Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Eli Lilly Aktie: Skepsis vor der Zulassung ( Finanztrends)

25.03.2026, 3446 Zeichen

Am 10. April 2026 entscheidet die US-Gesundheitsbehörde FDA über die Zulassung der neuen Abnehmpille Orforglipron. Während Eli Lilly bereits Bestände im Milliardenwert für den Marktstart produziert hat, trübt eine kritische Analystenstimme die Stimmung. Die britische Bank HSBC stellt die extrem hohen Wachstumserwartungen für den gesamten Markt für Adipositas-Medikamente infrage.

Margenbringer mit Milliarden-Potenzial

Im Gegensatz zu bestehenden Präparaten erfordert das neue orale GLP-1-Medikament weder Fasten noch Flüssigkeitseinschränkungen bei der Einnahme. Für den Pharmakonzern ist die Pille zudem günstiger in der Herstellung und Lagerung, was deutlich höhere Gewinnmargen verspricht. Um die erwartete Nachfrage sofort bedienen zu können, hat das Unternehmen bereits Vorräte im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar angelegt. Selbstzahler sollen über eine hauseigene Plattform künftig zwischen 149 und 399 US-Dollar pro Dosis zahlen.

Analysten warnen vor überzogenen Erwartungen

Genau diese hohen Erwartungen dämpft nun die HSBC mit einer Herabstufung auf "Reduce". Die Analysten argumentieren, dass die Schätzungen für den gesamten Markt für Gewichtsverlust-Medikamente mit 150 Milliarden US-Dollar bis zum Ende des Jahrzehnts zu optimistisch seien. Realistischer sei ein Volumen von 80 bis 120 Milliarden US-Dollar. Zudem bezweifeln die Experten, dass Patienten das Medikament dauerhaft und diszipliniert einnehmen werden. Diese Skepsis spiegelt sich auch in der jüngsten Kursentwicklung wider: Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp 15 Prozent nachgegeben und notiert mit 778 Euro spürbar unter dem 52-Wochen-Hoch von vergangenem November.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eli Lilly?

Neben den Bedenken der Bank wächst auch der strukturelle Gegenwind. Arbeitgeber und Apotheken-Dienstleister führen zunehmend strengere Zugangskontrollen für GLP-1-Medikamente ein, darunter BMI-Grenzwerte und verpflichtende Lebensstil-Programme. Gleichzeitig drängen Konkurrenten auf den Markt. So meldete Structure Therapeutics kürzlich positive Phase-2-Daten für ein eigenes orales Präparat, das potenziell geringere Abbruchquoten aufweist. Zusätzlich zwingt der Preisdruck durch staatliche Gesundheitsprogramme wie Medicare den Konzern zu erheblichen Rabatten.

Starkes Fundament trotz Preisdruck

Trotz dieser Herausforderungen wächst das operative Geschäft rasant. Die aktuellen Blockbuster Mounjaro und Zepbound verzeichneten im vergangenen Jahr fast eine Verdopplung beziehungsweise Verdreifachung der Verkäufe und machen mittlerweile 56 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Um die globale Expansion abzusichern, investiert der Konzern in den kommenden zehn Jahren drei Milliarden US-Dollar in seine chinesischen Produktionsstätten und baut die lokalen Lieferketten aus.

Der 10. April fungiert nun als harter Stichtag für die weitere Ausrichtung. Die FDA-Entscheidung wird maßgeblich bestimmen, ob sich die breite Zuversicht der Wall Street-Mehrheit bestätigt oder die warnende Haltung der HSBC berechtigt war.

Anzeige

Eli Lilly-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eli Lilly-Analyse vom 25. März liefert die Antwort:

Die neusten Eli Lilly-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eli Lilly-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Eli Lilly: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


(25.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Zertifikate Party Österreich: Ab jetzt mitentscheiden, welcher dieser 14 Emittenten den Publikums-Preis 2026 gewinnt (+Spoiler ZFA-Award)


 

Bildnachweis

1. Trading



Aktien auf dem Radar:CA Immo, Semperit, Polytec Group, EuroTeleSites AG, Flughafen Wien, Austriacard Holdings AG, Bajaj Mobility AG, Rosenbauer, FACC, Frequentis, Heid AG, Kapsch TrafficCom, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, BTV AG, Amag, EVN, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, Porr, Strabag, Verbund, VIG, Bayer, BASF, Fresenius Medical Care, Symrise, SAP, Deutsche Telekom, Siemens Energy.


Random Partner

Freisinger
FREISINGER enterprises setzt auf Old-Economy im Bereich von technischen und industriellen Gütern. Persönlicher Kontakt mit einer guten Mischung aus E-Commerce ergeben eine optimale Vertriebsstruktur für technische Gase, Zubehör und Dienstleistungen.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Trading


 Latest Blogs

» Evonik Aktie: Technischer Befreiungsschlag ( Finanztrends)

» Netflix Aktie: Institutionelle Käufer greifen zu ( Finanztrends)

» SAP Aktie: KI-Umbau fällt durch ( Finanztrends)

» Realty Income Aktie: Unterschätzt vom Markt? ( Finanztrends)

» Oliver Riedel: Der designierte CEO der Baader Bank (Podcast)

» Digitouch Aktie: MarTech-Wandel läuft ( Finanztrends)

» Gladstone Investment Aktie: Strategischer Umbau ( Finanztrends)

» D-Wave Quantum Aktie: Analysten gegen den Markt ( Finanztrends)

» Newron Aktie: Etappensieg für Evenamide ( Finanztrends)

» Oracle Aktie: Schulden unter dem Mikroskop ( Finanztrends)