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Linde: Ähnliche Entwicklung wie bei Hoechst? (Michael Vaupel, Christoph Scherbaum)

Bild: © finanzmarktfoto.at/Martina Draper, Linde

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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13.11.2017, 2468 Zeichen

Na das wäre ja knapp gewesen, wenn die Quote nicht herabgesetzt worden wäre! Um was es geht – Thema Zusammenschluss von Linde  (WKN: 648300 / ISIN: DE0006483001) mit dem US-Konkurrenten Praxair. Das soll so ablaufen, dass die Linde PLC (WKN: A2E4L7 / ISIN: DE000A2E4L75) im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots von den Aktionären der Linde AG deren Aktien übernimmt.

Dazu hieß es zunächst, dass dies von einer Mindestannahmequote von 75% abhängig ist. Mit anderen Worten: Wenn die nicht erreicht werden, dann gilt das Angebot nicht mehr. Wahrscheinlich lief die Annahme dieses Angebots durch die Linde-Aktionäre nicht gerade euphorisch an, denn am 23.10. – noch in der Annahmephase – wurde mitgeteilt, dass die Mindestannahmequote von 75% auf 60% abgesenkt wurde. Zudem wurde die Frist bis zum 7. November verlängert. Insofern war es in den Tagen danach durchaus spannend – wie hoch fiel nun die Annahmequote aus?

Linde-Chart: boerse-frankfurt.de

Dazu teilte Linde inzwischen mit: „Auf Basis der bislang zugegangenen und von den Depotbanken gebuchten Annahmeerklärungen“ für das entsprechende Übernahmeangebot sei „die Schwelle von 74% überschritten“ worden. Wie gut aus Sicht derjenigen, die den geplanten Zusammenschluss gutheißen, dass die Schwelle zuvor von 75% auf 60% gesenkt worden ist! So wie es aussieht geht es nun also weiter mit dem Plan für den Zusammenschluss.

Es gibt noch einige Vorbehalten, hinsichtlich „etwaiger bislang noch nicht gebuchter Rücktrittserklärungen“. Zudem steht die Fusion noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Behörden. Ich persönlich finde die Fusion nicht so prickelnd – denn der fusionierte Konzern soll vom derzeitigen Praxair-Firmensitz in den USA geleitet werden. Wer weiß, ob da Linde nicht einen ähnlichen Weg wie damals Hoechst gehen wird.

Ein Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.

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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.


(13.11.2017)

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Linde
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Uhrzeit:  22:31:28
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