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ATX-Trends: Valneva, ams, EVN, Bawag, Immofinanz, OMV ...

Optimistisch haben sich die Anleger zum Beginn der Woche an Europas Börsen gezeigt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte am Montag um 0,6% nach oben, nicht ganz so positiv waren die Anleger in London eingestellt, hier gab es nur ein Plus von 0,2%. Die Entscheidung des britischen Unterhauses über den neuen Brexit-Deal von Premierminister Boris Johnson verzögert sich weiter, Parlamentspräsident John Bercow ließ am Montagnachmittag eine Abstimmung im Unterhaus in London nicht zu. Er begründete seine Ablehnung damit, dass der Entwurf der Regierung im Inhalt der gleiche wie der vom Samstag sei, jetzt wird über den Gesetzesentwurf abgestimmt, in den der Deal gegossen wird, Abänderungsanträge werden mit großer Wahrscheinlichkeit angenommen. In Frankreich konnte der Index ebenfalls 0,2% stärker schliessen, dort konnten sich die Aktien von Renault nach dem Einbruch am Freitag stabilisieren und ein Plus von 1,1% erzielen. Der zweite große Verlierer des Freitags, Danone, gab zunächst weiter ab, dann kam es auch hier zu einer Erholung und einem 0,2% höheren Schlusskurs. Im Vergleich zu den anderen Märkten deutlich besser war die Börse in Deutschland, hier gab es einen Zuwachs von 0,9%.

Besonders gesucht in ganz Europa waren Titel aus der Finanzbranche dank der fortdauernden Erholung der Zinsen, besonders die spanischen Institute waren gefragt, BBVA und Banco Santander waren mit einem Plus von knapp 2,5% unter den stärksten Werten zu finden. Noch besser lief es für die Commerzbank in Deutschland, hier kam es zu einem stolzen Anstieg von 5,3%. Der Zahlungsabwickler Wirecard will jetzt die immer wieder aufkeimenden Vorwürfe bezüglich der Bilanzierungspraxis mit einer Sonderprüfung endgültig ausräumen, die Anleger reagierten erfreut auf diese Meldung und brachten den Titel um 6,1% nach oben. Der Aufwärtstrend des Softwarekonzerns SAP setzte sich fort, nach den finalen Quartalszahlen konnte sich der Titel um 2,5% verbessern. Des Weiteren sorgte der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius bei den deutschen Nebenwerten für Aufsehen, nach starkem Wachstum im dritten Quartal und einer Erhöhung der Jahresziele durch das Unternehmen kam es zu einem Sprung von 8,7% nach oben. Beim Medienkonzern ProSiebenSat.1 kam es zum Einstieg des tschechischen Investors Daniel Kretinsky, dank dieser Meldung gab es für die Aktie einen Tagesgewinn von 4,6%.

Zu deutlichen Kursgewinnen kam es gestern an der heimischen Börse, der ATX war mit einem Plus von 1,2% deutlich besser als das europäische Umfeld. Auch in Wien wurden die Bankaktien stark nachgefragt und waren mit ein Grund für den klaren Anstieg, die Erste Group konnte sich um 3,5% verbessern, bei der Bawag gab es einen Anstieg von 2,9% und auch die Raiffeisen durfte sich über eine 1,9% höhere Schlussnotierung freuen. Zusätzlich waren noch andere Schwergewichte sehr stark, so kam es bei AT&S zu einem Plus von 2,7%, voestalpine gab mit einem Zuwachs von 2,7% ein deutliches Lebenszeichen und auch Do & Co konnte den jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen und einen weiteren Zuwachs von 2,5% erzielen. Deutlich schwächer als der Gesamtmarkt waren gestern die Ölpreise auf Grund der rückläufigen Rohölpreise, Schoeller-Bleckmann verzeichnete einen Rückgang von 0,4%, die OMV wurde gegen Schluss auch um 0,3% leichter gehandelt. Ebenfalls etwas hinter dem Gesamtmarkt zurückbleiben mussten die zuletzt starken Immobilientitel, CA Immo konnte sich um 0,6% verbessern, Immofinanz legte eher bescheidene 0,2% zu und bei der s Immo kam es zu einem Minus von 0,7%. Rosenbauer war gestern der Verlierer des Tages, der Feuerwehrausstatter musste um deutliche 5,3% abgeben. Und weiter sehr volatil bleibt Valneva , gestern ging es für den Impfstoffhersteller 4,9% nach unten.

