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Nächste Treppenstufe im DAX: Allzeithoch (Andreas Mueller, Christoph Scherbaum)

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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Original abrufbar unter Trading-Treff.de bezieht sich auf den DAX (ISIN DE0008469008 | WKN 846900).

Die neue Woche dürfte wesentlich spannender beginnen, als wir es vor einer Woche erwarten konnten. Denn rückblickend war der vergangene Montag ohne Wall Street eher lustlos. Erst später nahm die Handelswoche im DAX an Fahrt auf und wurde vor allem für Anleger wieder attraktiv. Wir näherten uns sogar erneut dem Allzeithoch an – mit Rückenwind aus den USA versteht sich. Doch dazu gleich ein paar Worte mehr, bevor ich zum Ausblick auf die kommende Handelswoche komme.

Rückblick auf die Börsenwoche

Der Rückblick auf die Handelswoche kann recht kurz erfolgen. Die Woche begann ohne Impulse der Wall Street, da dort am Montag ein Feiertag war. Erwartungsgemäß bewegte sich der DAX sehr zäh und nicht nachhaltig. Im Hoch stand die 13.250 zu Buche, welche uns schon mehrfach beschäftigte. Der Dienstag konnte eingangs glänzen und lockte an dieser Marke entsprechende Ausbruchstrader in den Markt:

Chartbild Ausbruchslevel im DAX
Bestimmung des Ausbruchslevels im DAX

Nachhaltig war der Ausbruch nicht, denn wie ein Boomerang kam der Markt wenig später zurück und schloss recht genau an der Ausbruchsmarke. Man nennt dies auch Reversal. Einmal mehr war der „Wind“ dazu an der Wall Street zu spüren. Nach deren Feiertag lagen die Futures sehr weit im Plus und forderten die Bären heraus. Sie nutzten die Chance in Verbindung mit dem GAP-close auch, um das gesamte Tagesplus abzuverkaufen – hier noch einmal nachträglich dargestellt (aus meinem Facebook-Kanal):

Damit hieß es für den DAX: zurück unter die Ausbruchsmarke, die am Mittwoch dann nur noch das Tageshoch bilden konnte, aber keine Unterstützung war.

An der Wall Street wurde diese kleine Korrektur zum Anlass für neue Käufe genommen. Die Rally lief somit weiter und übersprang erneut die 26.000 Punkte-Marke. Zeitlich benötigte der Dow Jones übrigens zwischen 25.000 und 26.000 keine 10 Tage, wo er doch noch von der 24.000 auf die 25.000 mehr als 20 Tage brauchte. Auch das war „damals“ schon eine Glanzleistung!

Dort trat allerdings Zeit zum Verweilen ein und ein kleines Spielchen der Marktteilnehmer mit dieser runden Marke. Der DAX musste dafür noch etwas tun und nahm am Donnerstag die nun schon mehrfach genannte Marke bei 13.250 Punkten erneut in Angriff.

Erneute Widerstandszone im DAX
Erneute Widerstandszone im DAX: 13.250 Punkte

Der Ausbruch am Donnerstag gelang per Schlusskurs und setzte damit am Freitag den Weg frei, die hier im Schaubild ganz links zu sehenden Jahreshochs anzugreifen. Am 9.1.2018 stand er im Hoch bei 13.425 Punkten und am Freitag sogar bei 13.445 Punkten. Damit sind zum Allzeithoch nur noch 80 Punkte Raum.

Beim Blick auf die anderen Mitglieder der DAX-Familie (ausführlicher Beitrag) erfreuten sich indes der MDAX, der SDAX und der TecDAX an neuen Rekordhöhen. Ob der DAX selbst nun am Montag folgen kann?

Trading-Ideen für die neue Handelswoche

Den Ausblick auf die kommende Handelswoche muss man diesmal mit den politischen Ereignissen abgleichen. Denn der „Shutdown“ als Haushaltssperre in den USA (aktuelle Berichterstattung) ist durchaus ein Punkt, welcher neben den noch immer laufenden Regierungsbildungsgesprächen in Berlin für Verunsicherung sorgen könnte. Darauf möchte ich jedoch nicht weiter eingehen, es aber zur Berücksichtigung vermerkt haben!

Im 4-Stundenchart des Deutschen Aktienindex ist das Allzeithoch somit gut sichtbar. Die Konsolidierung in dieser Woche tauchte zwar in die mittelfristige Range-Zone der letzten Woche ein, fing sich aber im oberen Bereich. Somit kann die 13.200 als Unterstützungslevel im XETRA-Chart eingezeichnet werden:

Chartbild 4 Stunden DAX mit Unterstützung
Chartbild 4 Stunden DAX mit Unterstützung und Schwung Richtung Allzeithoch

Mit der, wenn auch minimalen (20 Punkte), Überschreitung der bisherigen Jahreshochs, hat sich nach klassischer Charttechnik eine weitere Treppenstufe im Trend formiert. Hieraus ist rein aus dem Chartbild die nächste Hürde nun das Allzeithoch aus dem Vorjahr. Die Treppenstufen habe ich im gleichen 4-Stundenchart rot markiert:

Markttechnik im DAX
Markttechnik im DAX: Steigende Hochs im Chartbild

80 Punkte sind hier sicherlich keine große Bewegung, die mentale Hürde ist jedoch enorm. Der Druck allerdings auch, da die anderen DAX-Indizes hier schon einen Schritt weiter sind.

