09.03.2026, 2813 Zeichen
Die Insolvenz von Renewcell im Jahr 2024 markierte das vorläufige Ende einer ambitionierten Vision für das Textilrecycling. Während die Technologie unter dem neuen Namen Circulose weiterlebt, stehen ehemalige Aktionäre vor einem Trümmerhaufen. Nach der Übernahme der Vermögenswerte durch den Finanzinvestor Altor bleibt für die ursprünglichen Anteilseigner kaum mehr als die Gewissheit eines Totalverlusts.
Die Anmeldung der Insolvenz folgte auf eine gescheiterte strategische Überprüfung, da Renewcell keine ausreichende Finanzierung für den Fortbetrieb sichern konnte. Für Inhaber der Renewcell-Aktie bedeutet dieser Schritt den fast vollständigen Wertverlust ihrer Positionen. Im Insolvenzverfahren werden Stammaktionäre nachrangig behandelt. Sie erhalten erst dann Ausschüttungen aus der Insolvenzmasse, wenn sämtliche Forderungen der Gläubiger vollständig bedient wurden. Angesichts der finanziellen Situation ist eine nennenswerte Erholung für Aktionäre ausgeschlossen.
Trotz des Scheiterns der börsennotierten Gesellschaft bleibt die technologische Grundlage erhalten. Altor erwarb im Juni 2024 die Patente und Anlagen, um die Produktion von Zellstoff aus Textilabfällen fortzuführen. Das neu gegründete Unternehmen Circulose zielt darauf ab, den patentierten Prozess zu industrialisieren und die Akzeptanz von recycelten Fasern am Markt zu erhöhen. Werden die technologischen Fortschritte nun unter privater Führung den kommerziellen Durchbruch erzielen?
Der Fall Renewcell verdeutlicht die massiven Hürden bei der Skalierung innovativer Recycling-Verfahren. Zwar wächst der regulatorische Druck auf die Modeindustrie, nachhaltige Materialien einzusetzen, doch die Kapitalintensität der Branche bleibt ein hohes Risiko. Unternehmen benötigen für den Aufbau industrieller Fertigungskapazitäten enorme finanzielle Mittel und langfristige Abnahmeverträge, um rentabel zu arbeiten.
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Die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Technologie wird sich künftig an der Skalierung der Produktion unter Altor messen lassen müssen. Entscheidend für einen Erfolg von Circulose sind der Abschluss fester Partnerschaften innerhalb der globalen Lieferkette sowie die signifikante Senkung der Produktionskosten pro Tonne.
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Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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