04.02.2015, 3601 Zeichen
Alibaba musste jüngst mitansehen, wie es ist, wenn die fast schon ins unermessliche gestiegenen Erwartungen der Börsianer nicht erfüllt werden können. Trotz eines weiterhin beeindruckenden Wachstums scheinen sich aber auch an anderen Stellen Kratzer im Lack des chinesischen E-Commerce-Giganten aufgetan zu haben.
Viele andere Unternehmen können nur davon träumen, in einem Quartal einen Umsatzanstieg im Vorjahresvergleich von 40 Prozent auf umgerechnet 4,2 Mrd. US-Dollar auszuweisen. Allerdings lag der Bloomberg-Konsens bei 4,4 Mrd. US-Dollar. Zu den hohen Erwartungen im Vorfeld des am 29. Januar präsentierten Berichts zum vierten Quartal 2014 hatte das zuletzt starke Unternehmenswachstum, der Rekordbörsengang im Volumen von 25 Mrd. US-Dollar und dann natürlich auch der Kaufrausch am 11. November im Zuge des so genannten „Single’s Day“ beigetragen. Aber auch auf der Ergebnisseite wurden die Markterwartungen mit einem Gewinnrückgang um 28 Prozent auf 964 Mio. US-Dollar enttäuscht.
Dem Unternehmen machten dabei unter anderem die höheren Ausgaben für aktienbezogene Vergütungsprogramme zu schaffen, während sich der Trend zum mobilen Internet sowohl auf der Umsatzseite als auch bei den Ergebnissen bemerkbar machte. Dabei steht man vor einem ähnlichen Problem wie Facebook oder Google. Aufgrund der im Vergleich zu Desktop-PCs kleineren Bildschirmen auf Smartphones und Tablets sowie der dementsprechend kleineren Anzeigen kann Alibaba von den auf seinen Plattformen werbenden Händlern weniger pro Anzeige verlangen. Zudem kann es sein, dass Kunden über mobile Geräte weniger einkaufen. Trotzdem mussten die Investitionen in den Ausbau des mobilen Geschäfts gesteigert werden, da es nun einmal angesichts der Verbreitung des mobilen Internets von Kundenseite verlangt wird.
Es waren jedoch nicht nur die enttäuschenden Quartalsergebnisse, die den Alibaba-Aktienkurs jüngst unter Druck brachten. Neben der Ankündigung von Yahoo-Chefin Marissa Mayer vom 27. Januar, den Anteil von 15 Prozent an Alibaba als eigenständige Investmentgesellschaft an die Börse zu bringen, muss man sich nun auch mit den chinesischen Regulierungsbehörden herumschlagen. Die Staatliche Kommission für Industrie und Handel (SAIC) in Peking hatte in einem Bericht vom 28. Januar moniert, dass Alibaba unautorisierte Händler auf seinen Plattformen zulassen würde und dass das Unternehmen den Handel mit Raubkopien nicht entschieden genug bekämpfen würde.
Bei einem Blick auf den deutlichen Einbruch beim Aktienkurs wird deutlich, dass zuletzt einiges an Porzellan zerschlagen wurde, nachdem Alibaba beim Börsengang noch der große Liebling an den Aktienmärkten war. Trotz der jüngsten Enttäuschung gilt es jedoch festzuhalten, dass der Online-Händler immer noch ein beeindruckendes Wachstumstempo vorlegen kann. Die Wachstumsdynamik der chinesischen Wirtschaft hat zuletzt zwar etwas abgenommen. Gleichzeitig sorgt der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung in dem Land dafür, dass immer mehr konsumiert werden kann, während die Internetversorgung und damit der Zugang zu Alibaba weiter verbessert wird.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Alibaba-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DT95NN) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,20, die Knock-Out-Schwelle bei 65,25 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT8NKS, aktueller Hebel 2,72; Knock-Out-Schwelle bei 116,15 US-Dollar) auf fallende Kurse der Alibaba-Aktie setzen.
Stand: 03.02.2015
© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.
Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.
Wiener Börse Party #1129: Nina Börse Party, Gregor macht noch lange weiter, Rendezvous mit Harry, Christian will wissen, ob er Senator ist
Bildnachweis
1.
Alibaba, 360b / Shutterstock.com, 360b / Shutterst
, (© www.shutterstock.com) >> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:AT&S, Palfinger, DO&CO, CPI Europe AG, Mayr-Melnhof, EuroTeleSites AG, Rosenbauer, Athos Immobilien, Lenzing, Marinomed Biotech, Austriacard Holdings AG, Frequentis, Heid AG, Kapsch TrafficCom, Wiener Privatbank, Zumtobel, BKS Bank Stamm, BTV AG, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, Flughafen Wien, Österreichische Post, Semperit, Telekom Austria.
Random Partner
Palfinger
Palfinger zählt zu den international führenden Herstellern innovativer Hebe-Lösungen, die auf Nutzfahrzeugen und im maritimen Bereich zum Einsatz kommen. Der Konzern verfügt über 5.000 Vertriebs- und Servicestützpunkte in über 130 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien.
>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Fester aus den Osterferien (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 7.4.: Extremes zu OMV (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: Erich Kocina, UBahn Wiener Börse, wer will mein(e) Nachbar(in)...
» Wiener Börse startet nach Ostern mit Schwung – Handelsvolumina im Q1 fas...
» In den News: Porr, Rosinger Group, Kontron, Raiffeisen Top Picks (Christ...
» Wiener Börse Party #1129: Nina Börse Party, Gregor macht noch lange weit...
» Wiener Börse zu Mittag fester: Bajaj Mobility, Wienerberger und Porr ges...
» Über Tramwayschienenritzenkratzer zu Herrengasse / Wiener Börse: Ein Pre...
» Börsepeople im Podcast S24/10: Erich Kocina
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Heid am besten
- Wiener Börse: ATX gibt am Dienstag 0,26 Prozent nach
- Wie Heid AG, Wiener Privatbank, Austriacard Holdi...
- Wie DO&CO, Verbund, Lenzing, OMV, RBI und Erste G...
- Österreich-Depots: Fester aus den Osterferien (De...
- Börsegeschichte 7.4.: Extremes zu OMV (Börse Gesc...
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1115: ATX etwas fester, AT&S gesucht, spannende Konstellation Erste Group / Bawag, Strabag-Faktor nicht unterschätzen
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
L'électrification de la ligne Paris Le Mans (photos by Roger Schall)
1937
Editions Perceval
Daido Moriyama
Ligh and Shadow (English Version
2019
Getsuyosha, bookshop M
Jacques Fivel
CHINON DCM-206
2025
Le Plac’Art Photo
