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Volkswagen: Zu früh für Panik? (Ivan Tomasevic, Christoph Scherbaum)

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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29.09.2017, 1958 Zeichen

In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir viel über die Diese-Technologie und die E-Mobilität insgesamt lesen und hören dürfen. Rund um den Ausgangspunkt der Diesel-Diskussion, den Abgas-Skandal bei Volkswagen (WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039), hörte man nur noch wenig. Am Freitag änderte sich dies.

Die Wolfsburger teilten mit: „Im dritten Quartal werden negative Sondereinflüsse von voraussichtlich rund 2,5 Mrd. Euro das Operative Ergebnis belasten. Hintergrund ist eine Aufstockung der Vorsorgen für das im Rahmen des geschlossenen Vergleichs umzusetzenden Rückkauf-/Nachrüstprogramms von 2,0l TDI Fahrzeugen in Nordamerika, der sich erheblich langwieriger und technisch anspruchsvoller gestaltet. Der vollständige Zwischenbericht des Konzerns für den Zeitraum Januar-September 2017 wird am 27. Oktober veröffentlicht.“

Nachdem die Anteilsscheine von Volkswagen anfänglich sogar zur DAX Spitzengruppe gehörten, rutschten sie nach dieser Meldung deutlich in die Tiefe. In der Spitze ging es um rund 4 Prozent ins Minus. Dabei müssen sich VW und die anderen deutschen Autohersteller Daimler  (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) oder BMW (WKN: 519000 / ISIN: DE0005190003) nicht nur mit der Diesel-Thematik auseinandersetzen. Viel interessanter ist die Frage, ob sie beim Umstieg auf neue Technologien wie den Elektromotor abgehängt werden.

Volkswagen-Chart: boerse-frankfurt.de

FAZIT. Die deutschen Autobauer stecken in einer schwierigen Situation. Allerdings wäre es noch zu früh in Panik zu geraten. Noch sind sie im Rückstand. Milliardenschwere Investitionsprogramme und eine wahre Flut an neuen Modellen im Elektrobereich sind auf dem Weg, so dass die stolze Branche auch langfristig ihren Führungsanspruch untermauern könnte.

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