Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Merck KGaA: Ein glücklicher Bieter? (Christian-Hendrik Knappe)

Bild: © www.shutterstock.com, Merck 360b / Shutterstock.com

Für den Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck war 2018 alles andere als einfach. Der DAX-Konzern hatte mit negativen Wechselkurseffekten zu kämpfen. Darüber hinaus bezeichnete das Management das abgelaufene Geschäftsjahr im Zuge der Vorlage der 2018er-Geschäftsergebnisse am 7. März als „ein Jahr des Übergangs und der Investitionen“. Angesichts solcher Herausforderungen ist es noch als Erfolg zu werten, dass das Management auf eine stabile Dividende und sinkende Nettofinanzverbindlichkeiten verwiesen konnte. Doch jetzt wird es erst so richtig interessant.

Der Schuldenabbau wurde vor allem mithilfe des Verkaufs der Sparte für rezeptfreie Arzneien für 3,4 Mrd. Euro an den US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble vorangetrieben. Allerdings konnte sich das Unternehmen nicht besonders lange an dieser Schuldenreduzierung erfreuen. Am 12. April 2019 vermeldete Merck, dass eine Vereinbarung zur Übernahme des US-Halbleiterzulieferers Versum Materials unterzeichnet wurde. Für den Hersteller von Spezialgasen und -chemikalien muss Merck inklusive Schulden auch mithilfe von Fremdkapital rund 6,5 Mrd. US-Dollar oder umgerechnet 5,8 Mrd. Euro auf den Tisch legen. Sein ursprüngliches Gebot von knapp 6,0 Mrd. US-Dollar musste Merck erhöhen, um sich im Bieterrennen mit dem US-Spezialchemiekonzern Entegris durchzusetzen.

Versum soll dem Gesamtkonzern gleich in mehrfacher Hinsicht helfen. Das Unternehmen ist wachstumsstark und sehr profitabel. Der Spezialist für Prozesschemikalien, Gase und Ausrüstungen für die Halbleiterfertigung hat über die letzten drei Geschäftsjahre seinen Umsatz und sein bereinigtes EBITDA jährlich um mehr als 10 Prozent gesteigert, mit branchenführenden bereinigten EBITDA-Margen von 33 Prozent. Innerhalb der kommenden drei Jahre wird dank des Deals mit jährlichen Synergieeffekten von rund 75 Mio. Euro im Jahr gerechnet. Die Versum-Übernahme soll zudem den Merck-Unternehmensbereich Performance Materials stärken und eine bessere Balance zwischen den drei Segmenten Healthcare, Life Science und Performance Materials herstellen.

Die Versum-Übernahme bedeutet jedoch nicht, dass Merck die anderen Bereiche außer Acht lässt. Beispielsweise investiert das Unternehmen 150 Mio. Euro in den Ausbau der Produktionskapazitäten für biotechnologisch hergestellte Arzneimittel am Schweizer Produktionsstandort Aubonne. In den Standort Darmstadt will Merck bis 2025 sogar insgesamt 1 Mrd. Euro stecken. Auch neue Kooperationen, unter anderem mit den chinesischen Technologiekonzernen Alibaba und Tencent sowie dem Software-Unternehmen Palantir Technologies, sollen Merck mehr Wachstum verschaffen.

Merck hat zuletzt einige Hebel in Bewegung gesetzt, um das Wachstum anzukurbeln und die Profitabilität zu erhöhen. Allerdings ist es alles andere als sicher, dass sich die verschiedenen Investitionen auszahlen werden. Vor allem im Fall der Versum-Übernahme muss zunächst eine teure Integration gestemmt werden. Gleichzeitig sind Erfolge in der ebenso teuren Pharmaforschung alles andere als garantiert.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Merck-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DS47RB) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,96, die Barriere bei 75,00 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DS8SA1, aktueller Hebel 3,55, Barriere bei 116,15 US-Dollar) auf fallende Kurse der Merck-Aktie setzen.

