27.02.2026, 3473 Zeichen
Almonty Industries ist an der Börse derzeit kaum zu bremsen. Getrieben von geopolitischen Spannungen und dem wachsenden Bedarf des Rüstungssektors kletterte das Papier gestern auf ein neues 52-Wochen-Hoch. Doch während die Kurse steigen, mahnen fundamentale Kennzahlen zur Vorsicht: Ist der Optimismus rund um das strategische Metall Wolfram angesichts der aktuellen Bewertung gerechtfertigt?
Der jüngste Sprung auf 17,31 US-Dollar an der NASDAQ markiert den vorläufigen Höhepunkt einer beeindruckenden Rallye. In den letzten drei Monaten legte der Titel um rund 150 Prozent zu. Treibstoff für diesen Anstieg liefert vor allem die Verknappung auf dem Weltmarkt. China hat die Exportkontrollen verschärft, während ab dem 1. Januar 2027 ein Verbot des US-Verteidigungsministeriums für Wolfram aus chinesischer, russischer oder nordkoreanischer Produktion greift.
Diese geopolitische Gemengelage zwingt westliche Abnehmer, ihre Lieferketten radikal umzubauen. Die Folge ist ein Preisanstieg beim Rohstoff: Der Spotpreis für Ammoniumparawolframat (APT) erreichte bis Mitte Februar bereits rund 1.738 US-Dollar pro Tonne.
Neben der Makro-Lage überzeugen auch operative Entwicklungen. Im südkoreanischen Sangdong-Projekt startete Almonty im Dezember 2025 den aktiven Abbau und lieferte erste Erze. Das Unternehmen fährt derzeit die erste Phase der kommerziellen Produktion hoch. Eine geplante Erweiterung (Phase II) soll bis 2027 abgeschlossen sein und die Kapazitäten auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen jährlich ausweiten. Auch Projekte in Portugal und Montana machen Fortschritte, wobei letzteres in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsbereit sein soll.
Das zunehmende Interesse spiegelt sich auch in der Aktionärsstruktur wider. Die Zahl der investierten Fonds und Institutionen stieg im letzten Quartal um 55 Prozent auf 107 Adressen. Besonders auffällig: Van Eck Associates baute die Position massiv aus und hält nun über 4 Prozent der Anteile. Flankiert wird dies von positiven Analystenkommentaren. Sowohl DA Davidson (Kursziel 18 US-Dollar) als auch B. Riley (17 US-Dollar) und Sphene Capital schraubten ihre Erwartungen im Februar nach oben.
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Der steile Kursanstieg wirft jedoch Fragen zur Bewertung auf. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von über 37 notiert Almonty weit über dem Branchenschnitt von 3,8. Das Unternehmen ist zudem aktuell noch unprofitabel. Befürworter verweisen hingegen auf Discounted-Cash-Flow-Modelle, die einen fairen Wert deutlich über dem aktuellen Kurs sehen, basierend auf der Erwartung eines starken Umsatzwachstums und der Profitabilität innerhalb von drei Jahren.
Für Anleger liegt der Fokus nun auf den kommenden Quartalszahlen, die für Ende März 2026 erwartet werden. Diese Berichte müssen beweisen, ob die hohen Wolframpreise und der Hochlauf der Mine sich bereits in den Büchern niederschlagen und den Weg aus der Verlustzone ebnen.
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