Viel wird sicherlich von der Reaktion auf den Shutdown in den USA abhängen. Stecken die Börsen dies weg, weil eine Einigung (wie in den Vorjahren) dann doch schnell geschieht? Wird erst einmal hart verhandelt und demonstriert, wie im Jahr 2013 zu sehen war? Oder kommt es zu einem Eklat?

Charttechnisch favorisiere ich das Szenario der Erreichung vom Allzeithoch in den kommenden Tagen. Hier droht erst „Ungemach“ bei Unterschreitung der 13.350 Punkte. Dies stellte das Hoch am Dienstag und ebenso Mitte Dezember dar. Mit der Kombination zum gepunkteten Aufwärtstrend ist dies meine Wochenmarke für ein Umswitchen in Short:

Szenario Short DAX
Szenario Short ab Bruch dieses Levels im DAX

Auslöser dafür könnten die beiden politischen Themen sein, die ich hier erwähnt hatte. Aus terminlicher Sicht stehen Montag 14.30 Uhr Daten der US-Konsumenten, am Dienstag 11 Uhr das EU-BIP und Mittwoch Verbraucherdaten in den USA. Mittwochabend tagt die FED zu den US-Zinsen. Dies dürfte den weiteren Verlauf dann abseits der Politik bestimmen.

Noch ein Blick auf den DAX im großen Bild des Wochencharts an dieser Stelle. Hier sieht man die konsequente Aufwärtsentwicklung trotz teilweise heftiger Konsolidierungen:

Chartanalyse Wochenchart DAX
Wochenchart DAX mit konstanter Entwicklung

Hierbei bildet das Allzeithoch womöglich nur einen kurzen Halt im weiteren Trendverlauf und sollte damit nicht überbewertet werden. Eine große Übertreibung oder gar Euphorie im DAX war noch nicht zu spüren. Gerade ein Performanceindex ist von der Logik her auf langfristig steigende Notierungen ausgerichtet. Machen Sie sich dies für die Altersvorsorge bzw. als Anleger zunutze. Als Trader kann man natürlich von den Schwankungen dazwischen immer profitieren. Da die Frage aufkam: Gezeigte Bewegungen lassen sich mit CFDs gut handeln. Mein Broker dazu ist JFD (hier weitere Infos).

 

Viel Erfolg zum Wochenstart und in dessen Verlauf wünscht

Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)

Andreas Mueller ist unter dem Pseudonym „Bernecker1977“ als Trader, Referent und Coach seit 2001 aktiv. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen u.a. auf wallstreet-online seit dem Jahr 2005 in den „Tages-Trading-Chancen“ ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen. Auf markteinblicke.de analysiert er den DAX mit Hilfe der Charttechnik. Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus

(21.01.2018)


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Der Rückblick auf die Handelswoche kann recht kurz erfolgen. Die Woche begann ohne Impulse der Wall Street, da dort am Montag ein Feiertag war. Erwartungsgemäß bewegte sich der DAX sehr zäh und nicht nachhaltig. Im Hoch stand die 13.250 zu Buche, welche uns schon mehrfach beschäftigte. Der Dienstag konnte eingangs glänzen und lockte an dieser Marke entsprechende Ausbruchstrader in den Markt:

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Nachhaltig war der Ausbruch nicht, denn wie ein Boomerang kam der Markt wenig später zurück und schloss recht genau an der Ausbruchsmarke. Man nennt dies auch Reversal. Einmal mehr war der „Wind“ dazu an der Wall Street zu spüren. Nach deren Feiertag lagen die Futures sehr weit im Plus und forderten die Bären heraus. Sie nutzten die Chance in Verbindung mit dem GAP-close auch, um das gesamte Tagesplus abzuverkaufen – hier noch einmal nachträglich dargestellt (aus meinem Facebook-Kanal):

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An der Wall Street wurde diese kleine Korrektur zum Anlass für neue Käufe genommen. Die Rally lief somit weiter und übersprang erneut die 26.000 Punkte-Marke. Zeitlich benötigte der Dow Jones übrigens zwischen 25.000 und 26.000 keine 10 Tage, wo er doch noch von der 24.000 auf die 25.000 mehr als 20 Tage brauchte. Auch das war „damals“ schon eine Glanzleistung!

Dort trat allerdings Zeit zum Verweilen ein und ein kleines Spielchen der Marktteilnehmer mit dieser runden Marke. Der DAX musste dafür noch etwas tun und nahm am Donnerstag die nun schon mehrfach genannte Marke bei 13.250 Punkten erneut in Angriff.

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Mit der, wenn auch minimalen (20 Punkte), Überschreitung der bisherigen Jahreshochs, hat sich nach klassischer Charttechnik eine weitere Treppenstufe im Trend formiert. Hieraus ist rein aus dem Chartbild die nächste Hürde nun das Allzeithoch aus dem Vorjahr. Die Treppenstufen habe ich im gleichen 4-Stundenchart rot markiert:

Markttechnik im DAX
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Viel wird sicherlich von der Reaktion auf den Shutdown in den USA abhängen. Stecken die Börsen dies weg, weil eine Einigung (wie in den Vorjahren) dann doch schnell geschieht? Wird erst einmal hart verhandelt und demonstriert, wie im Jahr 2013 zu sehen war? Oder kommt es zu einem Eklat?

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