Stand: 15.04.2019

(17.04.2019)

© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

Live-Kursliste, BSNgine
 
 
 
 


Bildnachweis

1. Merck 360b / Shutterstock.com , (© www.shutterstock.com)   >> Öffnen auf photaq.com

Aktien auf dem Radar: Bawag , Uniqa , UBM , Semperit , Zumtobel , Palfinger , Rosgix , Agrana , OMV , startup300 , Sanochemia .


Random Partner

UBM
Die UBM fokussiert sich auf Immobilienentwicklung und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von Umwidmung und Baugenehmigung über Planung, Marketing und Bauabwicklung bis zum Verkauf ab. Der Fokus liegt dabei auf den Märkten Österreich, Deutschland und Polen sowie auf den Asset-Klassen Wohnen, Hotel und Büro.

>> Besuchen Sie 50 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Merck 360b / Shutterstock.com, (© www.shutterstock.com)


 Latest Blogs

» Schnellste Österreicherin beim Frauenlauf (Julia Mayer via Facebook)

» Frauenlauf begeistert im Wiener Prater (Vienna City Marathon)

» #althangrund: Gespräch zu Bürgerbeteiligungen und Petitionen (Johannes L...

» Bist du ein Sparer oder ein typischer Konsument? (Tim Schäfer)

» Schwerpunkt der Woche – Huawei (Andreas Kern)

» Ein Digital Twin optimiert Simulation und Kontrolle (Fabasoft)

» Laufen und helfen, die Erfolgstory beim Vienna City Marathon (Vienna Cit...

» Andreas Quint läutet die Opening Bell für Freitag

» Bayer & Monsanto: Irgendwann könnte der Druck zu groß werden (Christian-...

» Neu auf dem BSN Buchregal - Uniqa Geschäftsbericht 2018 (Josef Chladek)


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten



Meistgelesen
>> mehr


Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr

    Featured Partner Video

    The Sound of Finance: In Österreich investieren

    Thinking AUT Loud Österreich ist eine sehr erfolgreiche, stabile und globalisierte Wirtschaft. In Österreich zu investieren bedeutet, an einer "Zusammensetzung" teilzunehmen, die aus herv...

    Merck KGaA: Ein glücklicher Bieter? (Christian-Hendrik Knappe)


    Für den Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck war 2018 alles andere als einfach. Der DAX-Konzern hatte mit negativen Wechselkurseffekten zu kämpfen. Darüber hinaus bezeichnete das Management das abgelaufene Geschäftsjahr im Zuge der Vorlage der 2018er-Geschäftsergebnisse am 7. März als „ein Jahr des Übergangs und der Investitionen“. Angesichts solcher Herausforderungen ist es noch als Erfolg zu werten, dass das Management auf eine stabile Dividende und sinkende Nettofinanzverbindlichkeiten verwiesen konnte. Doch jetzt wird es erst so richtig interessant.

    Der Schuldenabbau wurde vor allem mithilfe des Verkaufs der Sparte für rezeptfreie Arzneien für 3,4 Mrd. Euro an den US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble vorangetrieben. Allerdings konnte sich das Unternehmen nicht besonders lange an dieser Schuldenreduzierung erfreuen. Am 12. April 2019 vermeldete Merck, dass eine Vereinbarung zur Übernahme des US-Halbleiterzulieferers Versum Materials unterzeichnet wurde. Für den Hersteller von Spezialgasen und -chemikalien muss Merck inklusive Schulden auch mithilfe von Fremdkapital rund 6,5 Mrd. US-Dollar oder umgerechnet 5,8 Mrd. Euro auf den Tisch legen. Sein ursprüngliches Gebot von knapp 6,0 Mrd. US-Dollar musste Merck erhöhen, um sich im Bieterrennen mit dem US-Spezialchemiekonzern Entegris durchzusetzen.

