21.03.2017, 2957 Zeichen
- Fallende Ölpreise und ernüchternde Ergebnisse des G20-Treffens vom Wochenende bremsten gestern die Kauflaune. Mit der Forderung nach dem üblichen gemeinsamen Bekenntnis gegen Protektionismus waren die G20-Teilnehmer bei US-Finanzminister Steven Mnuchin abgeblitzt. Damit verstärkten sich Sorgen, dass sich die Handelspolitik der USA negativ auf das globale Wachstum auswirken könnte. Der Dax schloss am am Montag rund 0,4 Prozent leichter auf 12.052,90 Zählern. Die Handelsspanne lag bei rund 50 Punkten. Angesichts tendenziell weiter nachgebender Ölpreise rangierte der Index der Öl- und Gaswerte mit einem Minus von 1,1 Prozent am Ende der europäischen Branchenindizes. Die als eher defensiv und weniger zyklisch geltenden Pharma- und Lebensmittelaktien hielten sich dagegen besser, ihre Subindizes schlossen leicht im Plus. Deutsche Bank gaben um weitere 3,7% auf 17,19 Euro nach und stellten damit den Verlierer im DAX. Am Dienstag startet die Kapitalerhöhung, mit der die Bank 8 Milliarden Euro einsammeln will. Für 2 alte können die Anleger eine neue Aktie für 11,65 Euro beziehen. Der ATX gewann 0,1%, gesucht waren Flughafen (+3,4%), Immofinanz (+3,3%) und RHI (+1,8%).
- Von der Wall Street kam kaum Hilfe, obwohl der Nasdaq Composite ein Rekordhoch erreichte. Der Dow Jones lag am Abend mit minus 0,1 Prozent bei rund 20.900 Zählern. In den USA wird derzeit wieder einmal die Zinspolitik der Fed diskutiert. Das Fed-Mitglied Charles Evans hatte dem Fernsehsender "Fox Business" gesagt, dass drei Zinsanhebungen in diesem Jahr angemessen wären, sollten sich die Prognosen für einen Aufschwung festigen und die Inflation steigen. Auch vier Erhöhungen sind nicht auszuschließen. Höhere Zinsen könnten dafür Sorgen, dass Anleihen für Anleger wieder interessanter werden, das würde den Aktienmarkt belasten.
- Vorbörslich sind die europ. Märkte leicht positiv indiziert. In Asien schließen die Märkte mehrheitlich im Plus. Von der Makroseite ist es heute relativ ruhig. Von der Unternehmensseite meldete Mayr-Melnhof Zahlen (Details siehe unten).
UNTERNEHMEN
Mayr-Melnhof
veröffentlichte heute Morgen die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2016. Der Umsatz lag mit €2,3Mrd. um 4,2% über dem Vorjahreswert, das operative Ergebnis konnte um 6,9% gesteigert werden auf €213,7Mio. Dabei profitierte vor allem der Bereich Packaging von einer Akquisition sowie positiven Mixeffekten, während die Margen im Kartonbereich durch einen Anstieg des Altpapierpreises unter Druck kamen. Der Jahresüberschuss lag bei €153,4Mio. nach €142,1Mio. im Vorjahr, die Dividende soll auf €3/Aktie erhöht werden (Vj.: €2,8/Aktie). Für das Jahr 2017 rechnet Mary-Melnhof mit einem weiterhin herausfordernden Umfeld. Aufgrund der Kurzfristigkeit des Geschäfts wird keine Ergebnisprognose abgegeben, das 2016 erreichte Rekordergebnis stellt jedoch „ein herausforderndes neues Anspruchsniveau“ dar.
Umsatz: €2,3Mrd. (2,3e); EBIT: €231,7Mio. (209,9e); Nettoergebnis: €153,4Mio. (149,9e)
Wiener Börse Party #1074: ATX etwas schwächer, Cyan wird am Börsentag Wien mit uns präsentieren und Sprachmelodie vs. grosse Trauer
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Mayr-Melnhof
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