22.06.2017, 2458 Zeichen
Finde ich klasse, wenn ein Unternehmen damit Gewinne macht, dass es nützliche Dienste für die Menschheit leistet. So geschehen gerade bei Innogy (WKN: A2AADD / ISIN: DE000A2AADD2). Die haben im und am Ijsselmeer (küstennah und auf dem Deich) alte Windenergie-Anlagen ersetzen lassen, die teilweise in den 1980ern errichtet worden waren.
Damals gehörten sie zu den fortschrittlichsten – heute jedoch liefern die neuen Windenergie-Anlagen des Herstellers Enercon, die Innogy dort installieren ließ, ein Vielfaches an Ertrag. Das lässt sich genau beziffern:
Innogy: Strom für 80.000 Haushalte?
Die alten 50 Anlagen brachten zusammen 15 Megawatt Leistung (= installierte Gesamtkapazität). Die neuen 12 Anlagen, die Innogy hat installieren lassen, bringen es auf eine Leistung von 7,5 Megawatt – pro Stück. Insgesamt errechnet sich dadurch eine installierte Gesamtkapazität von 12 * 7,5 = 90 Megawatt. Also mit deutlich weniger (allerdings größeren) Windenergie-Anlagen trotzdem erheblich mehr Energie produzieren. Das finde ich eine feine Sache, da so der Ertrag gesteigert wird, ohne neue Flächen für die Windenergie bereitstellen zu können.
Innogy-Chart: finanztreff.de
Ich kann das nachvollziehen, wenn ein Landwirt in Holstein nicht direkt neben seinem Hof einen Windpark haben will (an dem er/sieh nicht beteiligt ist). Warum dann also nicht bereits bestehende Windenergie-Anlagen „aufpimpen“, upgraden, aufrüsten – dies wird in der Branche mit dem alt-germanischen Begriff „Repowering“ bezeichnet.
Rechnerisch gesehen können die neuen 12 Windenergie-Anlagen laut Innogy 80.000 Haushalte mit Strom versorgen. Das Investitionsvolumen von Innogy lag laut Firmenangaben bei rund 150 Mio. Euro. Wenn Innogy nicht zum Börsengang quasi als „Mitgift“ von RWE so hohe Schulden mitbekommen hätte, würde mir die Aktie wahrscheinlich ganz gut gefallen. Diese Schuldenlast schreckt mich allerdings ab.
Und hier noch das Zitat zum Tag:
„Nicht, wer wenig hat, sondern wer viel wünscht, ist arm.“ – Seneca
Ein Beitrag von Michael Vaupel
Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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BörseGeschichte Podcast: Michael Buhl vor 10 Jahren zum ATX-25er
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