Mehr als 10 Prozent Rendite mit österreichischen Bundesanleihen (Christian Drastil)
15.10.2007, 2116 Zeichen
Österreich ist ein klassisches Land der Sparer. Das rührt aus dem Wiederaufbau in den 50ern her und wurde in der Ära Kreisky, als es hohes Vertrauen in die Regierung und eine verlässlich argumentierte Bindung an die DM gab, noch verstärkt. Rückwirkend betrachtet war das natürlich ein Idealszenario für die österreichischen Sparer und Bundesanleihenkäufer, da die österreichischen Bundesanleihen aufgrund der Schuldenpolitik Kreiskys in der Spitze um bis zu 2,5 Prozentpunkte höhere Verzinsungen boten als ihre deutschen Pendants. Was dem Staat also viel Geld kostete (Stichwort: höhere Zinskosten zur Finanzierung der Staatsschuld), freute den Bürger (natürlich nur den "wohlhabenden Bürger, der keine Kredite brauchte"). 1981 konnte man beispielsweise zehnjährige österreichische Bundesanleihen mit Renditen von deutlich mehr als 10 Prozent ins Depot nehmen (Anm:. ... oder in den Safe, damals liessen sich ja etliche Anleger ihre Anleihen noch physisch ausliefern und gingen dann ihre Zinskupons bei den Bankfilialen einreichen). Erst gegen Ende der 80er Jahre bzw. in den frühen 90ern ging diese Risikoprämie für Österreich (die ja nie schlagend wurde, weil der Schilling vs. DM wie ein Felsen gehalten hatte) auf fast null zurück. Die Renditeeinengung zu Deutschland war dabei weniger auf das Beitrittsansuchen Österreichs in die EU (1989) zurückzuführen, als vielmehr auf die spezifischen Zins- und Renditeauftriebskräfte im Zuge der deutschen Wiedervereinigung. Die Deutschen machten plötzlich selbst hohe Schulden. Auch in den Vereinigten Staaten begannen die Notenbanken erst mit Beginn der 80er mit der Bekämpfung der Inflation. Zuvor hatte man auf den Ölpreisschock mit expansiver Geldpolitik reagiert, was die Inflation ausufern liess. Zu dieser Zeit konnte man z.B. US-Staatsanleihen mit Verzinsungen von um die 14 Prozent erwerben - ein Szenario, das aus heutiger Sicht völlig undenkbar ist. Bei derart hohen Zinsen dachte niemand daran, dass man auch Aktien oder Immobilien kaufen konnte. Und es dachte auch niemand daran, dass der Dollar markant abstürzen könnte. Aber das ist eine andere Geschichte.
Wiener Börse Party #1079: Kleine ATX-Korrektur am Ende einer weiteren Rekordwoche, Erste 2x über 100, Porr und AT&S vor den Vorhang
Aktien auf dem Radar:EuroTeleSites AG, RHI Magnesita, Flughafen Wien, Austriacard Holdings AG, Addiko Bank, Zumtobel, FACC, Pierer Mobility, Andritz, CA Immo, Lenzing, Mayr-Melnhof, OMV, UBM, SBO, Wiener Privatbank, Frequentis, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Josef Manner & Comp. AG, Amag, EVN, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, Verbund, adidas, Fresenius Medical Care, Volkswagen Vz., Siemens Energy, Hannover Rück.
Random Partner
Erste Asset Management
Die Erste Asset Management versteht sich als internationaler Vermögensverwalter und Asset Manager mit einer starken Position in Zentral- und Osteuropa. Hinter der Erste Asset Management steht die Finanzkraft der Erste Group Bank AG. Den Kunden wird ein breit gefächertes Spektrum an Investmentfonds und Vermögensverwaltungslösungen geboten.
>> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. CSG, Colt, Erste, Porr, AT&S
» Wiener Börse Party #1079: Kleine ATX-Korrektur am Ende einer weiteren Re...
» Österreich-Depots: Weekend-Bilanz, Post wird in Austria 30 Private IR au...
» Börsegeschichte 23.1.: Bank Austria (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: Tatjana Aubram, Roland Sinkovits Bell (audio cd.at)
» News zu Kapsch TrafficCom, höheres Kursziel für Bawag, Paul Severin im E...
» Kleine Korrektur nach dem All-time-High gestern (Christian Drastil)
» Wiener Börse zu Mittag etwas leichter: Austriacard, FACC, Flughafen Wien...
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Tatjana Aubram, cyan, Novomatic, Bionte...
» Börsepeople im Podcast S23/05: Tatjana Aubram
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- 21st Austria weekly - Kapsch TrafficCom (23/01/2026)
- 21st Austria weekly - Austrian Post, AT&S (22/01/...
- 21st Austria weekly - wienerberger, Kapsch Traffi...
- 21st Austria weekly - Vienna Airport, Kapsch Traf...
- 21st Austria weekly - Verbund, Porr (19/01/2026)
- 21st Austria weekly - ATX with first close over 5...
Featured Partner Video
Private Investor Relations Podcast #20: Wie Markus Remis mit Oddo BHF Austro-Unternehmen und deren IR ins Spiel bringt
Es hat Tradition, dass zu Silvester Wolfgang Matejka und Gunter Deuber zu Gast sind. Heuer haben wir wir auch einige Marktteilnehmer angerufen. Einer davon war Markus Remis, Head of Austrian and CE...
Books josefchladek.com
Léon-Paul Fargue & Roger Parry & Fabian Loris
Banalité
1930
Librairie Gallimard
Jeff Mermelstein
What if Jeff were a Butterfly?
2025
Void
Joselito Verschaeve
As Long as the Sun Lasts
2025
Void
