11.07.2018, 6192 Zeichen
Moderate Kursgewinne konnten die europäischen Börsen am gestrigen Handelstag erzielen und setzten damit die Erholungsbewegung fort. Zum Ende des Tages notierten die Indices der wichtigsten europäischen Börsen im Plus, wenngleich dieses in London bedingt durch die Brexit-Diskussionen nur sehr bescheiden ausfiel. Im Branchenvergleich wurden die Öl- und Gaswerte favorisiert, der Subindex konnte ein Plus von 1,4% erzielen. Banken und Telekommunikationsunternehmen waren dagegen wenig gesucht, diese Branchen schlossen mit Abschlägen von 0,6% beziehungsweise 0,5%. Für die Anteilscheine von Sky ging es immerhin um 2,3% nach oben. Rupert Murdochs Medienkonzern 21st Century Fox bereitet laut einem Zeitungsbericht ein höheres Angebot für den britischen Bezahlsender vor, um die Offerte des US-Kabelriesen Comcast zu übertrumpfen. Kaum Bewegung löste die Genehmigung der Übernahme des irischen Pharmakonzerns Shire durch Takeda aus, der Titel legte in London lediglich 0,2% zu. Airbus konnte einen Tagesgewinn von 4,0% erreichen, nachdem Merrill Lynch den Titel auf eine Empfehlungsliste gesetzt hatte. Wacker Chemie profitierte von einer Kaufempfehlung durch Societe Generale und schloss mit einem Zuwachs von 3,8%.
Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag mit Kursgewinnen beendet. Der ATX stieg um 0,8% und verbuchte damit seinen fünften Gewinntag in Folge. Unternehmensseitig blieb es in Wien ruhig. Vor dem Hintergrund steigender Ölpreise zogen die beiden Ölwerte Schoeller-Bleckmann mit einem Plus von 3,3% und OMV mit einem Zuwachs von 2,6% deutlich an. An der Spitze rangierte aber FACC im Vorfeld der Quartalszahlen mit einem Tagesgewinn von 4,9%. Kursgewinne gab es außerdem bei Bawag mit einem Zuwachs von 1,0% und bei der Erste Group , die 0,3% höher notieren konnte. Raiffeisen blieb mit einem Rückgang von 0,3% hinter den Branchenkollegen zurück. Schwach schloss Zumtobel , der Leuchtenhersteller bleibt äußerst volatil, gestern gab es ein Minus von 2,5%. Dass die Analysten der Baader Bank ihr Kursziel deutlich gesenkt haben, wurde als Hauptgrund für den gestrigen Rückgang ausgemacht. Noch ärger erwischte es Kapsch TrafficCom, zu Wochenbeginn noch einer der größten Gewinner musste der Titel gestern einen Abschlag von 2,9% hinnehmen.
Der Schwung an der gut gelaufenen Wall Street hat am Dienstag etwas nachgelassen. Während es bei den Standardwerten immer noch für Kursgewinne reichte, kam die Technologiebörse Nasdaq nach ihrer zuletzt besonders starken Entwicklung kaum von der Stelle. Weiterhin setzen die Anleger darauf, dass die rund laufende Konjunktur und eine gute Berichtssaison der Unternehmen die jüngsten Sorgen wegen einer Verschärfung der internationalen Handelskonflikte überlagern. PepsiCo hatte dank florierender Geschäfte mit Snack-Produkten im zweiten Quartal trotz schwacher Nachfrage nach Softdrinks den Umsatz gesteigert und übertraf die Gewinnerwartungen. Die Aktie legte um 4,8% zu. Im Kielwasser dieser Entwicklung gewannen die Papiere des Konkurrenten Coca-Cola rund 1,3% dazu und zählten zu den besten Werten im Dow. Steigende Ölpreise gaben dort den Anteilscheinen der großen Branchenkonzerne Auftrieb: Chevron und ExxonMobil legten um 1,3% beziehungsweise 0,9% zu. Beim Elektroauto-Hersteller Tesla konnten sich die Investoren über einen Kursgewinn von 1,2% freuen. Der Bau einer Fabrik in China ist laut Medienberichten beschlossene Sache, dadurch soll die Produktion der Elektroautos konkurrenzfähiger werden.
Bei den Ölpreisen ging es wieder nach oben, gestern konnte Brent ein Plus von 1,0% erzielen, WTI legte 0,4% zu. Gold gab in einem ruhigen Handel leicht ab und notierte am späten Abend bei rund 1.256 US-Dollar. Der Euro konnte zwischenzeitliche Verluste im Handel mit dem US-Dollar wieder wettmachen, das Währungspaar wurde gegen Ende des Tages bei einem Wert von rund 1,174 gehandelt.
Vorbörslich sind die europ. Börsen negativ indiziert. Die asiatischen Börsen schließen mehrheitlich im Minus. Von der Makroseite ist es relativ ruhig. Von der Unternehmensseite berichtete OMV einen Produktionsbericht und FACC Ergebnisse (Details siehe unten).
UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
FACC AG
Der heimische Luftfahrtzulieferer legte heute Morgen aufgrund des schiefen Geschäftsjahres die Ergebnisse für das Q1/18-19 vor. Dabei konnte der Umsatz um 4,4% angehoben werden auf €192,4Mio., was hauptsächlich auf höhere Produktumsätze zurückzuführen ist. Das berichtete EBIT lag bei €16,3Mio. nach €12,9Mio. im Vorjahr. Darin enthalten sind jedoch positive Effekte aus der erstmaligen Anwendung neuer Buchhaltungsvorschriften. Ohne diese Effekte hätte das Wachstum 16% betragen. Aufgrund von negativen Effekten aus Derivaten lag das Nettoergebnis mit €2,8Mio. jedoch deutlich unter dem Vorjahreswert von €18,3Mio. Für den Rest des Jahres gibt sich das Unternehmen positiv: Der Umsatz soll im einstelligen Prozentbereich wachsen, für das Geschäftsjahr 2020/21 wird weiterhin das Ziel von €1Mrd. an Umsatz angestrebt.
Q1/18-19: Umsatz: €192,4Mio. (Vj.: 184,3); EBIT (berichtet): €16,3Mio. (12,9e); Nettoergebnis: €2,8Mio. (Vj.: 18,3)
OMV AG
veröffentlichte heute Morgen das Trading Statement für das Q2/18. Erwartungsgemäß lag der Ölpreis mit USD74,4/bbl deutlich über dem Vorjahreswert von USD49,6/bbl, was jedoch teilweise durch Währungseffekte kompensiert wurde. Der Gaspreis (CEGH) lag mit €21,3/MWh ebenfalls signifikant über dem Vorjahreswert von €16,9/MWh. Die Ölproduktion lag aufgrund der jüngsten Zukäufe bei 419kbo/d, wobei der Anstieg ggü. dem Vorjahr praktisch ausschließlich im Gasbereich erzielt wurde. Aufgrund von Lieferverträgen (insbesondere im Zusammenhang mit den jüngsten Zukäufen in Russland) sank jedoch der realisierte Gaspreis aus €12,7/MWh von €15,1/MWh. Die Raffineriemarge lag bei USD5,2/bbl nach €6/bbl im Vorjahr. Aufgrund der Generalüberholung der Raffinerie Petrobrasi lag der Auslastungsgrad im Q2/17 ebenfalls deutlich unter dem Vorjahr. Die Auswirkung auf das Ergebnis wird mit €35Mio. ggü. dem Q1/18 beziffert. Daneben dürfte das Unternehmen einen negativen Effekt aus Rohöllagerbeständen von €60Mio. ausweisen. Die finalen Ergebnisse werden am 2.8.2018 veröffentlicht.
Agrana
heute ex-Dividende in Höhe von 4,50 Euro pro Aktie.
Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: 3. Säule - der IT-verträgliche 1000 Euro-Vorschlag im Rahmen der WP-KESt erklärt
Agrana
Uhrzeit: 13:39:22
Veränderung zu letztem SK: 1.72%
Letzter SK: 11.60 ( -2.93%)
Airbus Group
Uhrzeit: 13:40:08
Veränderung zu letztem SK: -0.45%
Letzter SK: 165.56 ( -0.22%)
ATX
Uhrzeit:
Veränderung zu letztem SK: 0.42%
Letzter SK: 5763.77 ( 0.17%)
Century
Uhrzeit: 13:36:48
Veränderung zu letztem SK: 0.83%
Letzter SK: 1.21 ( -0.69%)
Chevron
Uhrzeit: 13:40:08
Veränderung zu letztem SK: 2.41%
Letzter SK: 157.48 ( -0.23%)
Coca-Cola
Uhrzeit: 13:39:55
Veränderung zu letztem SK: 2.31%
Letzter SK: 64.85 ( -1.55%)
Exxon
Uhrzeit: 13:39:55
Veränderung zu letztem SK: 2.07%
Letzter SK: 126.64 ( -0.48%)
FACC
Uhrzeit: 13:39:25
Veränderung zu letztem SK: -0.84%
Letzter SK: 13.10 ( 1.24%)
Gold Letzter SK: 13.10 ( -0.64%)
Kapsch TrafficCom
Uhrzeit: 13:36:48
Veränderung zu letztem SK: -1.62%
Letzter SK: 5.54 ( 0.73%)
Nasdaq Letzter SK: 5.54 ( 0.00%)
OMV
Uhrzeit: 13:39:21
Veränderung zu letztem SK: 1.88%
Letzter SK: 58.50 ( 0.60%)
Sky
Uhrzeit: 23:00:31
Veränderung zu letztem SK: 1.88%
Letzter SK: 0.00 ( 0.00%)
Societe Generale
Uhrzeit: 13:40:15
Veränderung zu letztem SK: -0.06%
Letzter SK: 70.03 ( 1.26%)
Tesla
Uhrzeit: 13:39:55
Veränderung zu letztem SK: -1.38%
Letzter SK: 323.20 ( 0.69%)
Wacker Chemie
Uhrzeit: 13:39:54
Veränderung zu letztem SK: -0.86%
Letzter SK: 96.35 ( 0.89%)
Zumtobel
Uhrzeit: 13:38:08
Veränderung zu letztem SK: -0.42%
Letzter SK: 3.60 ( -1.37%)
Bildnachweis
1.
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Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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