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Derweil eskaliert der US-chinesische Dauerzwist weiter ... (Willibald Katzenschlager, LLB Österreich)

Das Wochenende hielt einige Überraschungen für mich bereit - so konnte ich in einem öffentlichen Freibad feststellen, dass es in Österreich eine bisher unbekannte Elefantenspezies geben muss, deren Babies nur die Größe einer Spitzmaus erreichen - daher ist die kaum veränderte Gemengelage an den Märkten eigentlich eine Wohltat. Der US-Dollar konnte seinen Abwärtstrend nun stoppen, auch wenn sich Demokraten und Republikaner im US-Kongress nach wie vor in ihren Stellungen eingegraben haben und keine Einigung für ein Corona-Hilfspaket in Sichtweite ist. Doch halt! "Super-Donald" trat auf den Plan und unterzeichnete medienwirksam einige Verordnungen, die die wichtigsten Notfallshilfen wieder in Kraft setzten und einen Sturz von der "fiskalischen Klippe" somit zumindest verzögerten. Ob Nancy Pelosi hier dem POTUS in die Wahlkampffalle getappt ist? Große Zustimmung an den Devisenmärkten blieb mangels Nachhaltigkeit und Ausmaß der Maßnahmen jedoch aus, in Verbindung mit einem weniger schwach als erwartet ausgefallenem Arbeitsmarktbericht reicht es aber für eine Stabilisierung des Greenbacks. Die Börsen schlossen die Woche uneinheitlich ab, beim Nasdaq wurde - entgegen dem US-Trend - jedenfalls schon einmal ordentlich Kasse gemacht.

Während die Börsen in Tokio und in Singapur wegen Feiertagen geschlossen bleiben, setzt sich heute an den übrigen Plätzen der Region kein einheitlicher Trend durch. In den USA ist der erhoffte Befreiungsschlag um eine Verlängerung der Coronahilfen am Wochenende ausgeblieben. Die Verhandlungen im US-Kongress sind endgültig gescheitert. Allerdings hat US-Präsident Donald Trump per Dekret eine Reihe von Hilfsmaßnahmen angeordnet – unter anderem eine wöchentliche Unterstützungszahlung an Arbeitslose. Die fällt aber deutlich niedriger aus als die bisher gezahlte Summe.

Derweil eskaliert der US-chinesische Dauerzwist weiter. China hat die US-Sanktionen gegen die Regierung in Hongkong scharf verurteilt. Die Maßnahmen seien "barbarisch und rüde", teilte das Verbindungsbüro der chinesischen Regierung in Hongkong mit. Die USA hatten zuvor Sanktionen wegen der Einschränkung der Selbstbestimmungsrechte der chinesischen Sonderverwaltungszone verhängt. Im Juli sind die chinesischen Erzeugerpreise dank einer Erholung der Nachfrage und der Rohstoffpreise langsamer gefallen. Gleichzeitig legten die Verbraucherpreise wegen höherer Nahrungsmittelpreise zu. Diese stiegen zum Teil auch wegen Überschwemmungen im Juli. Goldman Sachs spricht dennoch von einer schwachen Konsumentennachfrage.

Der Dow Jones Industrial hat am Ende einer guten Börsenwoche noch eine kleine Schippe draufgelegt. Der US-Leitindex drehte am Freitag im späten Handel ins Plus, während die beiden technologielastigen Nasdaq-Indizes unter Gewinnmitnahmen litten. Sie waren in den vergangenen Tagen von Rekord zu Rekord geeilt. Ein starker Arbeitsmarktbericht hatte im Handelsverlauf zunächst für etwas Erleichterung gesorgt, doch dann überwog insgesamt die Vorsicht angesichts des jüngst wieder aufgeflammten Streits zwischen den USA und China.

Im frühen Montagshandel profitierte der Ölpreis von der Ankündigung Iraks, die Ölförderung um 400.000 Barrel pro Tag zu kürzen. Der am Freitagabend veröffentlichte Wochenbericht von Baker Hughes über die nordamerikanischen Bohraktivitäten wies zudem einen leichten Rückgang aus. So hat sich in den USA die Zahl der Öl-Bohranlagen von 180 auf 176 reduziert, was auf sinkendes Angebot hindeutet.

(10.08.2020)

Disclaimer:
Dieses Dokument dient ausschließlich Informationszwecken und berücksichtigt nicht die besonderen Umstände des Empfängers bzw. Lesers. Es stellt keine Anlageberatung dar. Die Inhalte dieses Dokuments sind nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von in diesem Dokument genannten Wertpapieren beabsichtigt und dienen nicht als Grundlage oder Teil eines Vertrages oder einer Verpflichtung irgendeiner Art. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stammen aus Quellen, die von dem Verfasser als zuverlässig und korrekt erachtet werden. Der Verfasser sowie die Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG übernehmen keine Garantie oder Gewährleistung im Hinblick auf Richtigkeit, Genauigkeit, Vollständigkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck. Insbesondere behalten sich der Verfasser sowie die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG Satz- und Druckfehler sowie Irrtümer vor. Alle Meinungen oder Einschätzungen geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen spiegeln jene des Verfassers und nicht zwangsläufig auch die Meinungen der Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG wieder. Die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG ist nicht dazu verpflichtet dieses Dokument zu aktualisieren, abzuändern oder zu ergänzen oder deren Empfänger bzw. Leser auf andere Weise zu informieren, wenn sich ein in diesem Dokument genannter Umstand oder eine darin enthaltene Stellungnahme oder Schätzung ändert oder unzutreffend wird. Die in der Vergangenheit gezeigte Kursentwicklung von Finanzinstrumenten erlaubt keine verlässliche Aussage über deren zukünftigen Verlauf. Eine Gewähr für den positiven Anlageertrag einer in diesem Dokument beschriebenen Einschätzung kann daher weder von dem Verfasser noch von der Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG übernommen werden.



 

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