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise um ein Drittel auf 74,9 Millionen Euro eingebrochen. Einen Zuwachs von 4,3% gab es für Mayr-Melnhof, der Kartonhersteller hat seinen Umsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres deutlich gesteigert. Stärkster Titel des gestrigen Handels war Marinomed mit einem Zuwachs von 4,4%, auch voestalpine war gut nachgefragt und konnte um 3,6% vorrücken.

Voestalpine

Der Vorstand der voestalpine AG hat heute beschlossen, von der in der Hauptversammlung vom 7. Juli 2021 erteilten Ermächtigung zum Aktienrückkauf Gebrauch zu machen und hat folgendes Rückkaufprogramm beschlossen. Beabsichtigt ist der Rückerwerb von bis zu 10.000.000 Stück Stammaktien der voestalpine AG, das entspricht einem Anteil am gesamten Grundkapital von ca. 5,6%. Der Beginn des Rückkaufprogramms ist der 10. November 2022, die voraussichtliche Dauer bis 10. Juli 2023. Der niedrigste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht mehr als 20% unter, der höchste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht mehr als 10 % über dem durchschnittlichen Börseschlusskurs der letzten drei Börsetage vor Erwerb der Aktien liegen.

Erste Group

Die Erste Group präsentierte heute ihre Ergebnisse zum Q3/22, die über den Erwartungen lagen. Der Zinsüberschuss erhöhte sich auf €1.548,2 Mio. (+26,8% YoY). Bedingt durch anhaltendes Kreditwachstum und Zinserhöhungen, stieg der Zinsüberschuss in fast allen Märkten, vor allem in Tschechien, Ungarn und Rumänien. Der Provisionsüberschuss stieg auf €615,1 Mio. (+4,0% YoY). Anstiege gab es in Ungarn, Kroatien, Rumänien und Österreich, insbesondere im Zahlungsverkehr sowie im Wertpapiergeschäft. Die Betriebserträge stiegen insgesamt um 9,2% YoY auf €2.124,0 Mio. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich auf €1.096,0 Mio. (+4,4%; EUR 1.050,1 Mio). Der Personalaufwand stieg auf €672,5 Mio. (+6,3% YoY;). Der Sachaufwand stieg auf €285,7 Mio. (+7,7% YoY), wodurch die gesamten Betriebssaufwendungen um 5,6% sauf €1.096,0 Mio. stiegen. Die Kosten-Ertrags-Relation lag bei 51,6% (49,8%). Das Ergebnis aus Wertminderungen von Finanzinstrumenten verschlechterte sich vor allem aufgrund der Berücksichtigung von Expertenschätzungen bei energieintensiven Branchen auf €-184,3 Mio. (Vj.: +€31,3 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern sank infolge der deutlich gestiegenen Risikokosten auf €754,9 Mio. (-10,9% YoY). Das den Eigentümern des Mutterkonzerns zuzurechnende Periodenergebnis verringerte sich, bedingt durch höhere Wertminderungen von Finanzinstrumenten, auf €510,0 Mio. (-4,4% YoY). Die NPL-Quote bezogen auf Bruttokundenkredite verbesserte sich erneut und liegt mit 2,0% (2,4%) auf dem historischen Bestwert seit Börsengang. Die NPL-Deckungsquote (ohne Sicherheiten) lag bei 96,8% (90.9%). Das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenergebnis ging auf €510,0 Mio. (€688,2 Mio.) zurück. Die Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote, final) belief sich auf 13,8% (14,5%), die Gesamtkapitalquote auf 17,9% (19,1%). Das Unternehmen plant für das Geschäftsjahr 2022 weiterhin mit der Ausschüttung einer Dividende von €1,90/Aktie. Die Erste Group erwartet für 2022 ein Nettokreditwachstum von mehr als 10% und für 2023 rund 5%. Mit Unterstützung durch die deutlich stärker als erwartet angehobenen Leitzinsen in CEE sowie eine Normalisierung der Leitzinsen der EZB sollte diese Entwicklung den Zinsüberschuss 2022 um etwa 20% und 2023 um rund 10% steigen lassen. Bei der zweiten wichtigen Einkommenskomponente – dem Provisionsüberschuss – wird nach der außerordentlich guten Entwicklung im Jahr 2021 für 2022 ein Anstieg um etwa 6% und 2023 von rund 5% prognostiziert. Wie schon 2021, sollten positive Impulse wieder vom Zahlungsverkehrsgeschäft und dem Wertpapiergeschäft ausgehen. Die Betriebsaufwendungen sollten mit etwa 6% im Jahr 2022 und 7-8% 2023 weniger stark als die Betriebserträge steigen. Damit wird 2022 bereits früher als geplant (2024) eine Kosten-Ertrags-Relation (CIR) von unter 55% erreicht werden. Die Erste Group setzt sich daher mit ca. 52% für 2024 einehrgeizigeres CIR-Ziel.Die Erste Group strebt für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 eine Eigenkapitalrendite (ROTE) von rund 14% bzw. 13 bis 15% an.

