05.11.2021, 4817 Zeichen
Die Wiener Börse hat am Donnerstag den Handel etwas höher beendet, der heimische Leitindex konnte sich um 0,4% steigern. Unter den Einzelwerten stand AT&S im Mittelpunkt des Interesses, der Leiterplattenhersteller hatte vor Börsenstart überraschend gute Ergebnisse für das abgelaufene Quartal vorgelegt, die Erwartungen wurden sowohl bezüglich Umsatz als auch bezüglich Gewinn übertroffen, die Aktie konnte um 9,7% nach oben springen. Nach der Zahlenvorlage vom Vortag, die eigentlich relativ gut aufgenommen worden war und für einen Kurszuwachs gesorgt hatte, musste die Addiko Bank gestern überraschend deutlich nachgeben, die Aktie endete mit einem Minus von 5,5%. Ähnlich das Bild auch bei Raiffeisen, nach dem starken Vortagesgewinn waren aber Gewinnmitnahmen nicht verwunderlich, der Titel endete 2,5% tiefer. Die Bawag konnte der europaweiten Sektorschwäche trotzen und gestern um 1,3% zulegen, bei der Erste Group kam es hingegen zu einem Rückgang von 1,1%, obwohl die Deutsche Bank das Kursziel von 42,0 Euro auf 44,0 Euro nach oben gesetzt und gleichzeitig die Kaufempfehlung bestätigt hatte. Ergebnisse präsentierte gestern auch der Verbund, ein höheres Strom-Großhandelspreisniveau durch teurere Primärenergieträger und CO2-Zertifikate haben dem Unternehmen bis September zu einem kräftigen Gewinnanstieg verholfen, die Investoren reagierten auf diese Neuigkeiten aber eher verhalten, es kam lediglich zu einem Anstieg von 0,2%. Ein starkes Plus von 5,4% verzeichnete CA Immo, der Mehrheitsaktionär Starwood, der rund 57 Prozent an dem Unternehmen hält, verlangt jetzt eine Sonderdividende von 5,0 Euro je Aktie, das lockte viele Investoren an. Andritz gab den Eingang eines Großauftrages bekannt, der Anlagenbauer hat von einem internationalen Zellstoff-und Papierproduzenten einen Auftrag im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erhalten, für den Titel bedeutete das einen Zuwachs von 3,1%. Die Berenberg Bank bestätigte sowohl die „Hold“-Empfehlung als auch das Kursziel von 120,0 Euro für Lenzing nach der Ergebnispräsentation vom Vortag, für den Titel ging es gestern aber 1,7% nach unten. Einen schwachen Tag hatte Porr, der Baukonzern musste 2,2% nachgeben, gesucht war hingegen Semperit, für den Gummikonzern gab es eine Verbesserung von 2,8%, auch Do & Co war unter den Gewinnern, das Cateringunternehmen konnte um 2,7% vorrücken.
Unternehmensnachrichten
Andritz
Der heimische Maschinenproduzent Andritz veröffentlichte heute seine Ergebnisse zum Q3/21, die den Erwartungen entsprachen. Der Auftragseingang erreichte im Q3/21 mit €1.461,0 Mio. ein zufriedenstellendes Niveau, er lag jedoch um 14,5% unter dem hohen Vorjahresvergleichsquartal (Q3/20: €1.708,0 Mio.), das u.a. zwei Großaufträge aus Nordamerika bzw. Asien für den Geschäftsbereich Hydro beinhaltete. Der Auftragsstand per 30. September 2021 betrug €7.341,9 Mio. und erhöhte sich damit im Vergleich zum 31. Dezember 2020 (+8,4% gegenüber ultimo 2020: €6.774,0 Mio.). Der Umsatz im 3. Quartal 2021 erreichte €1.521,5 Mio. und lag damit deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert (Q3/20: €1.669,7 Mio.). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den Geschäftsbereich Pulp & Paper zurückzuführen, der im Vorjahresvergleichsquartal einige größere und stark umsatzwirksame Großaufträge abwickelte. Das EBITA lag mit €127,3 Mio. deutlich über dem Vorjahresvergleichswert (Q3/20: €104,2 Mio.), der Sondereffekte von €26 Mio. für kapazitive Anpassungen in den Bereichen Metals Forming und Hydro enthielt. Die Rentabilität (EBITA-Marge) erreicht mit 8,4% ein sehr gutes Niveau (EBITA-Marge Q3/20: 6,2%). Das Konzernergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen erhöhte sich deutlich auf €76,2 Mio. (Q3/20: €52,4 Mio.). Für das Gesamtjahr 2021 erwartet ANDRITZ unverändert einen deutlichen Anstieg des berichteten EBITA im Vergleich zum Vorjahr und rechnet mit einer Rentabilität (EBITA-Marge berichtet) von rund 8% (EBITA-Marge berichtet 2020: 5,8%). Beim Umsatz des Gesamtjahres 2021 wird mit einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr gerechnet.
Q3/21: Umsatz: €1.521,5 Mio. (1.587e), EBITDA: €166,9 Mio. (167,7e), EBITA: €127,3 Mio. (127,0e), Konzernergebnis (exkl. Minderheiten): €76,2 Mio. (76,6e)
Erste Group
Die spanische Caixabank hat sich von ihrer gesamten Beteiligung an der österreichischen Erste Group getrennt. Wie die Bank mitteilte, hat sie mit dem Verkauf des 9,92% Anteils €1,5 Mrd. erlöst. Der Verkauf werde sich mit brutto €54 Mio. positiv auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirken. Die harte Kernkapitalquote werde sich um 16 Basispunkte verbessern. Caixabank hat Anteile von 5,42% für €38/Aktie über eine Aktienplatzierung verkauft. Die übrigen 4,5% wurden über ein Settlement von Equity Swaps abgestoßen. Die spanische Bank hatte im Oktober mitgeteilt, einen Verkauf seines Erste-Group-Anteils zu erwägen.
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Austria Technologie & Systemtechnik AG (AT&S) ist europäischer Marktführer und weltweit einer der führenden Hersteller von Leiterplatten und IC-Substraten. Mit 9.526 Mitarbeitern entwickelt und produziert AT&S an sechs Produktionsstandorten in Österreich, Indien, China und Korea und ist mit einem Vertriebsnetzwerk in Europa, Asien und Nordamerika präsent. (Stand 06/17)
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