    Versum soll dem Gesamtkonzern gleich in mehrfacher Hinsicht helfen. Das Unternehmen ist wachstumsstark und sehr profitabel. Der Spezialist für Prozesschemikalien, Gase und Ausrüstungen für die Halbleiterfertigung hat über die letzten drei Geschäftsjahre seinen Umsatz und sein bereinigtes EBITDA jährlich um mehr als 10 Prozent gesteigert, mit branchenführenden bereinigten EBITDA-Margen von 33 Prozent. Innerhalb der kommenden drei Jahre wird dank des Deals mit jährlichen Synergieeffekten von rund 75 Mio. Euro im Jahr gerechnet. Die Versum-Übernahme soll zudem den Merck-Unternehmensbereich Performance Materials stärken und eine bessere Balance zwischen den drei Segmenten Healthcare, Life Science und Performance Materials herstellen.

    Die Versum-Übernahme bedeutet jedoch nicht, dass Merck die anderen Bereiche außer Acht lässt. Beispielsweise investiert das Unternehmen 150 Mio. Euro in den Ausbau der Produktionskapazitäten für biotechnologisch hergestellte Arzneimittel am Schweizer Produktionsstandort Aubonne. In den Standort Darmstadt will Merck bis 2025 sogar insgesamt 1 Mrd. Euro stecken. Auch neue Kooperationen, unter anderem mit den chinesischen Technologiekonzernen Alibaba und Tencent sowie dem Software-Unternehmen Palantir Technologies, sollen Merck mehr Wachstum verschaffen.

    Merck hat zuletzt einige Hebel in Bewegung gesetzt, um das Wachstum anzukurbeln und die Profitabilität zu erhöhen. Allerdings ist es alles andere als sicher, dass sich die verschiedenen Investitionen auszahlen werden. Vor allem im Fall der Versum-Übernahme muss zunächst eine teure Integration gestemmt werden. Gleichzeitig sind Erfolge in der ebenso teuren Pharmaforschung alles andere als garantiert.

    Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Merck-Aktie erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DS47RB) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,96, die Barriere bei 75,00 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DS8SA1, aktueller Hebel 3,55, Barriere bei 116,15 US-Dollar) auf fallende Kurse der Merck-Aktie setzen.

    Stand: 15.04.2019

    (17.04.2019)

    © Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

    Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

    Live-Kursliste, BSNgine
     
     
     
     


    Bildnachweis

    1. Merck 360b / Shutterstock.com , (© www.shutterstock.com)   >> Öffnen auf photaq.com

    Aktien auf dem Radar: Bawag , Uniqa , UBM , Semperit , Zumtobel , Palfinger , Rosgix , Agrana , OMV , startup300 , Sanochemia .


    Random Partner

    UBM
    Die UBM fokussiert sich auf Immobilienentwicklung und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von Umwidmung und Baugenehmigung über Planung, Marketing und Bauabwicklung bis zum Verkauf ab. Der Fokus liegt dabei auf den Märkten Österreich, Deutschland und Polen sowie auf den Asset-Klassen Wohnen, Hotel und Büro.

    >> Besuchen Sie 50 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


    Merck 360b / Shutterstock.com, (© www.shutterstock.com)


     Latest Blogs

    » Schnellste Österreicherin beim Frauenlauf (Julia Mayer via Facebook)

    » Frauenlauf begeistert im Wiener Prater (Vienna City Marathon)

    » #althangrund: Gespräch zu Bürgerbeteiligungen und Petitionen (Johannes L...

    » Bist du ein Sparer oder ein typischer Konsument? (Tim Schäfer)

    » Schwerpunkt der Woche – Huawei (Andreas Kern)

    » Ein Digital Twin optimiert Simulation und Kontrolle (Fabasoft)

    » Laufen und helfen, die Erfolgstory beim Vienna City Marathon (Vienna Cit...

    » Andreas Quint läutet die Opening Bell für Freitag

    » Bayer & Monsanto: Irgendwann könnte der Druck zu groß werden (Christian-...

    » Neu auf dem BSN Buchregal - Uniqa Geschäftsbericht 2018 (Josef Chladek)


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten



    Meistgelesen
    >> mehr


    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr

      Featured Partner Video

      The Sound of Finance: In Österreich investieren

      Thinking AUT Loud Österreich ist eine sehr erfolgreiche, stabile und globalisierte Wirtschaft. In Österreich zu investieren bedeutet, an einer "Zusammensetzung" teilzunehmen, die aus herv...