31.01.2022, 2665 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: In Wien ging es nach unten, der ATX erzielte ein Minus von 0,7% und beendete dadurch die dreitägige Gewinnserie, aber im Gleichschritt mit den großen europäischen Börsen gab es auch hier gegen Ende eine deutliche Erholung. Auf Wochensicht gesehen bedeutete das aber immerhin eine Verbesserung von knapp 1,0%. Enttäuschende Konjunkturdaten fügten sich in das schwache Bild. Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hatte sich im Januar überraschend eingetrübt, nach dem deutlichen Rückgang im Vormonat verschlechterte sich erneut die Stimmung im Dienstleistungssektor. Aber auch in der Industrie, in der Bauwirtschaft und bei den Verbrauchern trübte sich die Stimmung ein, im Einzelhandel verbesserte sie sich etwas. Ansonsten blieb es meldungsseitig wieder einmal sehr ruhig, einzig von Analysten kamen neue Studien, die Erste Group hat das Kursziel für Raiffeisen Bank International im Rahmen einer Sektorstudie zu CEE Banken von 24,0 Euro auf 34,0 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt, zudem wird die Aktie als „top pick“ gelistet, für den Titel ging es dennoch um 2,1% nach unten. In der selben Studie wurde die Einstufung für die Addiko Bank unverändert bei „Accumulate“ belassen, ebenso wie das Kursziel von 15,5 Euro, diese Aktie rutschte um 3,1% nach unten. Auch die beiden anderen Banken waren schwach, die Erste Group musste um 1,6% nachgeben, lediglich die Bawag konnte gegen Handelsende ins Plus drehen und mit einem Plus von 0,1% schliessen. Die Berenberg Bank senkte des Kursziel für Palfinger von 43,0 Euro auf 37,0 Euro, die Aktie wird aber weiter als „Buy“ eingestuft, der Kranhersteller musste leicht um 0,2% tiefer schliessen.
Bei Rosenbauer gab es einen Rückgang von 1,8%, der Feuerwehrausrüster sieht sich mit einer unerwarteten Steuerverbindlichkeit in Höhe von rund 5 Millionen Euro konfrontiert, diese geht auf eine Steuerfahndungsprüfung gegen den ehemaligen Geschäftsführer eines Tochterunternehmens von Rosenbauer zurück, die Verbindlichkeit bezieht sich auf eine Zeit, als das betroffene Unternehmen noch nicht im Eigentum von Rosenbauer stand. Bei Frequentis geht das Auf und Ab munter weiter, zum Wochenausklang war die Aktie mit einem Minus von 4,5% wieder einmal der schwächste Titel des Handels. An die Spitze der Kursübersicht konnte sich die Österreichische Post setzen, das Logistikunternehmen schaffte einen Anstieg von 1,2%, auch S Immo und Immofinanz waren gesucht, für die beiden Titel ging es jeweils um 1,1% nach oben. Am Mittwoch wird die Raiffeisen Bank International vorläufige Geschäftszahlen veröffentlichen, am Donnerstag präsentieren OMV und AT&S ihre Ergebnisse.
Wiener Börse Party #1184: ATX schwächer, Palfinger darf FACC-Fan sein, Respekt Addiko und die NLB-Argumente werden immer besser
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Aktien auf dem Radar:AT&S, Strabag, Lenzing, EuroTeleSites AG, Semperit, Amag, FACC, Uniqa, Mayr-Melnhof, Palfinger, Zumtobel, Erste Group, EVN, SBO, Österreichische Post, Flughafen Wien, Frequentis, Gurktaler AG Stamm, Polytec Group, VIG, BTV AG, BKS Bank Stamm, Marinomed Biotech, CPI Europe AG, Telekom Austria, UBM, MTU Aero Engines, Rheinmetall, Home Depot, Symrise, Bayer.
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