13.10.2015, 2915 Zeichen
Am Dienstag galt es für Investoren am deutschen Aktienmarkt die Gewinnwarnung des Automobilzulieferers Leoni (WKN 540888) zu verdauen. Dabei nahm man es auf Anlegerseite dem MDAX-Unternehmen ganz besonders übel, dass bis zuletzt noch alles in Butter zu sein schien und die Prognosen als erreichbar dargestellt wurden.
Die Leoni-Aktie rutschte zwischendurch um knapp 30 Prozent in die Tiefe. Aufgrund von Problemen im Bordnetz-Segment rechnet Leoni für das dritte Quartal 2015 nur noch mit einem EBIT in Höhe von 30 Mio. Euro (Vorjahr: 36,4 Mio. Euro). Da die Nürnberger im vierten Quartal nicht mit einer Verbesserung rechnen, sei das für das Geschäftsjahr 2015 prognostizierte EBIT von 200 Mio. Euro nicht zu erreichen. Beim Umsatz will man jedoch weiterhin mindestens 4,3 Mrd. Euro schaffen. Dafür wurde jedoch die 2016er-Umsatzprognose von 4,8 auf 4,6 Mrd. Euro gesenkt. Schuld sei die Markteintrübung in China und Russland. Zudem soll die 2016er-EBIT-Marge deutlich unter den zunächst in Aussicht gestellten von 7 Prozent liegen.
Jetzt arbeitet man auf Unternehmensseite unter Hochdruck an Maßnahmen, die zur Verbesserung der Effizienz im Bordnetz-Segment beitragen sollen. Details zu den Maßnahmen und konkrete Aussagen zum dritten Quartal sowie zur Guidance wird Leoni am 10. November bei der planmäßigen Vorlage des Zwischenberichts machen. Bis dahin hält die Unsicherheit erst einmal an.
Diese Unsicherheit ist neben der bereits gesenkten Prognose auch ein Grund, warum die Analysten bei JPMorgan nun das Rating für die Leoni-Aktie von „Overweight“ auf „Neutral“ geändert und das Kursziel von 68,00 auf 50,00 Euro nach unten geschraubt haben. Während auf die mittelfristigen Ziele und Details zur Kostenentwicklung gewartet wird, wurde schon mal die 2016er-Ergebnisprognose von Analystenseite deutlich gesenkt. Bei der DZ Bank wurde erst einmal nichts am „Kaufen“-Rating und dem Kursziel von 72,00 Euro verändert. Allerdings sei die Gewinnwarnung eine sehr negative Überraschung, nachdem der Autozulieferer erst jüngst seinen Ausblick bestätigt hatte. Auf Analystenseite will man die Bewertung nun überprüfen. Die Unsicherheiten rund um die genauen Prognosen und die Effizienzmaßnahmen könnten dafür sorgen, dass auf die Kursverluste vom Dienstag weitere Kursstürze folgen könnten. Warten wir es ab.
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