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Number One 2015: Special Award Anlegerschutz - IVA

© photaq/Martina Draper

Autor:
Christian Drastil
Der Namensgeber des Blogs. Ich funktioniere nach dem Motto "Trial, Error & Learning". Mehrjährige Business Pläne passen einfach nicht zu mir. Zu schnell (ver)ändert sich die Welt, in der wir leben. Damit bin ich wohl nicht konzernkompatibel sondern lieber ein alter Jungunternehmer. Ein lupenreiner Digital Immigrant ohne auch nur einen Funken Programmier-Know-How, aber - wie manche sagen - vielleicht mit einem ausgeprägten Gespür für Geschäftsmodelle, die funktionieren. Der Versuch, Finanzmedien mit Sport, Musik und schrägen Ideen positiv aufzuladen, um Financial Literacy für ein grosses Publikum spannend zu machen, steht im Mittelpunkt. Diese Dinge sind mein Berufsleben und ich arbeite gerne. Der Blog soll u.a. zeigen, wie alles zusammenhängt und welches Bigger Picture angestrebt wird.
Christian Drastil

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Einen Special Award Anlegerschutz gab es 2015 für den IVA – Interessenverband für Anleger. Gründer Wilhelm Rasinger ist in Österreich seit Jahrzehnten aktiv und wird wie kein zweiter mit dem Thema Anlegerschutz assoziiert. 
 
Motiv für die Award-Vergabe ist der Schwerpunkt des aktuellen „Tagesgeschäfts“ Rasingers. Da es eben mehr Delistings als Börsegänge gibt, stehen diese Delistings im Mittelpunkt. Der Preis bei einem IPO pickt, jener beim Delisting auch. Zumindest meistens, denn dem IVA war es zuletzt immer häufiger gelungen, für die Privatanleger Nachbesserungen herauszuholen. Oft ein mühsam-zähes Unterfangen, oft mit Selbst-Aktienengagement des IVA, aber der Effekt ist wichtig, weil Delistings einfach nicht „einfach“ sein dürfen (das absolute Low aus der Fachheft-Sicht stellte der phion/Barracuda-Fall dar, bei dem involvierte Privatanleger ob des Agierens von u.a. phion-Vorstand Wieland Alge (jetzt Neos) fassungs- und ratlos zurückblieben).

Kurzer Überblick zu Rasingers aktuellen -Fällen

• bene: Der IVA hat beim zuständigen Gericht in St. Pölten einen Überprüfungsantrag eingebracht. Der bekannte Experte für Unternehmensbewertung, Leonhard Knoll aus Würzburg, kommt in seiner vom IVA in Auftrag gegebenen und dem Gericht übergebenen Stellungnahme zur Ansicht, dass ein „erheblicher Nachbesserungsbedarf“ bestehe und bei Beachtung seiner Kritikpunkte eine „ nicht vernachlässig­bare Erhöhung des Unternehmenswertes“ zu erwarten ist. 
 
• ATB, MIBA: Der IVA rät, bei den bevorstehenden Überprüfungsverfahren, die wahrscheinlich länger dauern werden, das Ergebnis abzuwarten. Für diejenigen Anleger, die trotzdem rasch die Nachbesserungsrechte verkaufen wollen, bietet der IVA je ATB Aktie 0,2 Euro und je Miba-Aktie 15 Euro, 
• AUA-Nachbesserung: Die Verhandlungen sind bisher sehr mühsam und zäh verlaufen. Inzwischen habe sich die Mehrzahl der Antragsteller, aber auch die Lufthansa, signifikant bewegt, so der IVA. 
 
• Constantia Packaging/Flexibles: Der Gutachter Klaus Rabel hat eine beträchtliche Nachbesserung von rund 50 Prozent errechnet, obwohl er vom Unternehmen nur sehr selektiv informiert wurde und die Vorgangsweise des Unternehmens lt. IVA als „ einseitig situationselastisch“ zu beurteilen ist. 
 
• Verschmelzung Immofinanz-Immoeast: Das Verhältnis 3:2 stand immer wieder in der Kritik. Der IVA holte von Leonhard Knoll eine Bewertung ein, die zu einem Vergleich mit einer geringfügigen Nachbesserung für die Besitzer von Immoeast-Nachbesserungsrechtem rät. Es sei im Interesse des Unternehmens, dass ein Vergleich erzielt wird.
 
