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Der gestiegene Euro könnte der EZB Kopfschmerzen bereiten (Monika Rosen)

Autor:
Monika Rosen

Chefanalystin , Bank Austria Private Banking

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02.09.2015, 3069 Zeichen

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das Thema ­’Deflation’ wieder am ­Horizont ­auftauchen könnte.

Beim morgigen Meeting der EZB könnte der zuletzt gestiegene Euro für Kopfschmerzen sorgen. Immerhin ist es das Ziel des heuer gestarteten Anleihenkaufprogramms der EZB, die Inflation im Euroraum anzuschieben. Das sollte auch über eine schwächere Währung geschehen. Tatsache ist aber auch, dass der Euro zum Dollar heuer im März sein Tief bei 1,05 erreicht hat, just zum Beginn der Anleihenkäufe. Seither hat der Euro deutlich aufgewertet, insgesamt um 7,4 Prozent, allein seit Anfang August um fast 2,5 Prozent. Aktuell notiert der Euro zum Dollar bei rund 1,12.

Die Gemeinschaftswährung hat sich während der jüngsten Turbulenzen im Zusammenhang mit China als sicherer Hafen entpuppt und entsprechend aufgewertet. Damit wird die Inflation gedämpft, was in der aktuellen Lage nicht wirklich erwünscht ist. Außerdem verlieren die europäischen Exporteure einen Teil ihres Wettbewerbvorteils.
Beim morgigen Meeting wird die EZB wahrscheinlich auch die Inflationserwartungen senken, von 0,3 Prozent für heuer auf Null. Die fallenden Rohstoffpreise der letzten Zeit haben in diesem Umfeld auch das Ihrige dazu beigetragen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das Thema "Deflation" wieder am Horizont auftauchen könnte. Draghi wird also wahrscheinlich morgen nochmals betonen, dass die EZB ihre Bemühungen um eine lockere Geldpolitik fortsetzen und eventuell sogar verstärken wird.

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Diese Publikation stellt weder eine Marketingmitteilung noch eine Finanzanalyse dar. Es handelt sich lediglich um Informationen über allgemeine Wirtschaftsdaten. Trotz sorgfältiger Recherche und der Verwendung verlässlicher Quellen kann keine Verantwortung für Vollständigkeit, Richtigkeit, Aktualität und Genauigkeit übernommen werden.
Die Publikation wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.
Diese Informationen sind nicht als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder als Aufforderung, ein solches Angebot zu stellen, zu verstehen. Diese Publikation dient lediglich der Information und ersetzt keinesfalls eine individuelle, auf die persönlichen Verhältnisse der Anlegerin bzw. des Anlegers (z. B. Risikobereitschaft, Kenntnisse und Erfahrungen, Anlageziele und finanziellen Verhältnisse) abgestimmte Beratung.
Wertentwicklungen in der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Es ist zu bedenken, dass Wert und Rendite einer Anlage steigen und fallen können und dass jede Anlage mit Risiko verbunden ist.

Die vorstehenden Inhalte enthalten kurzfristige Markteinschätzungen. Die Wertangaben und sonstigen Informationen haben wir aus Quellen bezogen, die wir für zuverlässig erachten. Unsere Informationen und Einschätzungen können sich ändern, ohne dass wir dies bekannt geben.


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