In den USA herrschte zu Wochenbeginn ebenfalls eine klar optimistischere Stimmung, ausgelöst durch positive Kommentare von Chinas Chefunterhändler Liu He, der am Wochenende von substantiellen Fortschritten gesprochen hatte und dadurch neue Zuversicht bezüglich einer baldigen Lösung des Handelskonflikts brachte. Der Dow Jones konnte um 0,2% zulegen, der S&P 500 erreichte ein Plus von 0,7% und für den Nasdaq 100 ging es 0,9% nach oben. Auch in den USA waren Bankaktien sehr gesucht, so erreichte unter anderem JPMorgan ein Rekordhoch und konnte sich um 2,5% verbessern. Ebenfalls ein Rekordhoch erreichte Apple , ausgelöst durch eine deutliche Kurszielanhebung eines Analysten der US-Bank Raymond James, der vor allem viel Potential beim neuen i-Phone 11 sieht, schlussendlich endete die Aktie 1,7% höher als am Ende der Vorwoche. Boeing musste weiter abgeben, nach dem Kursrutsch vom Freitag auf Grund der Vorwürfe der Aufsichtsbehörde strichen sowohl UBS als auch Credit Suisse ihre Kaufempfehlungen, was den Luftfahrtkonzern weitere 3,8% nach unten brachte. Positiv aufgenommen wurden die Ergebnisse von Halliburton, den Investoren gefielen vor allem die erhöhten Ziele und die Pläne des Ölindustriedienstleisters, Wachstum ausserhalb der USA zu suchen, der Titel konnte ein stolzes Plus von 6,4% erzielen.

Weiter nachgeben mussten die Ölpreise, Brent beendete den Tag mit einem Abschlag von 0,8%, WTI erlitt ein Minus von 0,9%. Gold musste vor allem in der zweiten Tageshälfte auf Grund der allgemein erhöhten Risikofreude nachgeben und fiel auf einen Kurs von rund 1.485 US-Dollar. Der Euro handelte gegen den US-Dollar in vergleichsweise engen Bahnen, die Gemeinschaftswährung konnte die Zuwächse vom Freitag nicht ganz halten, das Währungspaar handelte am späten Abend bei einem Kurs von rund 1,115.
 

Vorbörslich sind die Märkte in Europa heute Dienstag leicht freundlicher indiziert. Die Börsen in Asien beenden den heutigen Handelstag ebenso mit leicht höheren Notierungen.  Auf Unternehmensseite gibt es Neuigkeiten zu AMS und EVN (siehe unten). Makroseitig steht in Europa heute die Handelsbilanz (ESP), in den USA die Wiederverkäufe Häuser für September 2019 im Fokus der Märkte.


UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

AMS
 
Der heimische Halbleiterhersteller AMS veröffentlichte heute seine Zahlen für das Q3/19, die deutlich über dem Bloomberg-Konsens lagen. Der Umsatz stieg um 57% gegenüber dem Vorquartal und um 41% gegenüber dem Vorjahresquartal und betrug $645,0 Mio.. Diese Ergebnisse wurden von umfangreiche Produkthochläufe optischer Lösungen im Consumer-Markt sowie positiver Trends im Smartphone-Markt getrieben. Das bereinigte EBIT lag bei $177,9 Mio., womit man das Vorjahresergebnis mehr als verdreifachen konnte. Das Nettoergebnis, bereinigt um die Wertänderung des Optionsbestandteils der Fremdwährungswandelanleihe, verbesserte sich auf $158,1 Mio. nach $17,8 Mio. im Vorjahr. ams hat am Freitag bekannt gegeben einen neuen Versuch zur Übernahme der OSRAM Licht zu starten. Die Mindestannahmeschwelle wurde dabei im Vergleich zum letzten Angebot von 62,5% auf 55% gesenkt. Für das Q4/19 erwartet ams eine starke Geschäftsentwicklung, zu der umfangreiche Programme im Consumer-Markt aufgrund positiver Smartphone-Volumina weiter sehr attraktiv beitragen werden. Basierend auf verfügbaren Informationen, erwartet ams für das Q4/19 einen Umsatz von $610-650 Mio., der anhaltende Stärke ausdrückt und eine Steigerung von 28% gegenüber dem Vorjahreszeitraum bezogen auf die Mitte der erwarteten Spanne bedeutet. Für die bereinigte operative (EBIT) Marge für das Q4 erwartet ams ein Niveau mindestens auf Höhe des Q3. Auf Basis dieses positiven Ausblicks erwartet ams, dass die Verschuldung ausgedrückt durch Nettoverschuldung/EBITDA für ams als alleinstehendes Unternehmen (ohne Effekte aus dem Erwerb von OSRAM-Aktien) zum Jahresende 2019 erheblich auf ein Niveau von 1,5x oder niedriger sinken wird.
 
