09.02.2016,
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Jochen Stanzl, 09. Februar 2016
Die Hoffnung auf Förderkürzungen durch die OPEC schwindet immer weiter. Damit verringert sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Ölpreis einen Boden ausbildet. Zwar half der schwächer gewordene US-Dollar, die auf Übergröße angewachsenen Wetten auf einen weiteren Preisverfall des Öls zu verringern. Trotzdem gilt: Die Unterfinanzierung der Erdöl-Unternehmen bleibt und das gefährdet den Bankensektor, der ihnen das Geld lieh. Dass die Deutsche-Bank-Aktie auf den tiefsten Stand seit 1992 rauscht, ist wenig verwunderlich. Sie ist eine der Schlüsselspieler im globalen Rohstoffgeschäft.
Ein wenig keimt jetzt Hoffnung auf, dass es die amerikanische Notenbank schon richten wird. Der Orkan an den Börsen hat das Risiko einer weltweiten Rezession erhöht. Die Fed könnte dies würdigen, indem sie die Zinsen länger tief belässt.
Ohnehin sind die Börsenkurse technisch überverkauft, der Deutsche Aktienindex fiel seit Jahresbeginn um 18 Prozent. Eine technische Gegenbewegung ist überfällig. Sie könnte bis zu 9.322 Punkten reichen – der ehemaligen Unterstützung, die dann zum Widerstand nach oben werden könnte.
(09.02.2016)
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