Q3/22: Betriebserträge: €2.124,0 Mio. (2094,4e); Betriebsergebnis: 1.028,1 Mio. (989,9e); Ergebnis vor Steuern: €1.049,2 Mio. (769,7,4e); Periodenergebnis (nach Minderheiten): €510,0 Mio. (496,3e)

Andritz

Der heimische Maschinenproduzent Andritz veröffentlichte heute seine Ergebnisse zum Q3/22, die über den Erwartungen lagen. Der Auftragseingang der Gruppe entwickelte sich auch im 3. Quartal 2022 sehr erfreulich und war mit €2.683,4 Mio. fast doppelt so hoch wie der Vorjahresvergleichswert (Q3/21: €1.461,0 Mio.). Damit lag der Auftragseingang im Berichtsquartal schon das vierte Quartal in Folge über €2 Mrd. Alle vier Geschäftsbereiche konnten den Auftragseingang im Quartalsvergleich deutlich steigern. Der Auftragsstand per 30. September 2022 erreichte mit €10.822,2 Mio. einen historischen Höchstwert (+32,5% gegenüber ultimo 2021: €8.165,8 Mio.). Der Umsatz im 3. Quartal 2022 erreichte €1.890,8 Mio. und lag damit deutlich über dem Vorjahresvergleichswert (Q3/21: €1.521,5 Mio.). Alle vier Geschäftsbereiche verzeichneten im Jahresvergleich deutliche Umsatzanstiege. Der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2022 lag mit €5.207,8 Mio. ebenfalls signifikant über dem Niveau des Vorjahresvergleichswerts (+14,5% gegenüber Q1-Q3/21: €4.548,5 Mio.). Das EBITA im 3. Quartal 2022 lag mit €152,6 Mio. deutlich über dem Vorjahresvergleichswert (Q3/21: €127,3 Mio.). Das EBITA in den ersten drei Quartalen 2022 betrug €425,8 Mio. (+16,7% gegenüber Q1-Q3/21: €365,0 Mio.). Die Rentabilität (EBITA-Marge) war mit 8,2% höher als im Vorjahresvergleichszeitraum (EBITA-Marge Q1-Q3/21: 8,0%). Das Konzernergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) im 3. Quartal 2022 erhöhte sich deutlich auf €100,8 Mio. (Q3/21: €76,2 Mio.). In den ersten drei Quartalen 2022 betrug das Konzernergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) 268,0 MEUR (Q1-Q3 2021: 212,9 MEUR) und lag damit um 25,9% über dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr 2022 bestätigt ANDRITZ deshalb die anlässlich der Bekanntgabe der Ergebnisse für das 1. Quartal 2022 veröffentlichte Finanz-Guidance und erwartet aus heutiger Sicht sowohl bei Umsatz als auch EBITA und Konzernergebnis einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr

Q3/22: Umsatz: €1.890,8 Mio. (1.736,1e), EBITDA: €194,9 Mio. (182,9e), EBITA: €152,6 Mio. (137,9e), EBIT: €136,2 Mio. (124,4e), Konzernergebnis (exkl. Minderheiten): €100,8 Mio. (85,2e) 


(04.11.2022)