Q3/2019: Umsatzerlöse: $645,0 Mio. (616,8e), EBIT: $177,9 Mio. (156,3e), Konzernergebnis: $158,1 Mio. (127,8e)
 
EVN
 
Der Vorstand der EVN AG erhöht den Ausblick für das Konzernergebnis des am 30. September 2019 zu Ende gegangenen Geschäftsjahres 2018/19 auf eine Größenordnung von rund €300 Mio.. Die Erhöhung des Ausblicks reflektiert dabei insbesondere die im Rahmen der laufenden Erstellung des Jahresabschlusses ermittelten unbaren Ergebniseffekte aus Werthaltigkeitsprüfungen im Ausmaß von insgesamt rund €125 Mio. nach Steuern. Diese Wertaufholungen ergeben sich aufgrund des gesunkenen Marktzinsniveaus sowie gestiegener Strompreiserwartungen und betreffen vor allem in der Vergangenheit wertgeminderte erneuerbare Erzeugungsanlagen sowie die Kundenstöcke in Bulgarien und Nordmazedonien.
 

(22.10.2019)



AMS
Akt. Indikation:  13.78 / 14.08
Uhrzeit:  12:06:16
Veränderung zu letztem SK:  1.38%
Letzter SK:  13.74 ( 1.78%)

Apple
Akt. Indikation:  323.65 / 326.90
Uhrzeit:  12:39:17
Veränderung zu letztem SK:  0.38%
Letzter SK:  324.05 ( 0.00%)

ATX
Akt. Indikation:  2282.80 / 2283.00
Uhrzeit:  13:29:59
Veränderung zu letztem SK:  0.45%
Letzter SK:  2272.78 ( -0.68%)

Banco Santander
Akt. Indikation:  2.21 / 2.23
Uhrzeit:  12:37:17
Veränderung zu letztem SK:  -0.31%
Letzter SK:  2.23 ( -2.54%)

Bawag
Akt. Indikation:  31.36 / 32.18
Uhrzeit:  12:06:16
Veränderung zu letztem SK:  -0.22%
Letzter SK:  31.84 ( -0.62%)

Boeing
Akt. Indikation:  159.76 / 161.38
Uhrzeit:  12:39:17
Veränderung zu letztem SK:  0.76%
Letzter SK:  159.36 ( 0.27%)

CA Immo
Akt. Indikation:  29.00 / 30.00
Uhrzeit:  12:06:16
Veränderung zu letztem SK:  -0.51%
Letzter SK:  29.65 ( 0.51%)

Commerzbank
Akt. Indikation:  4.20 / 4.21
Uhrzeit:  12:57:18
Veränderung zu letztem SK:  1.94%
Letzter SK:  4.13 ( -0.05%)

Credit Suisse
Akt. Indikation:  9.25 / 9.39
Uhrzeit:  12:38:17
Veränderung zu letztem SK:  -11.08%
Letzter SK:  10.49 ( -0.44%)

DOW
Akt. Indikation:  37.52 / 37.89
Uhrzeit:  12:39:17
Veränderung zu letztem SK:  -0.28%
Letzter SK:  37.81 ( 2.06%)

