Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Mehr als 10 Prozent Rendite mit österreichischen Bundesanleihen (Christian Drastil)


Autor:
Christian Drastil

Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

>> Website


>> zur Startseite mit allen Blogs

15.10.2007, 2116 Zeichen
Österreich ist ein klassisches Land der Sparer. Das rührt aus dem Wiederaufbau in den 50ern her und wurde in der Ära Kreisky, als es hohes Vertrauen in die Regierung und eine verlässlich argumentierte Bindung an die DM gab, noch verstärkt.

Rückwirkend betrachtet war das natürlich ein Idealszenario für die österreichischen Sparer und Bundesanleihenkäufer, da die österreichischen Bundesanleihen aufgrund der Schuldenpolitik Kreiskys in der Spitze um bis zu 2,5 Prozentpunkte höhere Verzinsungen boten als ihre deutschen Pendants.
Was dem Staat also viel Geld kostete (Stichwort: höhere Zinskosten zur Finanzierung der Staatsschuld), freute den Bürger (natürlich nur den "wohlhabenden Bürger, der keine Kredite brauchte").

1981 konnte man beispielsweise zehnjährige österreichische Bundesanleihen mit Renditen von deutlich mehr als 10 Prozent ins Depot nehmen (Anm:. ... oder in den Safe, damals liessen sich ja etliche Anleger ihre Anleihen noch physisch ausliefern und gingen dann ihre Zinskupons bei den Bankfilialen einreichen).

Erst gegen Ende der 80er Jahre bzw. in den frühen 90ern ging diese Risikoprämie für Österreich (die ja nie schlagend wurde, weil der Schilling vs. DM wie ein Felsen gehalten hatte) auf fast null zurück. Die Renditeeinengung zu Deutschland war dabei weniger auf das Beitrittsansuchen Österreichs in die EU (1989) zurückzuführen, als vielmehr auf die spezifischen Zins- und Renditeauftriebskräfte im Zuge der deutschen Wiedervereinigung. Die Deutschen machten plötzlich selbst hohe Schulden.

Auch in den Vereinigten Staaten begannen die Notenbanken erst mit Beginn der 80er mit der Bekämpfung der Inflation. Zuvor hatte man auf den Ölpreisschock mit expansiver Geldpolitik reagiert, was die Inflation ausufern liess. Zu dieser Zeit konnte man z.B. US-Staatsanleihen mit Verzinsungen von um die 14 Prozent erwerben - ein Szenario, das aus heutiger Sicht völlig undenkbar ist. Bei derart hohen Zinsen dachte niemand daran, dass man auch Aktien oder Immobilien kaufen konnte. Und es dachte auch niemand daran, dass der Dollar markant abstürzen könnte. Aber das ist eine andere Geschichte.


(15.10.2007)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

BörseGeschichte Podcast: Ernst Vejdovszky vor 10 Jahren zum ATX-25er




 

Aktien auf dem Radar:Polytec Group, Addiko Bank, UBM, RHI Magnesita, Zumtobel, Agrana, Rosgix, CA Immo, DO&CO, SBO, Gurktaler AG Stamm, Heid AG, OMV, Wolford, Palfinger, Rosenbauer, Oberbank AG Stamm, BTV AG, Flughafen Wien, BKS Bank Stamm, Josef Manner & Comp. AG, Mayr-Melnhof, Athos Immobilien, Marinomed Biotech, Amag, Österreichische Post, Verbund, Wienerberger, Merck KGaA, Continental, Fresenius Medical Care.


Random Partner

Schwabe, Ley & Greiner (SLG)
Das Unternehmen SLG wurde 1988 gegründet und ist spezialisiert auf die Beratung im Bereich Finanz- und Treasury-Management. Wir sind Marktführer im gesamten deutschsprachigen Raum und verfügen über einen soliden Partnerkreis. Diesen haben wir zur Stärkung des Unternehmens kontinuierlich erweitert.

>> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Gerald Grohmann, Marktrisiko 2026

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Semperit, Dominik Konrad, Wemove Runnin...

» Österreich-Depots: Weekend-Bilanz (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 9.1.: Bitte wieder so wie 1996 (Börse Geschichte) (Börse...

» Nachlese: Viktoria Gass PwC, Herbert Ortner, Michael Marek Augenmedizin ...

» News: Neue Aktie im direct market, News zu Post, Research zu wienerberge...

» Wiener Börse Party #1069: ATX zu Mittag leicht schwächer, Semperit fällt...

» Wiener Börse zu Mittag schwächer: Semperit, FACC und Pierer Mobility ges...

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Viktoria Gass PwC, Herbert Ortner

» Börsepeople im Podcast S22/24: Viktoria Gass


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    #gabb #2015

    Featured Partner Video

    BörseGeschichte Podcast: Michael Buhl vor 10 Jahren zum ATX-25er

    Der ATX wurde dieser Tage 35. Rund um "25 Jahre ATX" haben wir im Dezember 2015 und Jänner 2016 eine grossangelegte Audioproduktion mit dem Ziel einer Fest-CD gemacht, die auch auf Audible als Hörb...

    Books josefchladek.com

    JH Engström
    Dimma Brume Mist
    2025
    Void

    Sasha & Cami Stone
    Femmes. Collection d'études photographiques du corps humain
    1933
    Arts et Métiers Graphiques

    Dominique Lapierre, Jean-Pierre Pedrazzini, René Ramon
    So lebt man heute in Rußland
    1957
    Blüchert

    Joselito Verschaeve
    As Long as the Sun Lasts
    2025
    Void

    Tenmei Kanoh
    New York 1969
    2014
    Ishi Inc.


