Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





"Don‘t criticize what you can’t understand“ (Bernhard Haas, Wiener Privatbank)

16.10.2016, 7168 Zeichen
Nach der sommerlichen Entspannung weht den Investoren im Herbst ein etwas rauerer Wind entgegen. Auch wenn sich die Gesamtbewegungen an den Märkten in Grenzen halten, zeichnet sich bei näherer Betrachtung ein anderes Bild: Gesamte Sektoren wie Banken oder Rohstoffwerte werden an einem Tag gekauft, nur um am nächsten Tag zu korrigieren. Oder, um es mit den Worten eines Literaturnobelpreisträgers zu sagen: “The first one now will later be last“.

Unter den Hauptschuldigen für diese Situation sind unter anderem die Notenbanken. Widersprüchliche Aussagen von diversen Fed-Oberhäuptern sorgen für Volatilität im US-Bankensektor, dem größten Profiteur einer etwaigen Zinserhöhung. Hinzu kam der Cross-Selling Skandal der (nach Marktkapitalisierung) größten und oft bewunderten Bank Wells Fargo, der diese Woche den Job des langjährigen CEOs gefordert hat und schon waren die Banken, einer der stärksten Sektoren in den letzten Wochen, ausgeknockt.

Dabei könnten sich die Firmen auf beiden Seiten des Ozeans eigentlich freuen, denn die Zinsmärkte haben in den letzten Wochen zunehmend für sie gearbeitet. Zehnjährige US-Staatsanleihen zahlen mittlerweile beinahe 1,8% nach einem Tiefstand von unter 1,4% im Sommer und auch in Deutschland kann man hier wieder Geld verdienen (wenn man eine Rendite von 0,05% als „Geld verdienen“ bezeichnet). Während in den USA die anstehende Zinserhöhung der Auslöser sein dürfte, lässt sich der Anstieg in Europa möglicherweise durch Spekulationen über ein Ende des EZB-Anleihenkaufprogramms (das nach heutigem Stand im März 2017 auslaufen soll) erklären, ausgelöst durch einen Zeitungsartikel über „Diskussionen in der EZB“. Dieser eine Artikel hat damit den Effekt von Milliarden an Anleihenkäufen durch die EZB seit Sommer egalisiert. Anscheinend ist die Fühlfeder doch mächtiger als das Schwert, oder zumindest als die Gelddruckpresse…

RENDITE 10 JÄHREIGE US-STAATSANLEIHEN - 5 JAHRE
RENDITE 10 JÄHREIGE US-STAATSANLEIHEN - 5 JAHRE
Quelle: BLOOMBERG / Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie oder ein verlässlicher Indikator für Wertentwicklungen in der Zukunft.
Ein weiterer Sektor, der sich in den letzten Wochen gut entwickeln konnte waren die zyklischen Industrieunternehmen: Steigende Rohstoffpreise bei Stahl, Kupfer und nicht zuletzt Öl wurden als ein Zeichen höherer Nachfrage aus China interpretiert, dem wichtigsten Absatzmarkt für beinahe alles. Dementsprechend wurden neben den Rohstofftiteln auch andere Zykliker gesucht, von Autowerten über Baggerhersteller bis hin zur Luftfahrtindustrie! Beinahe jedes Unternehmen, das von einem Wirtschaftsaufschwung profitierte wurde gekauft, mit geringer Differenzierung, ob diese Theorien auch durch die Fakten der einzelnen Firmen bestätigt werden. Teilweise ist dies auch durchaus der Fall: Der Kranhersteller Caterpillar meldet seit Monaten Verbesserungen im Auftragseingang und auch die Automobilfirmen geben sich bei diversen Investorenkonferenzen optimistisch was die Zukunft betrifft (auch wenn die Zeiten von über 7% Wachstum im Autoabsatz in Europa wahrscheinlich nicht ewig anhalten werden)…

In einigen Fällen passt die Realität jedoch nicht zur Theorie, beispielsweise im Flugzeugbau. Bereits seit Monaten war bekannt, dass es bei einigen neuen Flugzeugen Probleme mit den neuen Motoren geben soll. Eine neue Technologie sollte ursprünglich zu Spriteinsparungen führen und damit ein gutes Kaufargument für Fluglinien liefern. Wie bei solchen Veränderungen jedoch nicht unüblich gibt es technische Probleme, die in weiterer Folge zu Staus in der gesamten Lieferkette führen.

