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ATX-Trends: Verbund, Wienerberger, Addiko, Warimpex, Agrana ...

02.09.2022, 2581 Zeichen

Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit deutlichen Verlusten geschlossen, der ATX startete sehr schwach in den September und endete mit einem Rückgang von 3,1%. Nach wie vor beherrschen die Zinsängste das Geschehen, aufgrund der rekordhohen Inflation im Euroraum steuert die EZB in der kommenden Woche mit einer voraussichtlich starken Leitzinserhöhung gegen die Preisentwicklung an, und dies könnte sich auf die Wirtschaftsentwicklung negativ auswirken, befürchten die Investoren. Positive Konjunkturnachrichten aus Österreich konnten die Aktienkurse nicht unterstützen, die österreichische Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 6,0 Prozent gewachsen. Damit lag die Wirtschaftsleistung 1,5 Prozent über jener des ersten Quartals und 3,8 Prozent über dem Vergleichsquartal des Jahres 2019, also vor der Corona-Pandemie. Am österreichischen Aktienmarkt blieb die Meldungslage auf Unternehmensebene dünn, die Kursverluste gingen quer durch die Branchen.

Die deutlichsten Abgaben gab es einmal mehr für den Verbund, der Versorger rutschte gleich um 7,9% nach unten. Verkauft wurde auch Wienerberger, für den Ziegelhersteller gab es einen Rückgang von 4,5%. Schwach waren auch die großen heimischen Banken nach den Zuwächsen der letzten Tage, für die Bawag gab es einen Abschlag von 1,0%, die Erste Group musste um 2,6% tiefer schliessen und Raiffeisen Bank International ging mit einem Rückgang von 3,5% aus dem Handel. Gegen den Trend zulegen konnte die kleinere Addiko Bank, für die es um 1,0% nach oben ging. Auch die Ölwerte mussten nachgeben, OMV musste 2,2% schwächer schliessen, Schoeller-Bleckmann verzeichnete ein Minus von 1,3%. An die Spitze der Kursübersicht konnte sich Semperit setzen, der Gummihersteller konnte dem schwachen Umfeld Paroli bieten und einen Zugewinn von 3,1% erzielen. Auch Warimpex war gut nachgefragt, für das Immobilienunternehmen ging es um 2,7% nach oben. Ebenfalls zu den Gewinnern zählten Agrana und Rosenbauer, für den Zuckerproduzenten und den Feuerwehrausrüster brachte der Handel eine Verbesserung von 1,9% beziehungsweise von 1,2%.

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