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Syngenta: Das Management hat verstanden (Marc Schmidt)

Bild: © www.shutterstock.com, Syngenta, lucarista / Shutterstock.com, lucarista

Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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14.09.2015, 2603 Zeichen

An sich könnte man denken, dass bei der Syngenta-Aktie (WKN 580854) die Luft raus ist. Schließlich hat der Schweizer Agrarchemiekonzern mit seinen überzogenen Forderungen hinsichtlich Kaufpreis und „Break-up Fee“ die Übernahme durch den US-Konzern Monsanto zum Scheitern gebracht. In der Folge haben Analysten ihre Kursziele entsprechend nach unten korrigiert. Genauso verhielt es sich mit dem Aktienkurs. Allerdings sollten keine voreiligen Schlüsse gezogen werden.

Syngenta hat bei dem Monsanto-Übernahmeversuch schwere Geschütze aufgefahren. Jetzt muss das Management zeigen, dass das Unternehmen auf sich alleine gestellt wirklich so wertvoll ist. Zudem gilt es verlorengegangenes Anlegervertrauen zurückzugewinnen. Mit dem nun angekündigten Aktienrückkaufprogramm ist das schon ein Stück weit gelungen, was sich an der jüngsten Erholung des Aktienkurses zeigt. Die erste Tranche des Rückkaufprogramms im Wert von über 2 Mrd. US-Dollar wird bereits in den kommenden Wochen eingeleitet. Zusammen mit einer attraktiven Dividendenrendite von knapp 4 Prozent könnte das Programm Anleger über die Enttäuschung über den geplatzten Monsanto-Deal hinweghelfen.

Gleichzeitig soll das Gemüsesaatgut-Geschäft verkauft werden. Zudem werden alle Aktivitäten mit Saatgut auf den Prüfstand kommen. Dieses Geschäft wollte Monsanto bei einer erfolgreichen Übernahme ursprünglich verkaufen. Dabei geht es bei Syngenta um die Frage, wie der Saatgut-Bereich zukünftig mit dem wesentlich größeren Geschäftszweig Pflanzenschutzmittel zusammenpasst.

Während das Syngenta-Management die Übernahmeversuche durch Monsanto abwehren konnte, hat sich das Unternehmen wiederum im ersten Halbjahr 2015 trotz Wechselkursbelastungen und niedrigen Agrarpreisen überraschend gut geschlagen. Währungsbereinigt ging es für Umsatz und EBITDA um 3 bzw. 21 Prozent nach oben. Außerdem zeigten sich zuletzt einige Erfolge der jüngsten Kostensenkungsmaßnahmen.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Nach dem deutlichen Kursrücksetzer infolge der geplatzten Monsanto-Übernahme hat die Synegnta-Aktie bereits zu einer Erholungsbewegung angesetzt. Das zeigt, dass Anleger mit den ersten Maßnahmen zur Wiedergutmachung zufrieden sind. Da das Aktienrückkaufprogramm und der Verkauf des Gemüsesaatgut-Geschäfts nicht die letzten solchen Maßnahmen sein werden, dürfte der SMI-Wert noch einiges an Kurspotenzial mitbringen. Anleger, die überproportional und schon mit kleinen Geldbeträgen von steigenden Kursen der Syngenta-Aktie profitieren möchten, könnten einen Open End Turbo Bull der Citigroup (WKN CC3KRD) ins Auge fassen.

Bildquelle: Pressefoto Syngenta


(14.09.2015)

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