Gleich zwei Mal wurden die Investoren in dieser Woche daran erinnert: Zuerst durch eine Gewinnwarnung von Honeywell (die unter anderem  für die Elektronik in vielen Flugzeugen zuständig sind) und in weiterer Folge durch Alcoa, den US-Aluminiumproduzenten, der die Berichtsaison gleich mal mit einem kleinen Bauchfleck eröffnete, unter anderem aufgrund der Schwäche im Luftfahrtbereich.

Alcoa wird oftmals als Gradmesser gesehen, nicht nur weil die Firma traditionellerweise als eines der ersten Unternehmen ihre Zahlen vorlegt, sondern vor allem aufgrund der breiten Einsatzgebiete ihrer Produkte: Platten für Flugzeugrümpfe, Teile für Autos, Querstreben für den Bausektor, Getränkedosen etc. Bei näherer Betrachtung der Ergebnisse fällt auf: Zwar deutet die Firma auf Schwäche in einigen Bereichen hin (neben der Luftfahrt läuft es auch bei großen Trucks nicht nach Wunsch), insgesamt zeichnet das Unternehmen jedoch ein recht positives Bild. Vor allem in China ist das Unternehmen deutlich optimistischer als noch vor ein paar Monaten, was auch ganz gut zur oben erwähnten Stärke von Caterpillar passt.

Dieser etwas positivere Ton ging jedoch in der Berichterstattung komplett unter, unter anderem da die Aktie nach der Veröffentlichung der Zahlen um über 10% einbrach und wer sucht da schon nach erfreulichen Details? Gerade diese Nuggets machen jedoch die Berichtssaison zu einem wahren Feuerwerk an Möglichkeiten. Geht es der Firma gut, weil ihre neuen Produkte gut ankommen, wie das Management behauptet, oder profitiert sie von einem kurzfristigen Aufschwung in ihrer Industrie? Steht die Firma vor temporären Problemen oder handelt es sich um langwierige Nachfrageverschiebungen? Dafür braucht es jedoch etwas Fingerspitzengefühl und auch etwas Geduld und den Willen, sich die Daten der Unternehmen auch im Detail zu Gemüte zu führen. Ganz nach dem Motto: „And don‘t criticize what you can’t understand“

ALCOA INC - 5 JAHRE
ALCOA INC - 5 JAHRE
Quelle: BLOOMBERG / Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie oder ein verlässlicher Indikator für Wertentwicklungen in der Zukunft.
 

Aktuelle Investmentstrategie Blaue Kante Rechts

 

Nach wie vor gefallen uns mittel- bis langfristig Aktien grundsätzlich deutlich besser als Anleihen, wir glauben nicht an eine unmittelbar bevorstehende globale Rezession. Aktienseitig sind wir – verglichen mit dem MSCI World – in Europa stärker investiert, in Nordamerika vergleichsweise etwas unterinvestiert. Japan erscheint uns weiterhin durchaus spannend, in Schwellenländern wie Indien sind wir selektiv investiert. Auf der Anleihenseite gefallen uns am ehesten noch flexible „Total Return“-Produkte, die  sich auf dynamische Art und Weise verschiedensten Marktgegebenheiten anpassen können, sowie inflationsindexierte Bonds, da wir die momentanen Inflationserwartungen für zu niedrig erachten und uns dieses Marktumfeld deshalb verhältnismäßig günstig erscheint. In klassischen Staatsanleihen von Industrienationen sind wir hingegen deutlich untergewichtet, das Risk-/Returnprofil erscheint uns hier nur äußerst bedingt attraktiv.