Dow Jones
Akt. Indikation:  25756.00 / 25756.00
Uhrzeit:  13:29:59
Veränderung zu letztem SK:  -0.28%
Letzter SK:  25827.36 ( 0.36%)

EVN
Akt. Indikation:  14.58 / 15.14
Uhrzeit:  12:37:17
Veränderung zu letztem SK:  -0.13%
Letzter SK:  14.88 ( 1.78%)

Gold
Akt. Indikation:  1774.81 / 1774.81
Uhrzeit:  19:59:49
Veränderung zu letztem SK:  0.05%
Letzter SK:  1773.99 ( 0.01%)

Immofinanz
Akt. Indikation:  15.04 / 15.44
Uhrzeit:  12:37:17
Veränderung zu letztem SK:  0.13%
Letzter SK:  15.22 ( 0.07%)

Nasdaq
Akt. Indikation:  10344.50 / 10344.50
Uhrzeit:  13:29:59
Veränderung zu letztem SK:  0.03%
Letzter SK:  10341.89 ( 0.61%)

OMV
Akt. Indikation:  29.10 / 29.82
Uhrzeit:  12:06:16
Veränderung zu letztem SK:  0.41%
Letzter SK:  29.34 ( -2.07%)

Osram Licht
Akt. Indikation:  42.10 / 42.30
Uhrzeit:  12:06:16
Veränderung zu letztem SK:  0.00%
Letzter SK:  42.20 ( 0.00%)

Rosenbauer
Akt. Indikation:  31.50 / 32.70
Uhrzeit:  12:37:17
Veränderung zu letztem SK:  0.00%
Letzter SK:  32.10 ( -5.59%)

S Immo
Akt. Indikation:  15.96 / 16.44
Uhrzeit:  12:37:17
Veränderung zu letztem SK:  -0.12%
Letzter SK:  16.22 ( -1.34%)

S&P 500
Akt. Indikation:  3125.75 / 3125.75
Uhrzeit:  13:29:59
Veränderung zu letztem SK:  -0.14%
Letzter SK:  3130.01 ( 0.45%)

SAP
Akt. Indikation:  127.42 / 127.70
Uhrzeit:  12:37:17
Veränderung zu letztem SK:  -0.02%
Letzter SK:  127.58 ( -0.06%)

Sartorius
Akt. Indikation:  300.80 / 302.20
Uhrzeit:  12:37:17
Veränderung zu letztem SK:  0.03%
Letzter SK:  301.40 ( 0.74%)

UBS
Akt. Indikation:  10.37 / 10.52
Uhrzeit:  12:38:17
Veränderung zu letztem SK:  -0.14%
Letzter SK:  10.46 ( -0.45%)

Valneva
Akt. Indikation:  4.63 / 4.87
Uhrzeit:  12:37:17
Veränderung zu letztem SK:  0.00%
Letzter SK:  4.75 ( 0.21%)

voestalpine
Akt. Indikation:  18.80 / 19.54
Uhrzeit:  11:04:14
Veränderung zu letztem SK:  0.00%
Letzter SK:  19.17 ( 0.03%)

Wirecard
Akt. Indikation:  3.30 / 3.40
Uhrzeit:  12:53:18
Veränderung zu letztem SK:  3.81%
Letzter SK:  3.23 ( 4.08%)



 

Bildnachweis

1.

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    ATX-Trends: Valneva, ams, EVN, Bawag, Immofinanz, OMV ...