• BWT: Das OLG Linz hat dem Rekurs nicht Folge gegeben, d.h. die Verschmelzung der nicht börsenotierten BWT ­Holding AG mit der börsenotierten BWT wurde nicht ins Firmenbuch eigetragen und somit nicht rechtswirksam. Das beabsichtigte Delisting ohne Angebot an den ­Streubesitz ist damit auch in der 2. Instanz gescheitert.

About: Hintergrund Number One Awards (Christian Drastil) bzw. Input von Josef Schuch, Number One Awards Partner Deloitte (Christian Drastil)

Alle Sieger 2015: Number One Awards 2015 (vgl. Number One Awards 2014)

Das Fachheft zu den AwardsDas Fachheft 40 im Fast Forward Modus

(27.01.2016)

Special Award Anlegerschutz IVA, (© photaq/Martina Draper)


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» Der Kampf der Roboter Giganten hat begonnen (Martin Theyer)

» Äthiopien... (Monika Kalbacher via Facebook)

» derStandard.at und Fass ohne Boden (Alexander Surowiec via Facebook)

» Streckenrekord in Lambach (Anita Baierl via Facebook)

» ÖLV Ordnungen und Wettkampfbestimmungen aktualisiert (Österreichischer L...

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» Wochenrückblick KW12: Deutsche Bank und ihre Zukunft, Warten auf Daimler...


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ATX 2829 0.23 % 2829 -0.02% 10:16:32
DAX 12064 0.20 % 12076 0.09% 10:16:32
Dow 20597 -0.29 % 20620 0.11% 11:27:56
Nikkei 19263 0.93 % 19245 -0.09% 23:49:48
Gold 1244 -0.31 % 1244 -0.03% 21:59:58



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Number One 2015: Special Award Anlegerschutz - IVA


Einen Special Award Anlegerschutz gab es 2015 für den IVA – Interessenverband für Anleger. Gründer Wilhelm Rasinger ist in Österreich seit Jahrzehnten aktiv und wird wie kein zweiter mit dem Thema Anlegerschutz assoziiert. 
 
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• bene: Der IVA hat beim zuständigen Gericht in St. Pölten einen Überprüfungsantrag eingebracht. Der bekannte Experte für Unternehmensbewertung, Leonhard Knoll aus Würzburg, kommt in seiner vom IVA in Auftrag gegebenen und dem Gericht übergebenen Stellungnahme zur Ansicht, dass ein „erheblicher Nachbesserungsbedarf“ bestehe und bei Beachtung seiner Kritikpunkte eine „ nicht vernachlässig­bare Erhöhung des Unternehmenswertes“ zu erwarten ist. 
 
• ATB, MIBA: Der IVA rät, bei den bevorstehenden Überprüfungsverfahren, die wahrscheinlich länger dauern werden, das Ergebnis abzuwarten. Für diejenigen Anleger, die trotzdem rasch die Nachbesserungsrechte verkaufen wollen, bietet der IVA je ATB Aktie 0,2 Euro und je Miba-Aktie 15 Euro, 
• AUA-Nachbesserung: Die Verhandlungen sind bisher sehr mühsam und zäh verlaufen. Inzwischen habe sich die Mehrzahl der Antragsteller, aber auch die Lufthansa, signifikant bewegt, so der IVA. 
 
• Constantia Packaging/Flexibles: Der Gutachter Klaus Rabel hat eine beträchtliche Nachbesserung von rund 50 Prozent errechnet, obwohl er vom Unternehmen nur sehr selektiv informiert wurde und die Vorgangsweise des Unternehmens lt. IVA als „ einseitig situationselastisch“ zu beurteilen ist. 
 
• Verschmelzung Immofinanz-Immoeast: Das Verhältnis 3:2 stand immer wieder in der Kritik. Der IVA holte von Leonhard Knoll eine Bewertung ein, die zu einem Vergleich mit einer geringfügigen Nachbesserung für die Besitzer von Immoeast-Nachbesserungsrechtem rät. Es sei im Interesse des Unternehmens, dass ein Vergleich erzielt wird.
 
• BWT: Das OLG Linz hat dem Rekurs nicht Folge gegeben, d.h. die Verschmelzung der nicht börsenotierten BWT ­Holding AG mit der börsenotierten BWT wurde nicht ins Firmenbuch eigetragen und somit nicht rechtswirksam. Das beabsichtigte Delisting ohne Angebot an den ­Streubesitz ist damit auch in der 2. Instanz gescheitert.

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