Fondsperformance per 14.10.2016
Fonds (Wert errechneter Anteil) Woche Monat YTD
WPB Equity (T € 10,4) -0,8 -0,9 -7,4
WPB Property (T € 11,0) -1,4 -5,5 -9,4
DF Dynamisch (T € 14,5) -0,3 +0,5 +0,7
DF Ausgewogen (T € 12,8) -0,4 -0,3 -0,7
DF Konservativ (T € 12,7) -0,2 +0,0 +0,6
  
 
Fonds 1.J 2.J 3.J 4.J 5.J
Equity -4,9 +8,6 +12,4 +20,7 +16,5
Property -3,9 +34,5 +54,5 +61,1 +75,5
Dynamisch +0,7 +18,0 +28,1 +40,7 +60,4
Ausgewogen -0,5 +5,8 +9,8 +15,4 +25,9
Konservativ +0,4 -0,3 +3,4 +4,1 +12,5
Quelle: Semper Constantia, Bloomberg
Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie oder ein verlässlicher Indikator für Wertentwicklungen in der Zukunft.

 


(16.10.2016)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Die Börsezahl des Quartals, die drei meistgehörten Podcasts und das erste Mail an mich als Senator




 

Bildnachweis

1. Marina Zettl, aus Graz stammende Sängerin http://www.youtube.com/watch?v=2oic1njkmAo&feature=share , Psst!   >> Öffnen auf photaq.com

Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Frequentis, Rosgix, EVN, Uniqa, Österreichische Post, AT&S, Rosenbauer, Lenzing, Addiko Bank, Frauenthal, SBO, Verbund, BTV AG, Athos Immobilien, Oberbank AG Stamm, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Semperit, Telekom Austria, Münchener Rück, RWE, Allianz, DAIMLER TRUCK HLD..., Fresenius Medical Care.


Random Partner

Wiener Börse
Als zentrale Infrastrukturanbieterin der Region öffnet die Wiener Börse AG Tore zu den globalen Finanzmärkten. Sie vereint die Börsenplätze Wien und Prag. Mit modernster Technik und kundenorientierten Services leistet die Wiener Börse als privatwirtschaftliches, gewinnorientiertes Unternehmen einen bedeutenden Beitrag für einen international wettbewerbsfähigen Kapitalmarkt.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Handelsvolumen an der Wiener Börse steigt um 45 Prozent und Drastil als ...

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, RBI, Edda Vogt und Bernadette Hän...

» Von der Apotheke zur Optionshändlerin: Wie eine Wienerin ihren Weg an di...

» LinkedIn-NL: Wer will mein(e) Nachbar(in) in 1090 Wien werden?

» Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber

» Österreich-Depots: Osterbilanz (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 2.4.: Extremes zu RBI (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

» Nachlese: Thomas Winkler, Dorothee Bauer (audio cd.at)

» News zu Andritz, Wiener Börse und ein Spoiler zum börsefreien Karfreitag...

» ATX am Gründonnerstag im Minus – AT&S feiert All-Time-High und die Börse...


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    #gabb #2074

    Featured Partner Video

    Leseprobe aus dem Fanboy-Buch zur Wiener Börse: Die 80`s (gekürzt)

    Ich, Christian Drastil, werde mit Hardcover in 420 Seiten über die jüngere Geschichte der Wiener Börse im Zeitraum 1985 bis 2026 berichten. Im Personenindex sind bereits mehr als 500 Personen. Im Q...