    Optimistisch haben sich die Anleger zum Beginn der Woche an Europas Börsen gezeigt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte am Montag um 0,6% nach oben, nicht ganz so positiv waren die Anleger in London eingestellt, hier gab es nur ein Plus von 0,2%. Die Entscheidung des britischen Unterhauses über den neuen Brexit-Deal von Premierminister Boris Johnson verzögert sich weiter, Parlamentspräsident John Bercow ließ am Montagnachmittag eine Abstimmung im Unterhaus in London nicht zu. Er begründete seine Ablehnung damit, dass der Entwurf der Regierung im Inhalt der gleiche wie der vom Samstag sei, jetzt wird über den Gesetzesentwurf abgestimmt, in den der Deal gegossen wird, Abänderungsanträge werden mit großer Wahrscheinlichkeit angenommen. In Frankreich konnte der Index ebenfalls 0,2% stärker schliessen, dort konnten sich die Aktien von Renault nach dem Einbruch am Freitag stabilisieren und ein Plus von 1,1% erzielen. Der zweite große Verlierer des Freitags, Danone, gab zunächst weiter ab, dann kam es auch hier zu einer Erholung und einem 0,2% höheren Schlusskurs. Im Vergleich zu den anderen Märkten deutlich besser war die Börse in Deutschland, hier gab es einen Zuwachs von 0,9%.

    Besonders gesucht in ganz Europa waren Titel aus der Finanzbranche dank der fortdauernden Erholung der Zinsen, besonders die spanischen Institute waren gefragt, BBVA und Banco Santander waren mit einem Plus von knapp 2,5% unter den stärksten Werten zu finden. Noch besser lief es für die Commerzbank in Deutschland, hier kam es zu einem stolzen Anstieg von 5,3%. Der Zahlungsabwickler Wirecard will jetzt die immer wieder aufkeimenden Vorwürfe bezüglich der Bilanzierungspraxis mit einer Sonderprüfung endgültig ausräumen, die Anleger reagierten erfreut auf diese Meldung und brachten den Titel um 6,1% nach oben. Der Aufwärtstrend des Softwarekonzerns SAP setzte sich fort, nach den finalen Quartalszahlen konnte sich der Titel um 2,5% verbessern. Des Weiteren sorgte der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius bei den deutschen Nebenwerten für Aufsehen, nach starkem Wachstum im dritten Quartal und einer Erhöhung der Jahresziele durch das Unternehmen kam es zu einem Sprung von 8,7% nach oben. Beim Medienkonzern ProSiebenSat.1 kam es zum Einstieg des tschechischen Investors Daniel Kretinsky, dank dieser Meldung gab es für die Aktie einen Tagesgewinn von 4,6%.

    Zu deutlichen Kursgewinnen kam es gestern an der heimischen Börse, der ATX war mit einem Plus von 1,2% deutlich besser als das europäische Umfeld. Auch in Wien wurden die Bankaktien stark nachgefragt und waren mit ein Grund für den klaren Anstieg, die Erste Group konnte sich um 3,5% verbessern, bei der Bawag gab es einen Anstieg von 2,9% und auch die Raiffeisen durfte sich über eine 1,9% höhere Schlussnotierung freuen. Zusätzlich waren noch andere Schwergewichte sehr stark, so kam es bei AT&S zu einem Plus von 2,7%, voestalpine gab mit einem Zuwachs von 2,7% ein deutliches Lebenszeichen und auch Do & Co konnte den jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen und einen weiteren Zuwachs von 2,5% erzielen. Deutlich schwächer als der Gesamtmarkt waren gestern die Ölpreise auf Grund der rückläufigen Rohölpreise, Schoeller-Bleckmann verzeichnete einen Rückgang von 0,4%, die OMV wurde gegen Schluss auch um 0,3% leichter gehandelt. Ebenfalls etwas hinter dem Gesamtmarkt zurückbleiben mussten die zuletzt starken Immobilientitel, CA Immo konnte sich um 0,6% verbessern, Immofinanz legte eher bescheidene 0,2% zu und bei der s Immo kam es zu einem Minus von 0,7%. Rosenbauer war gestern der Verlierer des Tages, der Feuerwehrausstatter musste um deutliche 5,3% abgeben. Und weiter sehr volatil bleibt Valneva , gestern ging es für den Impfstoffhersteller 4,9% nach unten.

