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Henkel: Das sieht sehr solide aus (Michael Vaupel, Christoph Scherbaum)

Bild: © finanzmarktfoto.at/Martina Draper, Henkel

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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22.05.2017, 2123 Zeichen

Henkel (WKN: 604843 / ISIN: DE0006048432) teilt mit: Man habe eine Vereinbarung erzielt über die Übernahme der Kölner „Sonderhoff Holding GmbH“. Schöner Name. Sonderhoff sei ein Anbieter von „Dichtstoff-Lösungen für die industrielle Fertigung“, so Henkel. Allerdings ist das Volumen dieser Übernahme überschaubar.

Sonderhoff soll zuletzt etwa 60 Mio. Euro Umsatz pro Jahr erzielt haben, bei 280 Mitarbeitern.

Zum Vergleich: Henkel konnte alleine im ersten Quartal 2017 5,064 Mrd. Euro Umsatz erzielen (organisches Wachstum von 4,0%). Das zeigten die jüngsten Quartalszahlen. Insofern ist die Sonderhoff-Übernahme für Henkel ein Happen, nicht mehr und nicht weniger. Wie dieser „Happen“ zu bewerten ist? Kann ich nicht sagen: Denn Henkel hat nicht mitgeteilt, wieviel dafür gezahlt werden musste. Da Sonderhoff vorher in Privatbesitz war, soll dies wohl ein Geheimnis bleiben.

Henkel-Chart: finanztreff.de

Die Henkel-Aktie habe ich seit einigen Jahren im Blick. Siehe dazu z.B. diese „Klartext“-Ausgabe vom 25. März 2015.

Henkel: Inzwischen recht hoch bewertet

Wenn ich mir so die Prognose des Managements für 2017 anschaue – organisches Umsatzwachstum von 4%, und Anstieg von 4-7% beim Ergebnis je Vorzugsaktie – dann sieht das ja solide aus. Aber angesichts eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses von über 20 ist die Vorzugs-Aktie auf dem aktuellen Niveau eher fair bis etwas zu hoch bewertet. Und auch die Dividendenrendite von weniger als 1,5% reißt mich da nicht gerade vom Hocker.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

Mutter Teresa soll einmal einem Journalisten auf die Frage, was sich in der katholischen Kirche ändern müsse, geantwortet haben: „Sie. Und ich.“

Ein Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Uhrzeit:  13:04:04
Veränderung zu letztem SK:  -0.21%
Letzter SK:  66.68 ( -0.77%)



 

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1. Henkel , (© finanzmarktfoto.at/Martina Draper)   >> Öffnen auf photaq.com

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