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Quickcheck Frauenthal Holding AG (Daniel Koinegg)

Bild: © finanzmarktfoto.at/Martina Draper, Frauenthal

30.09.2015, 4285 Zeichen

Das nächste österreichische Unternehmen, das ich im Bargain Magazine behandeln möchte, ist die Frauenthal Holding AG (ISIN: AT0000762406). In gehabter Manier erfolgt der erste Blick auf die Gesellschaft in Form eines Quickchecks. Wie bei allen Unternehmen in dieser Rubrik gilt folgende Warnung: Es werden Unternehmen vorgestellt, die möglicherweise und irgendwann (!) attraktive Value Investments sein oder werden könnten. Ich persönlich habe mich mit den Unternehmen noch nicht in die Tiefe gehend beschäftigt. Die Rubrik soll nur Anregungen und Gedankenanstöße in einigen Sätzen für die Leser des Bargain Magazines sein. Diese Warnung gilt doppelt für Unternehmen aus österreichischen Nebensegmenten, weil diese hochgradig illiquide sind.

Die Gesellschaft fällt in die Kategorie „Mischkonzern“. Die Wurzeln reichen zurück in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts, und zwar zur „Ersten österreichischen Porzellanfabrik“ in Frauental an der Lassnitz in der Steiermark (unweit meiner alten Heimat, wohlgemerkt). Mit diesem Werk hat man mittlerweile allerdings nichts mehr zu tun. Seit 1991 notiert man an der Wiener Börse und in weiterer Folge kam es immer wieder zu Käufen und Verkäufen von Teilbereichen der Gesellschaft, bis die heutige Struktur erreicht wurde (vorläufig). Derzeit teilt sich das operative Geschäft in zwei Sparten auf, nämlich Frauenthal Handel und Frauenthal Automotive. In der Sparte Automotive fertigt man an verschiedenen Standorten unter anderem Druckluftbehälter für Bremssysteme, Press- und Schweißkomponenten, und verschiedene Federn, die dann vor allem in Nutzfahrzeugen verbaut werden. In der Sparte Handel besitzt man zwei Sanitär- und Installationstechnik-Großhändler, nämlich SHT und ÖAG.

Wie sieht die Eigentümerstruktur aus? Vorausgeschickt sei gleich, dass es zwei Aktiengattungen gibt, nämlich einen Block börsenotierter Inhaberaktien und einen Block nicht notierter Namensaktien. Insgesamt gibt es ca. 9,4 Mio. Aktien, davon sind 7,5 Mio. börsenotiert und 1,9 Mio. nicht börsenotiert. Die nicht börsenotierten Aktien und ein größerer Teil der Inhaberaktien werden von der FT Holding GmbH gehalten, die zur FVV Frauenthal Vermögensverwaltung GmbH gehören, die insgesamt auf 74% der Stimmrechte kommt. 10% der Aktien werden von der Gesellschaft selbst gehalten und 15,76% sind im Streubesitz. Wer hinter der Hauptaktionärsgesellschaft steht, muss ich erst recherchieren.

Schauen wir uns ein paar Zahlen an: Die Eigenkapitalquote beträgt zum Halbjahr 2015 eher magere 20,6%. Der Anteil immaterieller Vermögenswerte am Eigenkapital beträgt 40%. Das Gearing kommt auf 143%. Das Umlaufvermögen deckt die Gesamtverbindlichkeiten zu 86% ab. Die Zinsdeckung war im ersten Halbjahr 2015 unter Einrechnung von Finanzerträgen etwas mehr als das Zweifache. Das Net Debt betrug (hochgerechnet vom Halbjahr 2015) gut das Fünffache des EBITDA.* Bezogen auf diese Bilanzkennzahlen ist der Konzern schon eher schwach finanziert.

Wie sieht die Rentabilität der letzten Jahre aus?

(in MEUR) 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Gewinn -29 17 13,5 39,5 -30,8 -1,8
Eigenkapital 72 89,5 94,8 124 91,6 85,5
Bilanzsumme 254,7 290,9 364,6 340,5 357 373
EK-Quote 28% 31% 26% 36% 26% 23%
ROE -40% 19% 14% 32% -34% -2%

Hier sei angemerkt, dass die berichteten Ergebnisse laufend maßgeblich durch Zukäufe und Wiederveräußerungen geprägt sind und von daher wahrscheinlich wenig bis überhaupt keine Aussagekraft aufweisen. Ich werde mir mal den aktuellen Geschäftsbericht zum Jahr 2014 durchlesen und dann aufgrund der dort gewonnenen Erkenntnisse entscheiden, ob und wie man so ein Unternehmen beurteilen kann und ob es in die Coverage des Bargain Magazines kommt.

