02.03.2026, 3348 Zeichen
Der britische Leitindex FTSE 100 hat am Freitag ein neues Allzeithoch markiert und dabei die Marke von 10.914 Punkten erreicht. Zum Handelsschluss stand ein Plus von 0,59 Prozent auf 10.910,55 Zähler zu Buche. Doch was steckt hinter dem Höhenflug – und können die Bullen das Momentum ins Wochenende retten?
Die stärksten Impulse kamen aus dem Minensektor. Fresnillo legte knapp 3 Prozent zu, Anglo American, Antofagasta, Rio Tinto und Glencore gewannen zwischen 1 und 1,8 Prozent. Auch Rightmove stach mit einem Kurssprung von 4,2 Prozent hervor – Hintergrund waren höhere Umsatzzahlen und ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm. Airtel Africa und Endeavour Mining rundeten die Gewinnerliste mit Zuwächsen von 3,25 und 2,3 Prozent ab.
Die Stärke der Rohstoffwerte überdeckte dabei zunehmende Sorgen am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote hat den höchsten Stand seit fast fünf Jahren erreicht – ein Zeichen dafür, dass die britische Wirtschaft zunehmend unter Druck gerät.
Auf der Verliererseite dominierte Melrose mit einem Kurssturz von 13 Prozent. Der Eigentümer von GKN Aerospace hatte eine Umsatzprognose für 2026 vorgelegt, die deutlich unter den Erwartungen der Analysten lag. Auch IAG, die Holding hinter British Airways, gab trotz positiver Quartalszahlen und eines angekündigten Aktienrückkaufs im Volumen von 1,5 Milliarden Euro mehr als 5 Prozent ab. Offenbar hatten Anleger mehr erwartet.
Der Personaldienstleister Hays brach um 10 Prozent ein, nachdem das Unternehmen einen deutlichen Gewinnrückgang im ersten Halbjahr gemeldet hatte. Auch Burberry Group, Vodafone, EasyJet und Barclays zählten zu den Verlierern und verloren zwischen 1 und 2,5 Prozent.
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Parallel zum Aktienmarkt geriet das britische Pfund ins Rutschen und fiel auf den tiefsten Stand gegenüber dem Euro seit über zwei Monaten. Auslöser waren politische Unsicherheiten nach einem Wahlsieg der Grünen bei einer Nachwahl in England. Die Verunsicherung belastete vor allem die heimische Währung, während der FTSE 100 dank seiner hohen Exportorientierung sogar profitierte.
Zusätzlich belastete eine überraschend eingetrübte Konsumentenstimmung. Der Verbrauchervertrauensindex der GfK fiel im Februar auf minus 19 Punkte – der niedrigste Wert seit drei Monaten. Ökonomen hatten eigentlich mit einer Verbesserung auf minus 15 gerechnet. Die schwache Lohnentwicklung und steigende Arbeitslosigkeit drücken besonders auf Geringverdiener und gefährden die sonst optimistischere Stimmung jüngerer Altersgruppen.
Trotz dieser Gegenwindes bleibt der FTSE 100 auf Rekordjagd – getragen von robusten Rohstoffwerten und einzelnen Highlights wie Rightmove. Ob das neue Allzeithoch nachhaltig ist, dürfte davon abhängen, wie sich Arbeitsmarkt und Konsumentenstimmung in den kommenden Wochen entwickeln.
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