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Apple: Als wenn nichts gewesen wäre (Christian-Hendrik Knappe)

Apple kann es noch. Nachdem der iPhone-Hersteller zuletzt etwas von Anlegerseite in die Kritik geriet, gelang dem Konzern mit den jüngsten Quartalszahlen ein Befreiungsschlag.

Gerade als Apple auf besten Wege zu sein schien, beim Börsenwert endlich die Marke von 1 Billion US-Dollar zu knacken, hatten Marktteilnehmer wieder verstärkt angefangen, über schwache Absätze des Jubiläums-Smartphones aus dem Hause Apple zu spekulieren. Kein Wunder: Bei einem offiziellen Einstiegspreis von 1.149 Euro überlegt man es sich zwei Mal, ob man so ein Gerät braucht. Vor allem, wenn man bedenkt, dass viele Nutzer mit den Vorgänger-iPhones immer noch zufrieden sein dürften. Als Beleg für die Absatzschwäche des iPhone X wurde vor allem der am 19. April 2018 vorgelegte Bericht für das erste Quartal vonseiten des Halbleiterunternehmens und Apple-Zulieferers Taiwan Semiconductor (TSMC) gewertet.

Das Unternehmen lieferte einen überraschend schwachen Umsatzausblick und erklärte dies im Quartalsbericht mit einer schwachen Nachfrage im Geschäft mit Mobilgeräten. Laut dem US-Wirtschaftssender CNBC konkretisierte TSMC die vorherigen Aussagen auf der Analystenkonferenz. Demnach wurde neben einem etwas weniger optimistischen Blick auf den Bereich Kryptowährungen auch die nachlassende Nachfrage aus dem hochpreisigen Smartphone-Segment für die enttäuschende Unternehmensprognose verantwortlich gemacht. Ausgerechnet in diesem High-End-Segment ist das iPhone X von Apple zu finden.

Doch in den am 1. Mai 2018 von Apple vorgelegten Quartalszahlen ist von einer nachlassenden Nachfrage nichts zu sehen. Die Absätze des iPhones stiegen zwischen Januar und März um 3 Prozent auf 52,22 Millionen. Gleichzeitig erhöhte sich der Umsatz um 14 Prozent auf 38,03 Mrd. US-Dollar. Diese Entwicklung spricht klar für die wachsende Bedeutung der höhermargigen iPhone X. Genaue Daten lieferte Apple allerdings nicht.

Über alle Produkte stieg der Umsatz von Apple im zweiten Fiskalquartal um 16 Prozent auf 61,14 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen selbst hatte ein Umsatzplus auf 60 bis 62 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt. Die Analystenprognosen bewegten sich laut Reuters im Schnitt bei 60,8 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich erzielte Apple im Berichtszeitraum ein Nettoergebnis von 13,82 Mrd. US-Dollar bzw. 2,73 US-Dollar je Aktie. Der bereinigte Gewinn je Aktie wurde auf Analystenseite wiederum bei 2,68 US-Dollar gesehen, nach 2,10 US-Dollar im Vorjahr.

Mit Blick auf das laufende dritte Fiskalquartal stellt Apple einen Umsatz von 51,5 bis 53,5 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern lediglich einen Umsatz von 45,4 Mrd. US-Dollar erzielt. Dieses Wachstum dürfte, wie bereits aktuell, am großen Erfolg des iPhones, aber auch an der Apple Watch liegen. Der Umsatz im Bereich „Sonstige Produkte“, der u.a. die Apple Watch beinhaltet, war im zweiten Fiskalquartal um 38 Prozent auf 3,95 Mrd. US-Dollar geklettert.

Ein Wehmutstropfen der aktuellen Zahlenvorlage ist die Verwendung der enormen Barmittel des Konzerns. So soll einerseits die Quartalsdividende um 16 Prozent auf 73 Cents ansteigen. Gleichzeitig wurde andererseits auch ein neues Aktienrückkaufprogramm über 100 Mrd. US-Dollar angekündigt. Offenbar fällt der Mannschaft um Apple-Chef Tim Cook nichts Besseres ein, als die gewaltigen Cash-Reserven an die Aktionäre zurückzugeben. Die Entwicklung eines seit langem erhofften, „next big thing“ ist derweil nicht in Sicht. Ob auf diese Weise dennoch die Position als teuerstes Unternehmen der Welt gehalten und der Weg in Richtung 1 Billion US-Dollar Firmenwert gegangen werden kann, bleibt offen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Apple-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (WKN DM73XH, Laufzeit bis zum 13.03.2019) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 20,50. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (WKN DM73Y1, aktueller Hebel 25,88; Laufzeit bis zum 13.03.2019) auf fallende Kurse der Apple-Aktie setzen.

Stand: 03.05.2018

(03.05.2018)

© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

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Das Unternehmen lieferte einen überraschend schwachen Umsatzausblick und erklärte dies im Quartalsbericht mit einer schwachen Nachfrage im Geschäft mit Mobilgeräten. Laut dem US-Wirtschaftssender CNBC konkretisierte TSMC die vorherigen Aussagen auf der Analystenkonferenz. Demnach wurde neben einem etwas weniger optimistischen Blick auf den Bereich Kryptowährungen auch die nachlassende Nachfrage aus dem hochpreisigen Smartphone-Segment für die enttäuschende Unternehmensprognose verantwortlich gemacht. Ausgerechnet in diesem High-End-Segment ist das iPhone X von Apple zu finden.

Doch in den am 1. Mai 2018 von Apple vorgelegten Quartalszahlen ist von einer nachlassenden Nachfrage nichts zu sehen. Die Absätze des iPhones stiegen zwischen Januar und März um 3 Prozent auf 52,22 Millionen. Gleichzeitig erhöhte sich der Umsatz um 14 Prozent auf 38,03 Mrd. US-Dollar. Diese Entwicklung spricht klar für die wachsende Bedeutung der höhermargigen iPhone X. Genaue Daten lieferte Apple allerdings nicht.

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