10.12.2015, 2935 Zeichen
Zu Weihnachten liegt unter so manchem Christbaum eine kleine Schachtel mit glitzerndem Inhalt. Gold hat als Geschenk derzeit Saison. In den Portfolios der Anleger sieht es allerdings weniger glänzend aus. In Dollar gerechnet, ist der Goldpreis heuer knapp 10% gefallen. Da Gold in Dollar notiert, profitiert der europäische Investor vom Anstieg der US-Währung. In Euro ist der Goldpreis seit Jahresbeginn in etwa unverändert.
Das ist zwar auch nicht berauschend, aber besser als der dritte Jahres-Rückgang in Folge, den Gold in Dollar wohl hinnehmen muss.
Der Goldpreis steht aktuell sicher im Bann der drohenden Zinsanhebung in den USA. Da Gold keine Rendite abwirft, ist es von steigenden Zinsen unmittelbar negativ betroffen. Dazu kommen die immer noch herrschenden Konjunktursorgen in vielen Schwellenmärkten Asiens, vor allem in China. Sie stellen eine wichtige Nachfragequelle für das Edelmetall dar, von ihrer Kauflaune hängt diesbezüglich viel ab.
Für Chart-Techniker ist die Marke von 1.054 Dollar interessant, dort liegt das Sechs-Jahres-Tief, das nicht unterschritten werden sollte. Dennoch gilt Gold immer noch als probates Investment vor allem in turbulenten Zeiten. Sollte die Schwankungsanfälligkeit an den Börsen also wieder zunehmen, so könnte Gold sehr wohl ein neues Glanzlicht setzen – und nicht nur unter dem Christbaum.
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