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Geldanlage Network: Muss man die Kern-Rede am 11. Jänner fürchten?

Bild: © Dirk Herrmann, Microphon

Autor:
Christian Drastil

Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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Übermorgen hält Kanzler Christian Kern seine schon seit langem angekündigte Rede. Und Kern ist einer, den man noch nicht ganz einschätzen kann. Er war Manager eines Staatsbetriebs, kommt mit Dingen wie Maschinensteuer in die Diskussion. Ich persönlich fürchte, dass bei der Rede am 11. Jänner sehr viel dabei sein wird, was einem aus Standort- und Finanzplatzsicht nicht freuen wird. Vor allem neue Steuern für Kapital, Maschinen und Vermögen.

Das wird den ATX jetzt in der Sekunde nicht stören, weil man von der SPÖ nichts anderes erwartet. Es gibt aber auch den gegenteiligen Effekt. Vielleicht ein Sager zum Thema "weniger KESt für langfristige Eigenvorsorge" und wir haben einmal positive Presse international in dieser Hinsicht. Dann kann auch bei der Aktionärsquote, bei der wir unter den Schlusslichtern in Europa sind, wieder etwas gehen. 

Leise, aber doch, gab es im Vorjahr aus dem BMF und dem BMWFW Vorstösse in die richtige Richtung:  Die Haftungsbeschränkung für Wertpapierfirmen ist mit 5 Prozent der Umsätze gedeckelt worden. Eine Zwangshaftung hätte (Stichwort: AvW) alle in Konkurs geführt und das gibt es in keiner anderen Branche. Da hat das Finanzministerium ein Signal gebracht. Dazu die KMU-Börse vom BMWFW. Federführend waren hier Hans-Jörg Schelling bzw. Harald Mahrer. Die beiden ÖVP-Politiker konnten aber auch die erhöhte KESt nicht verhindern bzw. haben sie mit ihrer Partei mitgetragen.

Hoffen wir, dass Kern nicht zu weit in den Klassenkampf abrutscht. Ein positives Signal für die Märkte ist von ihm eher nicht zu erwarten. Dann ist schon "nicht ein erneutes negatives Signal" ein Erfolg. Jedenfalls sollten politische populistische Machtziele nicht über Sinnhaftigkeit gestellt werden. 

 

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