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Baidu bleibt auf der Suche nach dem Ideal (Christian-Hendrik Knappe)

Als so etwas wie das Google Chinas ist Baidu geradezu prädestiniert, um vom wachsenden chinesischen Internetmarkt zu profitieren. Allerdings heißt dies nicht, dass nicht auch der Marktführer mit Unwägbarkeiten zu kämpfen hätte.

China hat nicht nur die größte Bevölkerung der Welt, sondern auch die größte Zahl an Internetnutzern. Entsprechend positiv gestaltet sich das Marktumfeld für Internetunternehmen wie Alibaba, Tencent oder Baidu. Diese drei Konzerne sind im BAT-Index zusammengefasst. Ihnen werden besonders große Chancen eingeräumt, wenn es darum geht, von den Wachstumsaussichten am chinesischen Internetmarkt zu profitieren. Schon heute brauchen sie sich vor großen Konkurrenten aus den USA nicht zu verstecken. Baidu ist dabei in etwa mit Google vergleichbar. Wenn es um das Thema Internetsuche geht, kommt man in China an Baidu kaum vorbei. Die Suche steckt auch im Namen. Dieser stammt aus einem mehr als 800 Jahre alten Gedicht und steht für die beharrliche Suche nach dem Ideal.

Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen ist in China im Bereich Internetsuche mit Abstand Marktführer. Allerdings beschränkt man sich längst nicht mehr nur auf den Heimatmarkt. Baidu ist in Ländern wie Brasilien, Ägypten, Indonesien, Japan oder Thailand vertreten. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf China. Zumal heimische Konzerne von der Zentralregierung vor ausländischer Konkurrenz abgeschirmt werden. Zuletzt feierte Baidu einen wichtigen Meilenstein. Am 5. Juni hieß es von Unternehmensseite, dass die Zahl der täglichen Nutzer der Baidu-App, die sowohl die Internetsuche als auch personalisierte Nachrichten ermöglicht, die Marke von 150 Millionen überschritten hat.

Die starken Nutzerzahlen machten sich in der Vergangenheit auch in den Baidu-Geschäftsergebnissen positiv bemerkbar. Laut Unternehmensangaben vom 26. April kletterten die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent auf 20,9 Mrd. Yuan (umgerechnet 2,77 Mrd. Euro). Fast 80 Prozent der Erlöse wurden mithilfe mobiler Geräte erzielt. Das operative Ergebnis wurde sogar um 128 Prozent auf 4,6 Mrd. Yuan verbessert. Trotz solcher Erfolge treibt Baidu seinen Konzernumbau voran. Das Unternehmen will sich in Zukunft vor allem auf Kerngeschäftsbereiche konzentrieren. Zu diesem Zweck werden Beteiligungen abgestoßen. Als Zukunftsthema hat man vor allem die Künstliche Intelligenz identifiziert.

Auch wenn die Chancen im Bereich Künstliche Intelligenz enorm zu sein scheinen, stellt sich immer noch die Frage, ob Baidu in der Lage sein wird, mithilfe innovativer Anwendungen Geld zu verdienen. Zumal die Konkurrenz nicht schläft und ähnliche Ziele verfolgt. Auch im Bereich Internetsuche ist Baidu nicht vor der Konkurrenz sicher. Auf mobilen Geräten wäre in diesem Zusammenhang vor allem die durch den E-Commerce-Riesen Alibaba unterstützte Suchmaschine Shenma zu nennen. Außerdem ist die Baidu-Aktie in den vergangenen Jahren sehr gut gelaufen. Die positiven Aussichten könnten bereits eingepreist sein. Zudem könnte das Wachstum begrenzt sein. Es ist nicht sicher, wie sich die zu Hause von der Regierung unterstützten Unternehmen später auf dem Weltmarkt schlagen werden. Zudem sollte man inzwischen auch das Thema Handelsstreit bedenken. International tätige Unternehmen können schnell zwischen die Fronten geraten.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Baidu-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (WKN DS1E5L, Laufzeit bis zum 13.03.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 11,60. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (WKN DM73YP, aktueller Hebel 15,06; Laufzeit bis zum 13.03.2019) auf fallende Kurse der Baidu-Aktie setzen.

Stand: 14.06.2018

(14.06.2018)

© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

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Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen ist in China im Bereich Internetsuche mit Abstand Marktführer. Allerdings beschränkt man sich längst nicht mehr nur auf den Heimatmarkt. Baidu ist in Ländern wie Brasilien, Ägypten, Indonesien, Japan oder Thailand vertreten. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf China. Zumal heimische Konzerne von der Zentralregierung vor ausländischer Konkurrenz abgeschirmt werden. Zuletzt feierte Baidu einen wichtigen Meilenstein. Am 5. Juni hieß es von Unternehmensseite, dass die Zahl der täglichen Nutzer der Baidu-App, die sowohl die Internetsuche als auch personalisierte Nachrichten ermöglicht, die Marke von 150 Millionen überschritten hat.

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Auch wenn die Chancen im Bereich Künstliche Intelligenz enorm zu sein scheinen, stellt sich immer noch die Frage, ob Baidu in der Lage sein wird, mithilfe innovativer Anwendungen Geld zu verdienen. Zumal die Konkurrenz nicht schläft und ähnliche Ziele verfolgt. Auch im Bereich Internetsuche ist Baidu nicht vor der Konkurrenz sicher. Auf mobilen Geräten wäre in diesem Zusammenhang vor allem die durch den E-Commerce-Riesen Alibaba unterstützte Suchmaschine Shenma zu nennen. Außerdem ist die Baidu-Aktie in den vergangenen Jahren sehr gut gelaufen. Die positiven Aussichten könnten bereits eingepreist sein. Zudem könnte das Wachstum begrenzt sein. Es ist nicht sicher, wie sich die zu Hause von der Regierung unterstützten Unternehmen später auf dem Weltmarkt schlagen werden. Zudem sollte man inzwischen auch das Thema Handelsstreit bedenken. International tätige Unternehmen können schnell zwischen die Fronten geraten.

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