    In den USA herrschte zu Wochenbeginn ebenfalls eine klar optimistischere Stimmung, ausgelöst durch positive Kommentare von Chinas Chefunterhändler Liu He, der am Wochenende von substantiellen Fortschritten gesprochen hatte und dadurch neue Zuversicht bezüglich einer baldigen Lösung des Handelskonflikts brachte. Der Dow Jones konnte um 0,2% zulegen, der S&P 500 erreichte ein Plus von 0,7% und für den Nasdaq 100 ging es 0,9% nach oben. Auch in den USA waren Bankaktien sehr gesucht, so erreichte unter anderem JPMorgan ein Rekordhoch und konnte sich um 2,5% verbessern. Ebenfalls ein Rekordhoch erreichte Apple , ausgelöst durch eine deutliche Kurszielanhebung eines Analysten der US-Bank Raymond James, der vor allem viel Potential beim neuen i-Phone 11 sieht, schlussendlich endete die Aktie 1,7% höher als am Ende der Vorwoche. Boeing musste weiter abgeben, nach dem Kursrutsch vom Freitag auf Grund der Vorwürfe der Aufsichtsbehörde strichen sowohl UBS als auch Credit Suisse ihre Kaufempfehlungen, was den Luftfahrtkonzern weitere 3,8% nach unten brachte. Positiv aufgenommen wurden die Ergebnisse von Halliburton, den Investoren gefielen vor allem die erhöhten Ziele und die Pläne des Ölindustriedienstleisters, Wachstum ausserhalb der USA zu suchen, der Titel konnte ein stolzes Plus von 6,4% erzielen.

    Weiter nachgeben mussten die Ölpreise, Brent beendete den Tag mit einem Abschlag von 0,8%, WTI erlitt ein Minus von 0,9%. Gold musste vor allem in der zweiten Tageshälfte auf Grund der allgemein erhöhten Risikofreude nachgeben und fiel auf einen Kurs von rund 1.485 US-Dollar. Der Euro handelte gegen den US-Dollar in vergleichsweise engen Bahnen, die Gemeinschaftswährung konnte die Zuwächse vom Freitag nicht ganz halten, das Währungspaar handelte am späten Abend bei einem Kurs von rund 1,115.
     

    Vorbörslich sind die Märkte in Europa heute Dienstag leicht freundlicher indiziert. Die Börsen in Asien beenden den heutigen Handelstag ebenso mit leicht höheren Notierungen.  Auf Unternehmensseite gibt es Neuigkeiten zu AMS und EVN (siehe unten). Makroseitig steht in Europa heute die Handelsbilanz (ESP), in den USA die Wiederverkäufe Häuser für September 2019 im Fokus der Märkte.


    UNTERNEHMENSNACHRICHTEN

    AMS
     
    Der heimische Halbleiterhersteller AMS veröffentlichte heute seine Zahlen für das Q3/19, die deutlich über dem Bloomberg-Konsens lagen. Der Umsatz stieg um 57% gegenüber dem Vorquartal und um 41% gegenüber dem Vorjahresquartal und betrug $645,0 Mio.. Diese Ergebnisse wurden von umfangreiche Produkthochläufe optischer Lösungen im Consumer-Markt sowie positiver Trends im Smartphone-Markt getrieben. Das bereinigte EBIT lag bei $177,9 Mio., womit man das Vorjahresergebnis mehr als verdreifachen konnte. Das Nettoergebnis, bereinigt um die Wertänderung des Optionsbestandteils der Fremdwährungswandelanleihe, verbesserte sich auf $158,1 Mio. nach $17,8 Mio. im Vorjahr. ams hat am Freitag bekannt gegeben einen neuen Versuch zur Übernahme der OSRAM Licht zu starten. Die Mindestannahmeschwelle wurde dabei im Vergleich zum letzten Angebot von 62,5% auf 55% gesenkt. Für das Q4/19 erwartet ams eine starke Geschäftsentwicklung, zu der umfangreiche Programme im Consumer-Markt aufgrund positiver Smartphone-Volumina weiter sehr attraktiv beitragen werden. Basierend auf verfügbaren Informationen, erwartet ams für das Q4/19 einen Umsatz von $610-650 Mio., der anhaltende Stärke ausdrückt und eine Steigerung von 28% gegenüber dem Vorjahreszeitraum bezogen auf die Mitte der erwarteten Spanne bedeutet. Für die bereinigte operative (EBIT) Marge für das Q4 erwartet ams ein Niveau mindestens auf Höhe des Q3. Auf Basis dieses positiven Ausblicks erwartet ams, dass die Verschuldung ausgedrückt durch Nettoverschuldung/EBITDA für ams als alleinstehendes Unternehmen (ohne Effekte aus dem Erwerb von OSRAM-Aktien) zum Jahresende 2019 erheblich auf ein Niveau von 1,5x oder niedriger sinken wird.
     
