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Neue Studien: Ernährung schützt Nieren und Leber ( Finanztrends)

23.03.2026, 3334 Zeichen

Pflanzenbasierte Kost schützt die Nieren, während Fruktose sie massiv schädigt. Das zeigen aktuelle Studien und Warnungen von Fachgesellschaften. Gleichzeitig stellen neue allgemeine Ernährungsrichtlinien Nierenpatienten vor ein Problem.

Proteine: Neue Leitlinien als Risiko für Nierenkranke

Die aktuellen „Dietary Guidelines for Americans“ empfehlen mehr Protein – bis zu 1,6 Gramm pro Kilo Körpergewicht. Für Millionen Menschen mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) ist das gefährlich. Ihre empfohlene Höchstmenge liegt bei nur 0,8 Gramm.

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Eine zu hohe Aufnahme tierischer Proteine kann geschwächte Nieren überlasten. Experten raten Betroffenen dringend zur individuellen Absprache mit ihrem Arzt. Die pauschale Empfehlung ist für sie ein zweischneidiges Schwert.

Planetary Health Diet senkt Nierenkrankheits-Risiko

Eine überwiegend pflanzliche Ernährung kann Nieren schützen. Eine große Langzeitstudie im „Canadian Medical Association Journal“ zeigt: Wer sich an die „Planetary Health Diet“ hält, erkrankt seltener an CKD.

Der schützende Effekt war in städtischen Gebieten mit wenig Grünflächen besonders stark. Forscher der Loma Linda University bestätigen: Vegane und pesco-vegetarische Ernährungsweisen sind mit einer besseren Nierengesundheit verbunden als fleischhaltige Kost.

DGfN warnt: Fruktose ist Gift für die Nieren

Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) warnt eindringlich vor Fruktose. Der Zucker, der in Softdrinks, Säften und Fertigprodukten steckt, kann Nieren nachhaltig schädigen.

Warum ist Fruktose so gefährlich? Ihr Stoffwechsel fördert Übergewicht, Fettleber und Insulinresistenz. Diese sind zentrale Treiber für Bluthochdruck und Diabetes – die Hauptrisikofaktoren für Nierenerkrankungen. Die DGfN rät zu Wasser und ungesüßten Getränken.

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Lebensstil stoppt Fettleber-Erkrankung

Bei Lebererkrankungen wie der Metabolisch-assoziierten Steatotischen Lebererkrankung (MASLD) ist der Lebensstil entscheidend. Ausgewogene Ernährung und Bewegung können Leberverfettung sogar rückgängig machen.

Bestimmte Lebensmittel unterstützen die Leber: Spinat, Paprika, Haferflücken und Lachs gehören dazu. Auch Kaffee wirkt schützend – ab vier Tassen täglich. Eiweißmangel dagegen begünstigt eine Fettleber. Pflanzliche Proteine aus Linsen oder Quinoa sind hier eine gute Wahl.

Individuelle Beratung wird immer wichtiger

Die neuen Erkenntnisse zeigen: Eine Einheitsdiät für alle gibt es nicht. Die Diskrepanz zwischen allgemeinen und krankheitsspezifischen Empfehlungen erfordert maßgeschneiderte Lösungen.

Fachleute fordern deshalb eine verstärkte Aufklärung und individuelle Ernährungsberatung. Politische Maßnahmen wie eine Zuckersteuer könnten den Konsum schädlicher Fruktose weiter reduzieren.


(23.03.2026)

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