    Books josefchladek.com

    Raymond Thompson Jr
    It’s hard to stop rebels that time travel
    2025
    Void

    Yasuhiro Ishimoto
    Someday Somewhere (Aru hi aru tokoro, 石元泰博 ある日ある所)
    1958
    Geibi Shuppan

    Livio Piatti
    zooreal
    2003
    Kontrast Verlag

    Alessandra Calò
    Ctonio
    2024
    Studiofaganel

    Richard Avedon
    Nothing Personal
    1964
    Atheneum Publishers


    16.10.2016, 7168 Zeichen
    Nach der sommerlichen Entspannung weht den Investoren im Herbst ein etwas rauerer Wind entgegen. Auch wenn sich die Gesamtbewegungen an den Märkten in Grenzen halten, zeichnet sich bei näherer Betrachtung ein anderes Bild: Gesamte Sektoren wie Banken oder Rohstoffwerte werden an einem Tag gekauft, nur um am nächsten Tag zu korrigieren. Oder, um es mit den Worten eines Literaturnobelpreisträgers zu sagen: “The first one now will later be last“.

    Unter den Hauptschuldigen für diese Situation sind unter anderem die Notenbanken. Widersprüchliche Aussagen von diversen Fed-Oberhäuptern sorgen für Volatilität im US-Bankensektor, dem größten Profiteur einer etwaigen Zinserhöhung. Hinzu kam der Cross-Selling Skandal der (nach Marktkapitalisierung) größten und oft bewunderten Bank Wells Fargo, der diese Woche den Job des langjährigen CEOs gefordert hat und schon waren die Banken, einer der stärksten Sektoren in den letzten Wochen, ausgeknockt.

    Dabei könnten sich die Firmen auf beiden Seiten des Ozeans eigentlich freuen, denn die Zinsmärkte haben in den letzten Wochen zunehmend für sie gearbeitet. Zehnjährige US-Staatsanleihen zahlen mittlerweile beinahe 1,8% nach einem Tiefstand von unter 1,4% im Sommer und auch in Deutschland kann man hier wieder Geld verdienen (wenn man eine Rendite von 0,05% als „Geld verdienen“ bezeichnet). Während in den USA die anstehende Zinserhöhung der Auslöser sein dürfte, lässt sich der Anstieg in Europa möglicherweise durch Spekulationen über ein Ende des EZB-Anleihenkaufprogramms (das nach heutigem Stand im März 2017 auslaufen soll) erklären, ausgelöst durch einen Zeitungsartikel über „Diskussionen in der EZB“. Dieser eine Artikel hat damit den Effekt von Milliarden an Anleihenkäufen durch die EZB seit Sommer egalisiert. Anscheinend ist die Fühlfeder doch mächtiger als das Schwert, oder zumindest als die Gelddruckpresse…

    RENDITE 10 JÄHREIGE US-STAATSANLEIHEN - 5 JAHRE
    RENDITE 10 JÄHREIGE US-STAATSANLEIHEN - 5 JAHRE
    Quelle: BLOOMBERG / Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie oder ein verlässlicher Indikator für Wertentwicklungen in der Zukunft.
    Ein weiterer Sektor, der sich in den letzten Wochen gut entwickeln konnte waren die zyklischen Industrieunternehmen: Steigende Rohstoffpreise bei Stahl, Kupfer und nicht zuletzt Öl wurden als ein Zeichen höherer Nachfrage aus China interpretiert, dem wichtigsten Absatzmarkt für beinahe alles. Dementsprechend wurden neben den Rohstofftiteln auch andere Zykliker gesucht, von Autowerten über Baggerhersteller bis hin zur Luftfahrtindustrie! Beinahe jedes Unternehmen, das von einem Wirtschaftsaufschwung profitierte wurde gekauft, mit geringer Differenzierung, ob diese Theorien auch durch die Fakten der einzelnen Firmen bestätigt werden. Teilweise ist dies auch durchaus der Fall: Der Kranhersteller Caterpillar meldet seit Monaten Verbesserungen im Auftragseingang und auch die Automobilfirmen geben sich bei diversen Investorenkonferenzen optimistisch was die Zukunft betrifft (auch wenn die Zeiten von über 7% Wachstum im Autoabsatz in Europa wahrscheinlich nicht ewig anhalten werden)…

    In einigen Fällen passt die Realität jedoch nicht zur Theorie, beispielsweise im Flugzeugbau. Bereits seit Monaten war bekannt, dass es bei einigen neuen Flugzeugen Probleme mit den neuen Motoren geben soll. Eine neue Technologie sollte ursprünglich zu Spriteinsparungen führen und damit ein gutes Kaufargument für Fluglinien liefern. Wie bei solchen Veränderungen jedoch nicht unüblich gibt es technische Probleme, die in weiterer Folge zu Staus in der gesamten Lieferkette führen.

