Dow Jones, DAX & Co: Die unbeliebteste Rallye der Geschichte? (Christoph Scherbaum)

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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Die Aktienmärkte laufen und laufen. In Deutschland klettert der DAX zuletzt über die Marke von 13.000 Punkten und auch an der Wall Street feierte man in den letzten Monaten ein Rekordhoch nach dem anderen. Zahlreiche Skeptiker warnen dagegen seit einiger Zeit vor der nächsten Korrektur. Doch in Sicht ist die nicht. Fast scheint es, als wenn wir derzeit die „unbeliebteste Rallye der Geschichte“ erleben würden.

Die Rallye läuft so lange sie läuft. Es sind solche Weisheiten, die viele Anleger zum Verzweifeln bringen. Woher soll man denn wissen, wann die Märkte bereit sind für eine Korrektur? Ehrlicherweise muss man festhalten: Das weiß niemand, denn: „Die Märkte“ gibt es nicht.

Die Börse ist eine Ansammlung von tausenden menschlichen und inzwischen auch elektronischen Teilnehmern. Und diese agieren höchst unterschiedlich. Selten passiert es, dass alle in die gleiche Richtung denken und handeln. Dann meist auch nur für kurze Zeit. Das ist aber letztlich auch das Geheimnis der Börse. Da sind entsprechende Prognosen dann auch eher amüsant zu beobachten…

Unbeliebteste Rallye? Eine wie wir finden sehr interessante Einschätzung kommt von Lukas Daalder von Robeco. Nach Daalders Überzeugung lautet die entscheidende Frage für Anleger jetzt, ob die Überbewertung der US-Aktienmärkte in absehbarer Zukunft zur größten Sorge für die Börsen werden wird. „Wenn man sich den Markt ansieht, ist die Antwort offenbar ein ziemlich klares Nein. Vielleicht ist dies die unbeliebteste Rallye der Geschichte. Dennoch dauert sie bis zum heutigen Tag an. Das Bewertungsniveau mag gegenwärtig zu hoch sein, was aber für sich genommen nie ein gutes Argument für den Verkauf von Aktien ist.”

Dass die US-Märkte ohne Zweifel die liquidesten Märkte sind ist unbestritten und dass die Anleger in schwierigen Zeiten sich auf das verlassen, was sie kennen ist auch kein Geheimnis. Von daher dürfte an der These Daalders etwas dran sein. Sollte es mal krachen, ist man an der Wall Street immer noch gut aufgehoben. A

ber auch das ist jetzt keine Neuigkeit an sich. Es ist eher ein Zeichen von Verzweiflung, getreu dem Motto: Irgendwas muss ich meinen Investoren ja erzählen. Dabei ist eine Rallye ja nicht vom Himmel gefallen. Sie wird Tag für Tag von Anlegern fortgeschrieben. Da kommt ein anderen Sprichwort zum tragen: „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht“ – und genau so lange dauert die Rallye. In New York und auch in Frankfurt.

Berichtssison startet erst. Die Börse in Frankfurt hat sich mit für Beobachter zu viel Mühen über die 13.000er-Marke geschleppt. Doch die langfristigen Gründe in (deutsche) Aktien zu investieren sind nach wie vor unverändert da. Insofern ist nach dem Allzeithoch, vor dem Allzeithoch, wie wir bereits im April schrieben. D

ie EZB macht keinerlei anstalten ihre Geldpolitik zu ändern. Die Wirtschaft in Deutschland brummt und die global aufgestellten Unternehmen aus DAX, MDAX & Co. profitieren sowieso von allen Märkten. Das werden die Quartalszahlen, die in den nächsten Wochen vorgelegt werden, wieder einmal zeigen.

FAZIT. Aktien sind und bleiben die besten Anlagevehikel für den langfristigen Vermögensaufbau. Rekordhochs von Indizes sind immer wieder schöne Wegmarken, aber nicht mehr. Es geht langfristig nach oben. Egal ob die Rallye nun geliebt wird, gehasst wird oder ob niemand sich derartige Ausdrücke einfallen lässt.

Einsteiger zum Thema Aktien finden auf der Übersichtsseite „Aktien für Einsteiger“ alles Wissenswerte zum Thema.

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(17.10.2017)


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Die Rallye läuft so lange sie läuft. Es sind solche Weisheiten, die viele Anleger zum Verzweifeln bringen. Woher soll man denn wissen, wann die Märkte bereit sind für eine Korrektur? Ehrlicherweise muss man festhalten: Das weiß niemand, denn: „Die Märkte“ gibt es nicht.

Die Börse ist eine Ansammlung von tausenden menschlichen und inzwischen auch elektronischen Teilnehmern. Und diese agieren höchst unterschiedlich. Selten passiert es, dass alle in die gleiche Richtung denken und handeln. Dann meist auch nur für kurze Zeit. Das ist aber letztlich auch das Geheimnis der Börse. Da sind entsprechende Prognosen dann auch eher amüsant zu beobachten…

Unbeliebteste Rallye? Eine wie wir finden sehr interessante Einschätzung kommt von Lukas Daalder von Robeco. Nach Daalders Überzeugung lautet die entscheidende Frage für Anleger jetzt, ob die Überbewertung der US-Aktienmärkte in absehbarer Zukunft zur größten Sorge für die Börsen werden wird. „Wenn man sich den Markt ansieht, ist die Antwort offenbar ein ziemlich klares Nein. Vielleicht ist dies die unbeliebteste Rallye der Geschichte. Dennoch dauert sie bis zum heutigen Tag an. Das Bewertungsniveau mag gegenwärtig zu hoch sein, was aber für sich genommen nie ein gutes Argument für den Verkauf von Aktien ist.”

Dass die US-Märkte ohne Zweifel die liquidesten Märkte sind ist unbestritten und dass die Anleger in schwierigen Zeiten sich auf das verlassen, was sie kennen ist auch kein Geheimnis. Von daher dürfte an der These Daalders etwas dran sein. Sollte es mal krachen, ist man an der Wall Street immer noch gut aufgehoben. A

ber auch das ist jetzt keine Neuigkeit an sich. Es ist eher ein Zeichen von Verzweiflung, getreu dem Motto: Irgendwas muss ich meinen Investoren ja erzählen. Dabei ist eine Rallye ja nicht vom Himmel gefallen. Sie wird Tag für Tag von Anlegern fortgeschrieben. Da kommt ein anderen Sprichwort zum tragen: „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht“ – und genau so lange dauert die Rallye. In New York und auch in Frankfurt.

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ie EZB macht keinerlei anstalten ihre Geldpolitik zu ändern. Die Wirtschaft in Deutschland brummt und die global aufgestellten Unternehmen aus DAX, MDAX & Co. profitieren sowieso von allen Märkten. Das werden die Quartalszahlen, die in den nächsten Wochen vorgelegt werden, wieder einmal zeigen.

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