16.08.2019, 3838 Zeichen
Steigende Goldpreise haben die Aktie von Barrick Gold beflügelt. Allerdings ist es alles andere als sicher, dass diese Entwicklung in dieser Weise weitergeht. Zumal der kanadische Goldminenbetreiber auch seine eigenen Hausaufgaben machen muss.
Die Goldnotierungen kletterten zuletzt auf ein neues Sechsjahreshoch. Marktrisiken wie der chinesisch-amerikanische Handelsstreit, ein möglicher ungeregelter Brexit oder die politischen Spannungen im Nahen Osten sorgen dafür, dass sich Anleger verstärkt für den so genannten Sicheren Hafen Gold interessieren. Gleichzeitig versuchen Anleger das Risiko zu verringern, indem sie Aktien abstoßen und sich dem Anleihenmarkt zuwenden.
Außerdem hat die US-Notenbank die Leitzinsen Ende Juli gesenkt. Die EZB könnte ihre Geldpolitik ebenfalls lockern. Dies sorgt dafür, dass die Anleiherenditen weiter nach unten gehen. Aufgrund der niedrigeren Zinsen erscheint Gold als Alternative zu Anleihen attraktiv. Der Umstand, dass das gelbe Edelmetall keine laufenden Zinsen abwirft fällt nicht mehr so stark ins Gewicht. Anlegern stehen nun verschiedene Möglichkeiten offen, auf steigende Goldpreise zu setzen.
Neben dem Kauf von Barren oder Münzen setzen Investoren auch gerne auf Aktien von Goldminenbetreibern. Zuletzt hat sich diese Anlagealternative in einigen Fällen als sehr attraktiv erwiesen. Obwohl der Goldpreis zum ersten Mal seit 2013 die Marke von 1.500 US-Dollar knacken konnte, legte der Kurs der Barrick-Gold-Aktie in diesem Jahr einen deutlich steileren Kursanstieg hin als die Goldnotierungen. Dabei ist es gerade auch der steigende Goldpreis, der die Kursfantasien rund um den kanadischen Goldminenbetreiber und Nummer Zwei der Branche, hinter Newmont Goldcorp, beflügelt.
Die jüngsten Quartalsergebnisse kamen am Markt ebenfalls gut an, obwohl die Erwartungen auf der Ergebnisseite lediglich getroffen und bei den Umsätzen sogar leicht verfehlt wurden. Zwischen April und Juni lag der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn bei 154 Mio. US-Dollar bzw. 0,09 US-Dollar je Aktie. Diesen Wert hatten Analysten laut FactSet im Schnitt erwartet. Die Umsätze wurden zuvor im Schnitt bei 2,10 Mrd. US-Dollar gesehen. Barrick Gold wies jedoch lediglich Erlöse in Höhe von 2,06 Mrd. US-Dollar aus.
Dafür konnte das Unternehmen mit seinen Produktionsstatistiken überzeugen. Im zweiten Quartal legte die Goldproduktion im Vorjahresvergleich um 27 Prozent auf 1,35 Millionen Unzen zu. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet das Management damit, das obere Ende beim Produktionsziel von 5,1 bis 5,6 Millionen Unzen zu erreichen. Bei den Kosten sieht das Management das Unternehmen am unteren Ende der prognostizierten Spanne von 870 bis 920 US-Dollar pro Unze.
Trotz der jüngsten Kurssteigerungen der Barrick-Gold-Aktie und der steigenden Goldnotierungen ist es nicht sicher, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Der Goldpreis ist in den vergangenen Jahren einige Male mit seinen Angriffen auf das 2011 markierte Allzeithoch bei 1.921 US-Dollar pro Unze gescheitert. Zudem könnten im Fall der Barrick-Gold-Aktie kurzfristig Gewinnmitnahmen anstehen. Die jüngsten Geschäftszahlen haben die Markterwartungen lediglich erfüllt. Außerdem könnten die allgemeinen Börsenturbulenzen selbst bei steigenden Goldpreisen auch die Anteilsscheine von Goldminenbetreibern in Mitleidenschaft ziehen.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Barrick-Gold-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (WKN DC5YWD, Laufzeit bis zum 17.06.2020) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 8,32. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (WKN DC5YWW, aktueller Hebel 11,19; Laufzeit bis zum 17.06.2020) auf fallende Kurse der Barrick Gold-Aktie setzen.
Stand: 15.08.2019
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