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Grahams Ecke: Agrana (Daniel Koinegg)

Bild: © Martina Draper, Agrana

12.02.2016, 3172 Zeichen

Die Rubrik Grahams Ecke kehrt nach einer Reise in die USA zu Intel wieder nach Österreich in die Heimat zurück und beleuchtet das Unternehmen Agrana AG. Wie schon des Öfteren erwähnt setzt sich diese Artikelserie zum Ziel, Unternehmen für ein defensives Aktienportfolio nach den Methoden von Benjamin Grahams „Intelligent Investor“ vorzustellen.

Das Unternehmen ist einer der führenden Anbieter von Zucker und Isoglukose in Europa und ein bedeutender Anbieter von verschiedenen Stärkeprodukten. Im Segment Frucht ist man außerdem Weltmarktführer bei Fruchtzubereitungen. Eingesetzt werden die Produkte von Agrana in Lebensmitteln, in der Textilproduktion und in verschiedenen technischen Anwendungen. Die Geschichte des Unternehmens lässt sich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zurückverfolgen. In der jetzigen Form besteht die Agrana seit 1988, der Börsengang erfolgte 1991. All diese Informationen stammen von der Unternehmenshomepage und dem zugehörigen Wikipedia-Artikel. Der Umsatz der ersten drei Quartale des aktuellen Geschäftsjahres 2015/16 belief sich auf fast 2 Milliarden Euro. Das Kriterium der Größe nach Ben Graham ist hier meines Erachtens also erfüllt.

Die Dividendenhistorie des Unternehmens lässt sich auf der zugehörigen Seite der Investor Relations bis ins Geschäftsjahr 1999/2000 zurückverfolgen. Seither hat sich die Ausschüttung des Unternehmens pro Aktie von 1,09 Euro auf 3,6 Euro mehr als verdreifacht. Das entspricht  einem Dividendenwachstum von 8,3% p.a. Auch das Kriterium der beständigen Dividendenausschüttung ist also erfüllt.

Die finanzielle Stabilität ist am unteren Ende dessen, was Graham in seinem Werk gefordert hat. Die Eigenkapitalquote liegt bei knapp 50%. Das Gearing liegt bei 37%. Was das betrifft ist das Unternehmen also ein Wackelkandidat und könnte im Falle dessen, dass man noch ausreichend andere Unternehmen für ein defensives Portfolio auffindet, durchaus ersetzt werden.

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

Jahr 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15
Gewinn -11,58 72,16 84,52 152,36 149,42 107,95 80,9
Durchschnitt 90,82            
               
Marktwert 1168            
               
KGV 2014/15 14,44            
KGV
Durchschnitt
12,86            
               
Quelle: www.finanzen.net; Zahlen in Mio. Euro      

Aufgrund des Verlusts in 2008/09 könnte man als kritischer Anhänger von Grahams defensiver Strategie die Agrana also nicht nur bei der finanziellen Stabilität, sondern auch bei dem Kriterium der stabilen Ertragslage als Wackelkandidat bezeichnen. Grundsätzlich sind die Kriterien des aktuellen KGVs wie auch des durchschnittlichen KGVs der letzten sieben Jahre (nicht höher als 20 bzw. 25) aber eindeutig erfüllt. Im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 stand bis zum Ende des dritten Quartals ein Gewinn von knapp 71 Mio. Euro zu Buche. Wenn also im Q4 kein Unfall passiert, ist das Kriterium auch auf Basis dieser Gewinnerwartung erfüllt.

Nach Exxon Mobil, Johnson & Johnson, Mayr-Melnhof Karton und Intel ist die Agrana schon das fünfte Unternehmen in der Rubrik Grahams Ecke. Das Portfolio des defensiven Investors würde sich also langsam und beständig füllen, und zwar mit einem Zeitaufwand von maximal ein bis zwei Stunden pro Monat.

The post Grahams Ecke: Agrana appeared first on Bargain Magazine.


(12.02.2016)

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Agrana
Akt. Indikation:  11.15 / 11.20
Uhrzeit:  19:03:06
Veränderung zu letztem SK:  -0.67%
Letzter SK:  11.25 ( 3.21%)

Exxon
Akt. Indikation:  108.50 / 109.50
Uhrzeit:  19:02:50
Veränderung zu letztem SK:  5.99%
Letzter SK:  102.84 ( 1.92%)

Intel
Akt. Indikation:  33.66 / 33.69
Uhrzeit:  19:03:17
Veränderung zu letztem SK:  -0.38%
Letzter SK:  33.80 ( 6.72%)

Mayr-Melnhof
Akt. Indikation:  94.80 / 95.70
Uhrzeit:  19:03:06
Veränderung zu letztem SK:  0.26%
Letzter SK:  95.00 ( 2.26%)



 

Bildnachweis

1. Agrana , (© Martina Draper)   >> Öffnen auf photaq.com

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    Das Unternehmen ist einer der führenden Anbieter von Zucker und Isoglukose in Europa und ein bedeutender Anbieter von verschiedenen Stärkeprodukten. Im Segment Frucht ist man außerdem Weltmarktführer bei Fruchtzubereitungen. Eingesetzt werden die Produkte von Agrana in Lebensmitteln, in der Textilproduktion und in verschiedenen technischen Anwendungen. Die Geschichte des Unternehmens lässt sich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zurückverfolgen. In der jetzigen Form besteht die Agrana seit 1988, der Börsengang erfolgte 1991. All diese Informationen stammen von der Unternehmenshomepage und dem zugehörigen Wikipedia-Artikel. Der Umsatz der ersten drei Quartale des aktuellen Geschäftsjahres 2015/16 belief sich auf fast 2 Milliarden Euro. Das Kriterium der Größe nach Ben Graham ist hier meines Erachtens also erfüllt.

    Die Dividendenhistorie des Unternehmens lässt sich auf der zugehörigen Seite der Investor Relations bis ins Geschäftsjahr 1999/2000 zurückverfolgen. Seither hat sich die Ausschüttung des Unternehmens pro Aktie von 1,09 Euro auf 3,6 Euro mehr als verdreifacht. Das entspricht  einem Dividendenwachstum von 8,3% p.a. Auch das Kriterium der beständigen Dividendenausschüttung ist also erfüllt.

    Die finanzielle Stabilität ist am unteren Ende dessen, was Graham in seinem Werk gefordert hat. Die Eigenkapitalquote liegt bei knapp 50%. Das Gearing liegt bei 37%. Was das betrifft ist das Unternehmen also ein Wackelkandidat und könnte im Falle dessen, dass man noch ausreichend andere Unternehmen für ein defensives Portfolio auffindet, durchaus ersetzt werden.

    Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

    Jahr 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15
    Gewinn -11,58 72,16 84,52 152,36 149,42 107,95 80,9
    Durchschnitt 90,82            
                   
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    KGV
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    Quelle: www.finanzen.net; Zahlen in Mio. Euro      

    Aufgrund des Verlusts in 2008/09 könnte man als kritischer Anhänger von Grahams defensiver Strategie die Agrana also nicht nur bei der finanziellen Stabilität, sondern auch bei dem Kriterium der stabilen Ertragslage als Wackelkandidat bezeichnen. Grundsätzlich sind die Kriterien des aktuellen KGVs wie auch des durchschnittlichen KGVs der letzten sieben Jahre (nicht höher als 20 bzw. 25) aber eindeutig erfüllt. Im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 stand bis zum Ende des dritten Quartals ein Gewinn von knapp 71 Mio. Euro zu Buche. Wenn also im Q4 kein Unfall passiert, ist das Kriterium auch auf Basis dieser Gewinnerwartung erfüllt.

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