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    Die Erste Group präsentierte heute ihre Ergebnisse zum Q3/22, die über den Erwartungen lagen. Der Zinsüberschuss erhöhte sich auf €1.548,2 Mio. (+26,8% YoY). Bedingt durch anhaltendes Kreditwachstum und Zinserhöhungen, stieg der Zinsüberschuss in fast allen Märkten, vor allem in Tschechien, Ungarn und Rumänien. Der Provisionsüberschuss stieg auf €615,1 Mio. (+4,0% YoY). Anstiege gab es in Ungarn, Kroatien, Rumänien und Österreich, insbesondere im Zahlungsverkehr sowie im Wertpapiergeschäft. Die Betriebserträge stiegen insgesamt um 9,2% YoY auf €2.124,0 Mio. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich auf €1.096,0 Mio. (+4,4%; EUR 1.050,1 Mio). Der Personalaufwand stieg auf €672,5 Mio. (+6,3% YoY;). Der Sachaufwand stieg auf €285,7 Mio. (+7,7% YoY), wodurch die gesamten Betriebssaufwendungen um 5,6% sauf €1.096,0 Mio. stiegen. Die Kosten-Ertrags-Relation lag bei 51,6% (49,8%). Das Ergebnis aus Wertminderungen von Finanzinstrumenten verschlechterte sich vor allem aufgrund der Berücksichtigung von Expertenschätzungen bei energieintensiven Branchen auf €-184,3 Mio. (Vj.: +€31,3 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern sank infolge der deutlich gestiegenen Risikokosten auf €754,9 Mio. (-10,9% YoY). Das den Eigentümern des Mutterkonzerns zuzurechnende Periodenergebnis verringerte sich, bedingt durch höhere Wertminderungen von Finanzinstrumenten, auf €510,0 Mio. (-4,4% YoY). Die NPL-Quote bezogen auf Bruttokundenkredite verbesserte sich erneut und liegt mit 2,0% (2,4%) auf dem historischen Bestwert seit Börsengang. Die NPL-Deckungsquote (ohne Sicherheiten) lag bei 96,8% (90.9%). Das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenergebnis ging auf €510,0 Mio. (€688,2 Mio.) zurück. Die Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote, final) belief sich auf 13,8% (14,5%), die Gesamtkapitalquote auf 17,9% (19,1%). Das Unternehmen plant für das Geschäftsjahr 2022 weiterhin mit der Ausschüttung einer Dividende von €1,90/Aktie. Die Erste Group erwartet für 2022 ein Nettokreditwachstum von mehr als 10% und für 2023 rund 5%. Mit Unterstützung durch die deutlich stärker als erwartet angehobenen Leitzinsen in CEE sowie eine Normalisierung der Leitzinsen der EZB sollte diese Entwicklung den Zinsüberschuss 2022 um etwa 20% und 2023 um rund 10% steigen lassen. Bei der zweiten wichtigen Einkommenskomponente – dem Provisionsüberschuss – wird nach der außerordentlich guten Entwicklung im Jahr 2021 für 2022 ein Anstieg um etwa 6% und 2023 von rund 5% prognostiziert. Wie schon 2021, sollten positive Impulse wieder vom Zahlungsverkehrsgeschäft und dem Wertpapiergeschäft ausgehen. Die Betriebsaufwendungen sollten mit etwa 6% im Jahr 2022 und 7-8% 2023 weniger stark als die Betriebserträge steigen. Damit wird 2022 bereits früher als geplant (2024) eine Kosten-Ertrags-Relation (CIR) von unter 55% erreicht werden. Die Erste Group setzt sich daher mit ca. 52% für 2024 einehrgeizigeres CIR-Ziel.Die Erste Group strebt für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 eine Eigenkapitalrendite (ROTE) von rund 14% bzw. 13 bis 15% an.

    Q3/22: Betriebserträge: €2.124,0 Mio. (2094,4e); Betriebsergebnis: 1.028,1 Mio. (989,9e); Ergebnis vor Steuern: €1.049,2 Mio. (769,7,4e); Periodenergebnis (nach Minderheiten): €510,0 Mio. (496,3e)

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    Q3/22: Umsatz: €1.890,8 Mio. (1.736,1e), EBITDA: €194,9 Mio. (182,9e), EBITA: €152,6 Mio. (137,9e), EBIT: €136,2 Mio. (124,4e), Konzernergebnis (exkl. Minderheiten): €100,8 Mio. (85,2e) 


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