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Telekommunikationsbranche in Deutschland steht in den Startlöchern (Heiko Geiger)


Autor:
Heiko Geiger

Head of Public Distribution, Bank Vontobel Europe AG

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13.12.2018, 4814 Zeichen

Die Entwicklung der fünften Mobilfunkgeneration „5G“ ist abgeschlossen und damit der Grundstein für aussichtsreiche Geschäftsmodelle gelegt. Die für das Frühjahr 2019 von der Bundesnetzagentur vorgesehene Versteigerung der 5G-Frequenzen stellt dabei einen essentiellen Schritt dar.

Die Netzbetreiber spielen in der Realisierung der bahnbrechenden Technik eine entscheidende Rolle. Sie sind es, die einen gewichtigen Teil der notwendigen Investitionssumme für den Infrastrukturbau beitragen, dabei als Distributoren im Gegenzug steigende Umsatzzahlen erwarten dürften. Doch nicht nur Telekommunikationsanbieter wie Telekom oder Vodafone auch Unternehmen aus der deutschen Industrie werden Frequenzen zum Aufbau eigener Netze in ihren Fabriken und Fertigungsstätten zugeteilt bekommen. Das Potenzial der Datenübertragung in Echtzeit ist also nicht nur auf die verbesserte Multimedia-Dienstleistung für Privatpersonen beschränkt, sondern gerade in den industriellen Nutzungsmöglichkeiten am sichtbarsten.

5G als Digitalisierungsbeschleuniger für Deutschland

Der deutlich leistungsfähigere 5G-Standard verspricht neuartige Geschäftsmodelle in annährend allen Wirtschaftsbereichen. Der stärkste Innovationsschub betrifft dabei die Industrieproduktion, die Automatisierung der Arbeitsprozesse und die Automobilbranche. Daher ist es folgerichtig, 5G im Hinblick ihrer Bedeutung durch die Beteiligung in der Umsetzung disruptiver Technologien, klar von den vorangegangenen Generationen abzugrenzen. Gerade bei dem Thema autonomes Fahren, das einen großen Datenverkehr zwischen Fahrzeug und Zentralcomputer in Echtzeit voraussetzt, spielen die Telekommunikationsanbieter in der flächendeckenden Netzbespannung eine wichtige Rolle.

Deutsche Telekom

Europas größtes Telekommunikationsunternehmen profitiert weiter vom Wachstum des US-Geschäfts.
T-Mobile US verkündete erst im Juli ein milliardenschweres Projekt zum Aufbau eines US-weiten 5G-Netztes in Kooperation mit Netzwerkausrüster Nokia übernommen zu haben. Ein weiterer Beleg für den Erfolg der Telekom-Tochter ist der erneute Quartalszuwachs von mehr als einer Million – zum 22. Mal in Folge.

Weiterhin bleibt jedoch das Geschäft in Deutschland die maßgebliche Determinante des Konzernerfolgs: Ende des dritten Quartals erreichte die Zahl der Glasfaser-Kunden 11,6 Millionen
Kunden, was ein Wachstum von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert ergibt. Erwähnenswert ist, dass alle operativen Segmente am Konzernwachstum beteiligt sind.

Zwischen Juli und September 2018 stieg der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitrum um 4,7 Prozent. Absolut bedeutet das ein Umsatz von 19,1 Milliarden Euro. Weiter stieg das bereinigte EBITDA um 8,5 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro.

Vodafone Group

Die britische Mobilfunkgesellschaft hatte mit der geplanten Übernahme des Kabelnetzwerks von Liberty Global – in Deutschland bekannt unter dem Namen Unitymedia – im Frühjahr die EU-Wettbewerbshüter auf den Plan gerufen. Der Deal in Höhe von 18,4 Milliarden Euro könnte zu Wettbewerbsverzerrungen führen, so die Befürchtung der in Brüssel ansässigen Wettbewerbsbehörde.
Bedingt durch Abschreibungen und einer Beteiligung von 4,3 Milliarden US-Dollar an dem fusionierten indischen Unternehmen Indus Towers Ltd fuhr der Konzern einen Verlust von 7,8 Milliarden Euro ein. Allerdings kann die Vodafone Group ein organisches Wachstum sowie ein Anstieg des Cashflows von 3,3 auf 4 Milliarden aufweisen. Zusätzlich ist dem deutschen Tochterunternehmen Vodafone GmbH eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahresquartal von 1,7 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro gelungen.

