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Strabag: Deripaska im Dilemma; wenn "billige" Optionen teuer werden (Christian Drastil)


Autor:
Christian Drastil

Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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23.11.2009, 1631 Zeichen

Wir schreiben heute auf boerse-express.com:

"Um Rasperia, dem Beteiligungsvehikel der Deripaska-Gesellschaft Basic Element, einen Wiedererwerb der 28,5 Mio. Stück Strabag-Aktien grundsätzlich zu ermöglichen, räumten die Strabag-Altaktionäre Rasperia eine Call Option mit Laufzeit bis zum 18.12.2009 ein, wobei eine Verlängerung bis zum 15.10.2010 gegen eine Optionsprämie von 45,9 Mio. Euro möglich ist. Der Ausübungspreis beträgt im Falle der Ausübung im Dezember 2009 18 Euro je Aktie, bei einer Ausübung zum 15.10.2010 hingegen 19,25 Euro je Aktie.Rasperia teilte den Kernaktionären mit, dass die Optionsverlängerung in Anspruch genommen wird (eine solche Mitteilung ist vertraglich vorgesehen). Die Optionsverlängerung wird rechtlich wirksam, wenn die Optionsprämie bis zum 18.12.2009 bezahlt wird, so die Strabag."

 Dazu folgende Schnellinterpretation: Die Strabag Aktie notiert aktuell bei 21,65, Deripaskas Dezember Call 18 ist also 3,65 Euro im Geld. Der Innere Wert der Optionen liegt damit bei etwas mehr als 100 Mio. Euro. Doch Deripaskas Dilemma ist, dass es hier natürlich kein Cash-Settlement gibt, sondern er 513 Mio. Euro für Aktien, die 617 Mio. wert sind, auf den Tisch legen muss. Beginnt er zu versilbern, ist der Wert wohl rasch unter 18 Euro je Aktie.

Damit muss er wohl auf seinen "inneren Wert" verzichten und in einen höheren 2010er-Strike (19,25) rollen.  Ca. 1,60 Optionsprämie ist wiederum sehr günstig, weil ja alleine der innere Wert bei 2,4 liegt.  Am Terminmarkt kostet ein September Call 2010 ca. 4,7. 

Doch für Oleg Deripaska zählen die Terminmarktmöglichkeiten nicht, da die Size viel zu gross ist. 


(23.11.2009)

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