Task Force für einen Neuen Markt in Wien #gabb

Autor:
Christian Drastil

Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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Aus unserem neuen Börsenbrief: http://www.boerse-social.com/gabb .

Ein interessantes Mail habe ich von Petra Augustyn, Gründerin von ktschng.com, bekommen, sie formiert gerade eine Gruppe, deren Ziel es sein wird, Start-Ups an die Wiener Börse zu bekommen. Ich wäre hier in ihrem „A-List Team“ willkommen, informell wurden viele bekannte Namen genannt. Nun - und damit sind wir im Grunde auch beim grossen Coverthema unseres jüngsten Börse Social Magazine (Ausgabe #12) -, im Grunde geht es um die Öffnung des Dritten Marktes und da haben Wiener Börse und Mitstreiter bereits eine Menge bei der Politik deponiert. Vielleicht fehlt ja gar nicht mehr viel. Freilich ist die neue Regierung erst kurz im Amt.  Es ist schon bezeichnend: Mit European Lithium, FinGroup und Biovolt haben wir bei der Roadshow am 28.2. drei Neuzugänge des Dritten Marktes dabei, keines kommt aus Österreich, weil wir da noch das Namensaktien-Problem haben. Ich habe Petra Augustyn jedenfalls gebeten, ihren Input für diese #gabb-Ausgabe zusammenzuschreiben. Hat sie getan. Danke!

Petra Augustyn schreibt: 

"Im Herbst 2017 titelten einige heimische Medien „Wird die Wiener Börse noch schlanker?“, oder „die Wiener Börse im Dörnröschenschlaf.“ Paradoxerweise feierte sich parallel dazu die Start-Up-Szene in der eigenen Echokammer. Mit Claims wie Start up country Nr.1, #nosleeptillyoudie oder #iXelerate glaubte man, erfolgreich zu sein. Doch wie können solche Claims jemals einer Realität standhalten, ohne einen Neuen Markt mit wachen, hochmotivierten Börsianern? Die Szenerie „round the corner“ zum Beispiel in Prag mit weitaus besseren Rahmenbedingungen für Investoren, hochintelligenten Gründern, Programmieren und einiges weniger an Start-Up Politik- und Medienverstrickungen mutet da durchaus interessanter an.

Ein floriendes Start-Up Environment funktioniert nur, wenn junge Tech Firmen einen Börseplatz zu Verfügung haben, an dem sie - anstatt sich rasch an den erstbesten Old-Economy-Konzern verkaufen zu müssen, damit die Pre-Seed Investoren nicht ganz abgebrannt im Regen stehen gelassen werden - frisches Kapital mit nennenswerten Summen holen können. Nur so lassen sich wirtschaftlich nachhaltige Tech-Firmen mit echter Substanz, wie Google, Facebook, Amazon auch in Europa aufbauen. In Österreich wurde offensichtlich die Makro-, Meso- und Mikroökonomie von Start-Up Clustern immer noch nicht ganz verstanden. Doch war das durchaus nicht immer so. Wir konnten das hier schon mal. In den 90iger Jahren während der New Economy gab es durchaus Start-Ups aus Österreich, die an Börsen und Neuen Märkten reüssierten und Investoren, die ihr Geschäft verstanden. Heute ist weit und breit kein Markt in Sicht. Aber was nicht ist, kann noch werden. Investmentbanker und ambitionierte Gründer mit Weitblick braucht das Land. Hier meine Punkte:

 - Öffnung der Wiener Börse für einen Neuen Markt

 - IPOs und ICOs am Wiener Neuen Markt - Vorbild NASDAQ.  Die NASDAQ hat sich letzten Dezember für ICOs in common mit IPOs geöffnet.

- AG Light für Start_ups (siehe „Forderungskatalog der Austrian Angel Investor“.)

- internationale,starke Finanzinvestoren nach Österreich bringen. 

- Nachhaltigkeitsstrategie bei Start-Ups: gründen für den raschen Exit schafft keinerlei Nachhaltigkeit für den Wirtschaftsstandort und internationales Standing

- Datenhoheit Europa - Thema european cloud"

(16.01.2018)

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1. Petra Augustyn

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Petra Augustyn schreibt: 

"Im Herbst 2017 titelten einige heimische Medien „Wird die Wiener Börse noch schlanker?“, oder „die Wiener Börse im Dörnröschenschlaf.“ Paradoxerweise feierte sich parallel dazu die Start-Up-Szene in der eigenen Echokammer. Mit Claims wie Start up country Nr.1, #nosleeptillyoudie oder #iXelerate glaubte man, erfolgreich zu sein. Doch wie können solche Claims jemals einer Realität standhalten, ohne einen Neuen Markt mit wachen, hochmotivierten Börsianern? Die Szenerie „round the corner“ zum Beispiel in Prag mit weitaus besseren Rahmenbedingungen für Investoren, hochintelligenten Gründern, Programmieren und einiges weniger an Start-Up Politik- und Medienverstrickungen mutet da durchaus interessanter an.

Ein floriendes Start-Up Environment funktioniert nur, wenn junge Tech Firmen einen Börseplatz zu Verfügung haben, an dem sie - anstatt sich rasch an den erstbesten Old-Economy-Konzern verkaufen zu müssen, damit die Pre-Seed Investoren nicht ganz abgebrannt im Regen stehen gelassen werden - frisches Kapital mit nennenswerten Summen holen können. Nur so lassen sich wirtschaftlich nachhaltige Tech-Firmen mit echter Substanz, wie Google, Facebook, Amazon auch in Europa aufbauen. In Österreich wurde offensichtlich die Makro-, Meso- und Mikroökonomie von Start-Up Clustern immer noch nicht ganz verstanden. Doch war das durchaus nicht immer so. Wir konnten das hier schon mal. In den 90iger Jahren während der New Economy gab es durchaus Start-Ups aus Österreich, die an Börsen und Neuen Märkten reüssierten und Investoren, die ihr Geschäft verstanden. Heute ist weit und breit kein Markt in Sicht. Aber was nicht ist, kann noch werden. Investmentbanker und ambitionierte Gründer mit Weitblick braucht das Land. Hier meine Punkte:

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