Dennoch ist die Verkündung des neuen Vorstandchefs Nick Read, Milliarden einsparen zu wollen, wenig überraschend. Erforderliche Investitionen in die Zukunftstechnologie 5G werden aber hierbei höchstwahrscheinlich nicht betroffen sein.

Vom 1 April bis zum 30 September 2018 sank der Konzernumsatz leicht von 23,07 Milliarden Euro gegenüber dem letztjährigen Vergleichswert von 21,79 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA veränderte sich von 7,38 Milliarden Euro auf 7,07 Milliarden Euro.

Die Aktien im Überblick

Die Telekom Aktie wird aktuell bei EUR 15,10 (13.12.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 15,60 (03.12.2018), das Jahrestief bei EUR 12,72 (05.03.2018). Bei Bloomberg setzen 18 Analysten die Aktie auf BUY, 8 auf HOLD und 2 Analysten auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf EUR 16,67 gesetzt.

Die Vodafone Group Aktie wird aktuell bei GBP 1,61 (13.12.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei GBP 2,39 (09.01.2018), das Jahrestief bei EUR 1,42 (26.10.2018). Bei Bloomberg setzen 17 Analysten die Aktie auf BUY, 7 auf HOLD und 4 Analysten auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf GBP 2,01 gesetzt.

Im Original hier erschienen: Telekommunikationsbranche in Deutschland steht in den Startlöchern


(13.12.2018)

Hinweis: Diese Produktwerbung ist keine Finanzanalyse i.S.d. § 34b WpHG und genügt daher auch nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen.
Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in die derivativen Finanzinstrumente verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite des Emittenten www.vontobel-zertifikate.de veröffentlicht ist. Darüber hinaus werden der Basisprospekt, etwaige Nachträge zu dem Basisprospekt sowie die Endgültigen Angebotsbedingungen beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten.Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
Näheres über Chancen und Risiken einer Anlage in derivative Finanzinstrumente erfahren Sie in der Broschüre "Basisinformationen über Vermögensanlagen in Wertpapieren", welche Ihr Anlageberater Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung stellt. Im Zusammenhang mit dem öffentlichen Angebot und dem Verkauf der derivativen Finanzinstrumente können Gesellschaften der Vontobel-Gruppe direkt oder indirekt Provisionen in unterschiedlicher Höhe an Dritte (z.B. Anlageberater) zahlen. Solche Provisionen sind im Finanzinstrumentspreis enthalten. Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage bei Ihrer Vertriebsstelle. Ohne Genehmigung darf diese Produktwerbung nicht vervielfältigt bzw. weiterverbreitet werden.

Impressum:
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Bockenheimer Landstrasse 24
60323 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 69 59 96-200
Fax: +49 (0)69 69 59 96-290
E-mail: zertifikate@vontobel.de
Gesellschaftssitz:
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Alter Hof 5
DE-80331 München
Aufsichtsrat: Dr. Martin Sieg Castagnola (Vorsitz)
Vorstand: Dr. Bernhard Heye (Sprecher), Dr. Wolfgang Gerhardt, Andreas Heinrichs, Dr. Joachim Storck
Eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 133419
USt.-IdNr. DE 264 319 108
Zuständige Aufsichtsbehörde:
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    Bedingt durch Abschreibungen und einer Beteiligung von 4,3 Milliarden US-Dollar an dem fusionierten indischen Unternehmen Indus Towers Ltd fuhr der Konzern einen Verlust von 7,8 Milliarden Euro ein. Allerdings kann die Vodafone Group ein organisches Wachstum sowie ein Anstieg des Cashflows von 3,3 auf 4 Milliarden aufweisen. Zusätzlich ist dem deutschen Tochterunternehmen Vodafone GmbH eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahresquartal von 1,7 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro gelungen.

    Dennoch ist die Verkündung des neuen Vorstandchefs Nick Read, Milliarden einsparen zu wollen, wenig überraschend. Erforderliche Investitionen in die Zukunftstechnologie 5G werden aber hierbei höchstwahrscheinlich nicht betroffen sein.

    Vom 1 April bis zum 30 September 2018 sank der Konzernumsatz leicht von 23,07 Milliarden Euro gegenüber dem letztjährigen Vergleichswert von 21,79 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA veränderte sich von 7,38 Milliarden Euro auf 7,07 Milliarden Euro.

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