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ATX-Trends: AT&S, SBO, OMV, Zumtobel im Fokus (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)

31.01.2018, 5056 Zeichen

Auch gestern ging es an den europäischen Börsen nach unten, schwache US-Börsen, steigende Zinsen und ein stabilisierter Euro wurden allgemein als Grund für die Gewinnmitnahmen gesehen. Zusätzlich nimmt die Nervosität während der Berichtssaison generell zu. Gestern waren die meisten der vorgelegten Zahlen durchaus positiv, in der Schweiz konnte Swatch überzeugen und verzeichnete ein Kursplus von 5,1%. Dies half auch Mitbewerbern, Richemont beispielsweise verzeichnete einen Zuwachs von 1,3%. Auch bei Luxottica ist das abgelaufene Quartal durchaus positiv verlaufen, die Jahresziele konnten bestätigt werden, die Aktie legte 1,3% zu. Das verhalf auch Essilor zu einem Zuwachs von 0,8%. Philips hingegen enttäuschte vor allem beim organischen Wachstum, die Aktie wurde dafür mit einem Kursverlust von 3,7% abgestraft. Zu den Zahlen von Alfa Laval äußerten sich Kommentatoren durchaus positiv, der Titel schloss 2,5% höher. Schwer mit der Interpretation taten sich Investoren bei den Zahlen von SAP, nach einem volatilen Tagesverlauf behielten die Bären die Oberhand und sandten den Titel 2,1% nach unten. Unter Druck gerieten auf Grund nachgebender Metall und Ölpreise die Minen- und Ölwerte, der Sektor beendete den Tag mit 1,8% tieferen Notierungen. Ebenfalls unter Druck standen Finanztitel, die Branche schloss den Tag mit knapp 1,5% tieferen Notierungen. Nach unten gezogen wurde dieser Sektor von der Deutschen Bank, wo Gerüchte über einen möglichen Ausstieg eines chinesischen Großaktionärs die Runde machten und ein Minus von 4,5% verursachten.

Neuerlich nach unten ging es gestern auch für die Börse in Wien, keine große Überraschung angesichts des allgemeinen Umfeldes. Der Handel war insgesamt sehr gering, die Nachrichtenlage war eher dünn. Schwach waren erneut die Ölwerte, durch die Sektorschwäche wurde Schoeller-Bleckmann weitere 3,2% nach unten gezogen. Auch OMV musste am gestrigen Handelstag 2,6% einbüßen. Bereits den vierten Handelstag in Folge ging es für Zumtobel nach unten, die Gewinnwarnung wirkt nach und verursachte auch gestern ein Minus von 4,0%. Leicht erholen konnte sich hingegen Semperit, gestern schloss der Titel 0,7% höher. AT&S ging vor der Ergebnispräsentation kaum verändert aus dem Handel, es gab ein leichtes Plus von 0,2%. Abschläge gab es auch bei den Finanztiteln, die Bawag musste 1,8% abgeben, Erste Group schloss 0,6% tiefer, lediglich Raiffeisen konnte sich gegen den Sektortrend stemmen und ein Plus von 0,3% einfahren.

Die Börsen in den USA mussten noch einmal der jüngsten Rekordjagd Tribut zollen und schlossen deutlich schwächer, der Dow Jones erlitt mit einem Minus von 1,4% den größten prozentuellen Tagesverlust seit Mai 2017. Selbst gute Zahlen einiger großer Unternehmen konnten die Anleger gestern nicht für Aktien begeistern, als Grund dafür wurde allgemein der jüngste Zinsanstieg geltend gemacht. Gute Zahlen bei Pfizer und McDonalds wurden zu Gewinnmitnahmen genutzt, für Pfizer ging es rund 3,1% nach unten, bei McDonalds stand ein Kursverlust von 3,0% zu Buche, nachdem die Aktie am Vortag noch ein Rekordhoch erreicht hatte. Auch im Gesundheitssektor ging es nach unten, United Health war mit einem Minus von 4,4% der größte Tagesverlierer im Dow Jones. Von positiven Analystenkommentaren konnte United Continental profitieren, für die Fluglinie gab es gestern ein Plus von 1,9% erzielen.

Weiter nach unten ging es gestern auch für die Ölpreise, Brent beendete den Tag mit einer Abgabe von 0,6%, WTI schloss gar 1,6% schwächer. Gold schloss nach einem relativ volatilen Handel nahezu unverändert bei 1.339 US-Dollar. Der Euro zeigte neue Stärke, musste aber von den Tageshöchstständen wieder leicht abgeben und wurde gegen den Abend bei rund 1,24 zum US-Dollar gehandelt.

Vorbörslich sind die europ. Börsen etwas fester indiziert. Die asiatischen Börsen schließen mehrheitlich mit grünen Vorzeichen. Von der Makroseite gibt es heute um 11:00 Inflationsdaten aud der Eurozone und um 20 Uhr die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank FED.

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Legte gestern nachbörslich aufgrund des schiefen Geschäftsjahres die Zahlen für die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres 2017/18 vor. Der Umsatz lag dabei mit €765,9Mio. um 24,5% über dem Vorjahreswert, was vor allem auf die gute Nachfrage sowie einen Beitrag der beiden neuen chinesischen Werke zurückzuführen ist. Das EBITDA sprang um 86,3% nach oben auf €190,3Mio. während das EBIT von €11,8Mio. auf €88,8Mio. angehoben werden konnte. Dementsprechend konnte das Nettoergebnis auf €47,8Mio. verbessert werden nach €-19,7Mio. im Vorjahr. Für das vierte Quartal geht das Unternehmen davon aus, dass sich die in der Branche übliche Saisonalität nach dem starken Weihnachtsquartal in den Zahlen widerspiegeln wird. Im Gesamtjahr soll der Umsatz weiterhin um 20-25% steigen, die EBITDA Marge dürfte jedoch aufgrund der guten Ergebnisse leicht über der im Oktober 2017 gegebenen Prognose von 19-22% liegen.

9M/17: Umsatz: €765,9Mio. (773,1e); EBITDA: €190,3Mio. (186,2); EBIT: €88,8Mio. (83,7e); Nettoergebnis: €47,8Mio. (62,2e)


(31.01.2018)

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    31.01.2018, 5056 Zeichen

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    9M/17: Umsatz: €765,9Mio. (773,1e); EBITDA: €190,3Mio. (186,2); EBIT: €88,8Mio. (83,7e); Nettoergebnis: €47,8Mio. (62,2e)


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