26.03.2026, 3049 Zeichen
Das japanische Gesundheitsministerium liefert dem Leverkusener Konzern mit zwei Marktzulassungen an einem einzigen Tag handfeste Argumente für die eigene Pharma-Pipeline. Zeitgleich positionieren sich mehrere Großbanken neu und trauen dem Papier deutliche Kurssteigerungen zu. Im Hintergrund rückt zudem die Lösung des teuren Glyphosat-Konflikts in greifbare Nähe.
Konkret erteilten die Behörden in Japan die Freigabe für Eylea 8 mg zur Behandlung von Makulaödemen sowie für das MRT-Kontrastmittel Ambelvist. Letzteres feiert damit seine weltweite Erstzulassung. Das Mittel kommt mit 60 Prozent weniger Gadolinium aus als bisherige Alternativen und soll nun zügig auch in den USA, China und der EU auf den Markt gebracht werden. Bei Eylea zeigte die zugrundeliegende Studie, dass Patienten mit der höheren Dosierung weniger Injektionen benötigen, um vergleichbare Resultate zu erzielen.
Diese operativen Fortschritte spiegeln sich in den jüngsten Einschätzungen der Investmentbanken wider. Gleich mehrere Häuser stuften das Papier hoch und verweisen auf starke Wachstumstreiber wie die Medikamente Nubeqa und Kerendia.
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Die aktuellen Anpassungen im Überblick:
- UBS: Hochstufung auf „Buy", neues Kursziel 52 Euro
- Oddo-BHF: Hochstufung auf „Buy", neues Kursziel 55 Euro
- Goldman Sachs: Bestätigung des Kursziels bei 54 Euro
- Barclays: Einstufung „Overweight", Kursziel 48 Euro
An der Börse reagierte der Titel zuletzt verhalten und ging am Mittwoch bei 37,96 Euro aus dem Handel. Ein Relative-Stärke-Index (RSI) von 29,1 signalisiert aktuell einen überverkauften Zustand, obwohl das Papier auf Sicht von zwölf Monaten ein beachtliches Plus von gut 66 Prozent verzeichnet. Die Zurückhaltung der Anleger begründet sich mit dem noch immer schwebenden Glyphosat-Vergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar. CEO Bill Anderson pocht hier auf eine Teilnahmequote der Kläger von nahezu 100 Prozent, um das rechtliche Risiko endgültig zu minimieren und das Rahmenwerk zu aktivieren.
Die kommenden Wochen zwingen nun zu konkreten Entscheidungen. Bereits am 24. April 2026 steht die Hauptversammlung an, bei der das Management eine Dividende von 0,11 Euro vorschlagen wird. Nur drei Tage später, am 27. April, folgt die mündliche Verhandlung vor dem US-Supreme Court im Glyphosat-Fall. Bis zur offiziellen Opt-out-Frist am 4. Juni wird sich dann weisen, ob die von Anderson geforderte hohe Teilnahmequote beim Vergleich erreicht wurde, bevor Ende Juni die finale gerichtliche Entscheidung ansteht.
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