    Gleich zwei Mal wurden die Investoren in dieser Woche daran erinnert: Zuerst durch eine Gewinnwarnung von Honeywell (die unter anderem  für die Elektronik in vielen Flugzeugen zuständig sind) und in weiterer Folge durch Alcoa, den US-Aluminiumproduzenten, der die Berichtsaison gleich mal mit einem kleinen Bauchfleck eröffnete, unter anderem aufgrund der Schwäche im Luftfahrtbereich.

    Alcoa wird oftmals als Gradmesser gesehen, nicht nur weil die Firma traditionellerweise als eines der ersten Unternehmen ihre Zahlen vorlegt, sondern vor allem aufgrund der breiten Einsatzgebiete ihrer Produkte: Platten für Flugzeugrümpfe, Teile für Autos, Querstreben für den Bausektor, Getränkedosen etc. Bei näherer Betrachtung der Ergebnisse fällt auf: Zwar deutet die Firma auf Schwäche in einigen Bereichen hin (neben der Luftfahrt läuft es auch bei großen Trucks nicht nach Wunsch), insgesamt zeichnet das Unternehmen jedoch ein recht positives Bild. Vor allem in China ist das Unternehmen deutlich optimistischer als noch vor ein paar Monaten, was auch ganz gut zur oben erwähnten Stärke von Caterpillar passt.

    Dieser etwas positivere Ton ging jedoch in der Berichterstattung komplett unter, unter anderem da die Aktie nach der Veröffentlichung der Zahlen um über 10% einbrach und wer sucht da schon nach erfreulichen Details? Gerade diese Nuggets machen jedoch die Berichtssaison zu einem wahren Feuerwerk an Möglichkeiten. Geht es der Firma gut, weil ihre neuen Produkte gut ankommen, wie das Management behauptet, oder profitiert sie von einem kurzfristigen Aufschwung in ihrer Industrie? Steht die Firma vor temporären Problemen oder handelt es sich um langwierige Nachfrageverschiebungen? Dafür braucht es jedoch etwas Fingerspitzengefühl und auch etwas Geduld und den Willen, sich die Daten der Unternehmen auch im Detail zu Gemüte zu führen. Ganz nach dem Motto: „And don‘t criticize what you can’t understand“

    ALCOA INC - 5 JAHRE
    ALCOA INC - 5 JAHRE
    Quelle: BLOOMBERG / Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie oder ein verlässlicher Indikator für Wertentwicklungen in der Zukunft.
     

    Aktuelle Investmentstrategie Blaue Kante Rechts

     

    Nach wie vor gefallen uns mittel- bis langfristig Aktien grundsätzlich deutlich besser als Anleihen, wir glauben nicht an eine unmittelbar bevorstehende globale Rezession. Aktienseitig sind wir – verglichen mit dem MSCI World – in Europa stärker investiert, in Nordamerika vergleichsweise etwas unterinvestiert. Japan erscheint uns weiterhin durchaus spannend, in Schwellenländern wie Indien sind wir selektiv investiert. Auf der Anleihenseite gefallen uns am ehesten noch flexible „Total Return“-Produkte, die  sich auf dynamische Art und Weise verschiedensten Marktgegebenheiten anpassen können, sowie inflationsindexierte Bonds, da wir die momentanen Inflationserwartungen für zu niedrig erachten und uns dieses Marktumfeld deshalb verhältnismäßig günstig erscheint. In klassischen Staatsanleihen von Industrienationen sind wir hingegen deutlich untergewichtet, das Risk-/Returnprofil erscheint uns hier nur äußerst bedingt attraktiv.