*Wenngleich laut Angaben des Unternehmens eine Hochrechnung auf das Gesamtjahr nicht gemacht werden sollte (aufgrund der Zyklizität des Geschäfts).

Verwendete Quellen:

http://www.frauenthal.at/ (Allgemeines zum Unternehmen und seinen Produkten)

https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenthal_Holding (Allgemeines zum Unternehmen)

http://www.frauenthal-automotive.com/PRODUKTE (Produkte Automotive)

http://www.frauenthal.at/index.php?tabid=24 (Unternehmensgeschichte)

http://www.frauenthal.at/index.php?tabid=62 (Eigentümerstruktur)

http://www.frauenthal.at/index.php?tabid=69 (Downloadcenter für Geschäftsberichte)

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(30.09.2015)

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    Die Gesellschaft fällt in die Kategorie „Mischkonzern“. Die Wurzeln reichen zurück in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts, und zwar zur „Ersten österreichischen Porzellanfabrik“ in Frauental an der Lassnitz in der Steiermark (unweit meiner alten Heimat, wohlgemerkt). Mit diesem Werk hat man mittlerweile allerdings nichts mehr zu tun. Seit 1991 notiert man an der Wiener Börse und in weiterer Folge kam es immer wieder zu Käufen und Verkäufen von Teilbereichen der Gesellschaft, bis die heutige Struktur erreicht wurde (vorläufig). Derzeit teilt sich das operative Geschäft in zwei Sparten auf, nämlich Frauenthal Handel und Frauenthal Automotive. In der Sparte Automotive fertigt man an verschiedenen Standorten unter anderem Druckluftbehälter für Bremssysteme, Press- und Schweißkomponenten, und verschiedene Federn, die dann vor allem in Nutzfahrzeugen verbaut werden. In der Sparte Handel besitzt man zwei Sanitär- und Installationstechnik-Großhändler, nämlich SHT und ÖAG.

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    Schauen wir uns ein paar Zahlen an: Die Eigenkapitalquote beträgt zum Halbjahr 2015 eher magere 20,6%. Der Anteil immaterieller Vermögenswerte am Eigenkapital beträgt 40%. Das Gearing kommt auf 143%. Das Umlaufvermögen deckt die Gesamtverbindlichkeiten zu 86% ab. Die Zinsdeckung war im ersten Halbjahr 2015 unter Einrechnung von Finanzerträgen etwas mehr als das Zweifache. Das Net Debt betrug (hochgerechnet vom Halbjahr 2015) gut das Fünffache des EBITDA.* Bezogen auf diese Bilanzkennzahlen ist der Konzern schon eher schwach finanziert.

    Wie sieht die Rentabilität der letzten Jahre aus?

    (in MEUR) 2009 2010 2011 2012 2013 2014
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    Bilanzsumme 254,7 290,9 364,6 340,5 357 373
    EK-Quote 28% 31% 26% 36% 26% 23%
    ROE -40% 19% 14% 32% -34% -2%

    Hier sei angemerkt, dass die berichteten Ergebnisse laufend maßgeblich durch Zukäufe und Wiederveräußerungen geprägt sind und von daher wahrscheinlich wenig bis überhaupt keine Aussagekraft aufweisen. Ich werde mir mal den aktuellen Geschäftsbericht zum Jahr 2014 durchlesen und dann aufgrund der dort gewonnenen Erkenntnisse entscheiden, ob und wie man so ein Unternehmen beurteilen kann und ob es in die Coverage des Bargain Magazines kommt.

    *Wenngleich laut Angaben des Unternehmens eine Hochrechnung auf das Gesamtjahr nicht gemacht werden sollte (aufgrund der Zyklizität des Geschäfts).

    Verwendete Quellen:

    http://www.frauenthal.at/ (Allgemeines zum Unternehmen und seinen Produkten)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenthal_Holding (Allgemeines zum Unternehmen)

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    http://www.frauenthal.at/index.php?tabid=62 (Eigentümerstruktur)

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