    15.10.2007, 2116 Zeichen
    Österreich ist ein klassisches Land der Sparer. Das rührt aus dem Wiederaufbau in den 50ern her und wurde in der Ära Kreisky, als es hohes Vertrauen in die Regierung und eine verlässlich argumentierte Bindung an die DM gab, noch verstärkt.

    Rückwirkend betrachtet war das natürlich ein Idealszenario für die österreichischen Sparer und Bundesanleihenkäufer, da die österreichischen Bundesanleihen aufgrund der Schuldenpolitik Kreiskys in der Spitze um bis zu 2,5 Prozentpunkte höhere Verzinsungen boten als ihre deutschen Pendants.
    Was dem Staat also viel Geld kostete (Stichwort: höhere Zinskosten zur Finanzierung der Staatsschuld), freute den Bürger (natürlich nur den "wohlhabenden Bürger, der keine Kredite brauchte").

    1981 konnte man beispielsweise zehnjährige österreichische Bundesanleihen mit Renditen von deutlich mehr als 10 Prozent ins Depot nehmen (Anm:. ... oder in den Safe, damals liessen sich ja etliche Anleger ihre Anleihen noch physisch ausliefern und gingen dann ihre Zinskupons bei den Bankfilialen einreichen).

    Erst gegen Ende der 80er Jahre bzw. in den frühen 90ern ging diese Risikoprämie für Österreich (die ja nie schlagend wurde, weil der Schilling vs. DM wie ein Felsen gehalten hatte) auf fast null zurück. Die Renditeeinengung zu Deutschland war dabei weniger auf das Beitrittsansuchen Österreichs in die EU (1989) zurückzuführen, als vielmehr auf die spezifischen Zins- und Renditeauftriebskräfte im Zuge der deutschen Wiedervereinigung. Die Deutschen machten plötzlich selbst hohe Schulden.

    Auch in den Vereinigten Staaten begannen die Notenbanken erst mit Beginn der 80er mit der Bekämpfung der Inflation. Zuvor hatte man auf den Ölpreisschock mit expansiver Geldpolitik reagiert, was die Inflation ausufern liess. Zu dieser Zeit konnte man z.B. US-Staatsanleihen mit Verzinsungen von um die 14 Prozent erwerben - ein Szenario, das aus heutiger Sicht völlig undenkbar ist. Bei derart hohen Zinsen dachte niemand daran, dass man auch Aktien oder Immobilien kaufen konnte. Und es dachte auch niemand daran, dass der Dollar markant abstürzen könnte. Aber das ist eine andere Geschichte.


    (15.10.2007)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    BörseGeschichte Podcast: Ernst Vejdovszky vor 10 Jahren zum ATX-25er




     

    Aktien auf dem Radar:Polytec Group, Addiko Bank, UBM, RHI Magnesita, Zumtobel, Agrana, Rosgix, CA Immo, DO&CO, SBO, Gurktaler AG Stamm, Heid AG, OMV, Wolford, Palfinger, Rosenbauer, Oberbank AG Stamm, BTV AG, Flughafen Wien, BKS Bank Stamm, Josef Manner & Comp. AG, Mayr-Melnhof, Athos Immobilien, Marinomed Biotech, Amag, Österreichische Post, Verbund, Wienerberger, Merck KGaA, Continental, Fresenius Medical Care.


    Random Partner

    Schwabe, Ley & Greiner (SLG)
    Das Unternehmen SLG wurde 1988 gegründet und ist spezialisiert auf die Beratung im Bereich Finanz- und Treasury-Management. Wir sind Marktführer im gesamten deutschsprachigen Raum und verfügen über einen soliden Partnerkreis. Diesen haben wir zur Stärkung des Unternehmens kontinuierlich erweitert.

    >> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Gerald Grohmann, Marktrisiko 2026

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Semperit, Dominik Konrad, Wemove Runnin...

    » Österreich-Depots: Weekend-Bilanz (Depot Kommentar)

    » Börsegeschichte 9.1.: Bitte wieder so wie 1996 (Börse Geschichte) (Börse...

    » Nachlese: Viktoria Gass PwC, Herbert Ortner, Michael Marek Augenmedizin ...

    » News: Neue Aktie im direct market, News zu Post, Research zu wienerberge...

    » Wiener Börse Party #1069: ATX zu Mittag leicht schwächer, Semperit fällt...

    » Wiener Börse zu Mittag schwächer: Semperit, FACC und Pierer Mobility ges...

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Viktoria Gass PwC, Herbert Ortner

    » Börsepeople im Podcast S22/24: Viktoria Gass


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      #gabb #2015

      Featured Partner Video

      BörseGeschichte Podcast: Michael Buhl vor 10 Jahren zum ATX-25er

      Der ATX wurde dieser Tage 35. Rund um "25 Jahre ATX" haben wir im Dezember 2015 und Jänner 2016 eine grossangelegte Audioproduktion mit dem Ziel einer Fest-CD gemacht, die auch auf Audible als Hörb...

      Books josefchladek.com

      Albert Renger-Patzsch
      Die Welt ist schön. Einhundert photographische Aufnahmen.
      1931
      Kurt Wolff

      Tenmei Kanoh
      New York 1969
      2014
      Ishi Inc.

      Krass Clement
      Født af mørket
      2025
      Gyldendal

      Thonet
      Stahlrohrmöbel (Catalogue 1934)
      1934
      Selbstverlag

      Marjolein Martinot
      Riverland
      2025
      Stanley / Barker