    Fondsperformance per 14.10.2016
    Fonds (Wert errechneter Anteil) Woche Monat YTD
    WPB Equity (T € 10,4) -0,8 -0,9 -7,4
    WPB Property (T € 11,0) -1,4 -5,5 -9,4
    DF Dynamisch (T € 14,5) -0,3 +0,5 +0,7
    DF Ausgewogen (T € 12,8) -0,4 -0,3 -0,7
    DF Konservativ (T € 12,7) -0,2 +0,0 +0,6
      
     
    Fonds 1.J 2.J 3.J 4.J 5.J
    Equity -4,9 +8,6 +12,4 +20,7 +16,5
    Property -3,9 +34,5 +54,5 +61,1 +75,5
    Dynamisch +0,7 +18,0 +28,1 +40,7 +60,4
    Ausgewogen -0,5 +5,8 +9,8 +15,4 +25,9
    Konservativ +0,4 -0,3 +3,4 +4,1 +12,5
    Quelle: Semper Constantia, Bloomberg
    Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie oder ein verlässlicher Indikator für Wertentwicklungen in der Zukunft.

     


    (16.10.2016)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Die Börsezahl des Quartals, die drei meistgehörten Podcasts und das erste Mail an mich als Senator




     

    Bildnachweis

    1. Marina Zettl, aus Graz stammende Sängerin http://www.youtube.com/watch?v=2oic1njkmAo&feature=share , Psst!   >> Öffnen auf photaq.com

    Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Frequentis, Rosgix, EVN, Uniqa, Österreichische Post, AT&S, Rosenbauer, Lenzing, Addiko Bank, Frauenthal, SBO, Verbund, BTV AG, Athos Immobilien, Oberbank AG Stamm, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Semperit, Telekom Austria, Münchener Rück, RWE, Allianz, DAIMLER TRUCK HLD..., Fresenius Medical Care.


    Random Partner

    Wiener Börse
    Als zentrale Infrastrukturanbieterin der Region öffnet die Wiener Börse AG Tore zu den globalen Finanzmärkten. Sie vereint die Börsenplätze Wien und Prag. Mit modernster Technik und kundenorientierten Services leistet die Wiener Börse als privatwirtschaftliches, gewinnorientiertes Unternehmen einen bedeutenden Beitrag für einen international wettbewerbsfähigen Kapitalmarkt.

    >> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Handelsvolumen an der Wiener Börse steigt um 45 Prozent und Drastil als ...

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, RBI, Edda Vogt und Bernadette Hän...

    » Von der Apotheke zur Optionshändlerin: Wie eine Wienerin ihren Weg an di...

    » LinkedIn-NL: Wer will mein(e) Nachbar(in) in 1090 Wien werden?

    » Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber

    » Österreich-Depots: Osterbilanz (Depot Kommentar)

    » Börsegeschichte 2.4.: Extremes zu RBI (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

    » Nachlese: Thomas Winkler, Dorothee Bauer (audio cd.at)

    » News zu Andritz, Wiener Börse und ein Spoiler zum börsefreien Karfreitag...

    » ATX am Gründonnerstag im Minus – AT&S feiert All-Time-High und die Börse...


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      #gabb #2074

      Featured Partner Video

      Leseprobe aus dem Fanboy-Buch zur Wiener Börse: Die 80`s (gekürzt)

      Ich, Christian Drastil, werde mit Hardcover in 420 Seiten über die jüngere Geschichte der Wiener Börse im Zeitraum 1985 bis 2026 berichten. Im Personenindex sind bereits mehr als 500 Personen. Im Q...

      Books josefchladek.com

      Daido Moriyama
      Ligh and Shadow (English Version
      2019
      Getsuyosha, bookshop M

      Otto Wagner
      Moderne Architektur
      1902
      Anton Schroll

      Lisette Model
      Lisette Model
      1979
      Aperture

      Raymond Thompson Jr
      It’s hard to stop rebels that time travel
      2025
      Void

      Jacques Fivel
      CHINON DCM-206
      2025
      Le Plac’Art Photo