    Q3/2019: Umsatzerlöse: $645,0 Mio. (616,8e), EBIT: $177,9 Mio. (156,3e), Konzernergebnis: $158,1 Mio. (127,8e)
     
    EVN
     
    Der Vorstand der EVN AG erhöht den Ausblick für das Konzernergebnis des am 30. September 2019 zu Ende gegangenen Geschäftsjahres 2018/19 auf eine Größenordnung von rund €300 Mio.. Die Erhöhung des Ausblicks reflektiert dabei insbesondere die im Rahmen der laufenden Erstellung des Jahresabschlusses ermittelten unbaren Ergebniseffekte aus Werthaltigkeitsprüfungen im Ausmaß von insgesamt rund €125 Mio. nach Steuern. Diese Wertaufholungen ergeben sich aufgrund des gesunkenen Marktzinsniveaus sowie gestiegener Strompreiserwartungen und betreffen vor allem in der Vergangenheit wertgeminderte erneuerbare Erzeugungsanlagen sowie die Kundenstöcke in Bulgarien und Nordmazedonien.
     

    (22.10.2019)



    AMS
    Akt. Indikation:  13.78 / 14.08
    Uhrzeit:  12:06:16
    Veränderung zu letztem SK:  1.38%
    Letzter SK:  13.74 ( 1.78%)

    Apple
    Akt. Indikation:  323.65 / 326.90
    Uhrzeit:  12:39:17
    Veränderung zu letztem SK:  0.38%
    Letzter SK:  324.05 ( 0.00%)

    ATX
    Akt. Indikation:  2282.80 / 2283.00
    Uhrzeit:  13:29:59
    Veränderung zu letztem SK:  0.45%
    Letzter SK:  2272.78 ( -0.68%)

    Banco Santander
    Akt. Indikation:  2.21 / 2.23
    Uhrzeit:  12:37:17
    Veränderung zu letztem SK:  -0.31%
    Letzter SK:  2.23 ( -2.54%)

    Bawag
    Akt. Indikation:  31.36 / 32.18
    Uhrzeit:  12:06:16
    Veränderung zu letztem SK:  -0.22%
    Letzter SK:  31.84 ( -0.62%)

    Boeing
    Akt. Indikation:  159.76 / 161.38
    Uhrzeit:  12:39:17
    Veränderung zu letztem SK:  0.76%
    Letzter SK:  159.36 ( 0.27%)

    CA Immo
    Akt. Indikation:  29.00 / 30.00
    Uhrzeit:  12:06:16
    Veränderung zu letztem SK:  -0.51%
    Letzter SK:  29.65 ( 0.51%)

    Commerzbank
    Akt. Indikation:  4.20 / 4.21
    Uhrzeit:  12:57:18
    Veränderung zu letztem SK:  1.94%
    Letzter SK:  4.13 ( -0.05%)

    Credit Suisse
    Akt. Indikation:  9.25 / 9.39
    Uhrzeit:  12:38:17
    Veränderung zu letztem SK:  -11.08%
    Letzter SK:  10.49 ( -0.44%)

    DOW
    Akt. Indikation:  37.52 / 37.89
    Uhrzeit:  12:39:17
    Veränderung zu letztem SK:  -0.28%
    Letzter SK:  37.81 ( 2.06%)

    Dow Jones
    Akt. Indikation:  25756.00 / 25756.00
    Uhrzeit:  13:29:59
    Veränderung zu letztem SK:  -0.28%
    Letzter SK:  25827.36 ( 0.36%)

    EVN
    Akt. Indikation:  14.58 / 15.14
    Uhrzeit:  12:37:17
    Veränderung zu letztem SK:  -0.13%
    Letzter SK:  14.88 ( 1.78%)

    Gold
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