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DAX-Chartanalyse: Jahreswechsel ohne Erwartungen (Andreas Mueller, Marc Schmidt)


Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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27.12.2016, 5030 Zeichen

Weihnachten stand ganz im Zeichen der Familie und sicher auch des Konsums. Auf den DAX schauten nur die Wenigsten. Warum auch, denn das bullische Ziel aus dem immer wieder gezeigten Stundenchart und damit das Verlaufshoch aus November/Dezember 2015 wurde bereits zum Verfallstag abgearbeitet. Entsprechend nachzulesen in der Vorwochen-Analyse auf DIE BÖRSENBLOGGER (hier->).

Danach schien die Power dem Markt zu entweichen. Abnehmendes Volumen und die Vorbereitung auf Weihnachten trübten die Markterwartungen ein und ließen Volumen aus dem Markt entweichen. Wurden zum Verfallstag am 16.12. noch 8,2 Milliarden Euro im XETRA-Handelssystem umgesetzt, waren es am 23.12. nur noch 1,8 Milliarden Euro. Und auch die anderen Tage der vergangenen Woche glänzten weder mit Volumen noch mit starken Bewegungen. Doch dazu nun Weiteres im Detail.

Vorwoche quasi ohne Impulse

Das große Chartbild aus der Woche vom 11.12.2016 mit Ziel November/Dezember-Hoch dient mir hier in der Analyse als Referenz:

Es sieht im Update nun wie folgt aus:

Der Chartbereich um 11.450 Punkte war sichtbarer Dreh- und Angelpunkt in der vergangenen Woche. Der Hochpunkt zum Verfallstag war im XETRA-Handel 11.451,57
und der Schlusskurs vor Weihnachten 11.449,93 Punkte – sagt dies nicht alles? Wie eingangs vermerkt: Dem DAX galt wenig Interesse.

Zoomt man den Chart etwas auf, bemerkt man auch das Spiel der verbliebenen Marktakteure mit dieser Marke:

Der DAX tat sich nach dem großen Verfallstag sehr schwer, seine Aufwärtsdynamik beizubehalten. Neue Jahreshochs wurden zwar erreicht, waren aber immer wieder mit Abgabedruck verbunden und lösten keinen neuen Trend-Schub aus. Die letzten Bären in 2016 mussten somit weiter auf „ihren Crash“ warten. Immer wieder wurden kleine rote Kerzen aufgekauft und sorgten so für einige Trendlinien, welche weiter nordwärts gerichtet waren.

Am Dienstag war dies sehr gut zu beobachten:

Letztlich dominierte dann ein ständiges Pendeln um diese Marke den Handel. Dabei gab es streckenweise Phasen, in denen der DAX nur rund 10 Punkte schwankte. Und dies über Stunden hinweg. Von „Trading“ im klassischen Sinne oder der Anwendung von Trendparametern konnte hier keine Rede sein.

Jegliche Bewegung von dieser im Stundenchart markierten 11.450er-Linie weg, zog eine Reaktion zu diesem Bereich hin nach sich. Dies erinnerte mich beispielsweise am Donnerstag an eine bekannte Yoga-Haltung:

(was für spannende Kommentare auf meinem Facebook-Kanal sorgte)

Doch insgesamt blieb der Aufwärtstrend weiter ungebrochen.

Ausblick zum Jahreswechsel

Das letzte Chartbild ist sinnbildlich für den Handel um die Weihnachtszeit und statistisch nicht verwunderlich. Denn in dieser Kalenderphase steigen die Kurse meist leicht an oder pendeln auf hohem Niveau.

Vor diesem (statistischen) Hintergrund der letzten Wochen ist eine Verschnaufpause auch sehr gesund. Einen Trigger für Short-Positionen kann man nur schwer finden. In der Vorwoche hatte ich ihn mit einem Bruch der 11.300 eingezeichnet, doch davon sind wir weiterhin weit entfernt. Noch kurzfristiger kann man die 11.400 als Tiefpunkt der Vorwoche nun triggern, was ich hiermit vermerke:

Wahrscheinlicher ist für mich jedoch ein Anlaufen der Vorwochenhochs um 11.480 und dann ein weiteres schüchternes Steigen zum Jahresende. Denn im Zweifel gilt noch immer (und auch im Jahr 2017 dann) – The trend is your friend:

Ähnlich verhält es sich beim großen Bruder Dow Jones, bei dem noch immer viele Marktteilnehmer auf die psychologisch wichtige Marke von 20.000 Punkten warten. Bis auf 12 Zähler kam er dieser Marke in der vergangenen Woche bereits nah, doch erreicht hat er sie bis dato nicht.

Kein schlechtes Ziel, um das Jahr abzuschließen. Wenn auch kein MUSS, denn die US-Indizes Dow Jones, S&P500 und Nasdaq haben in etwa 10 Prozent im nun endenden Jahr zugelegt und damit die durchschnittliche Performance übertroffen. Mit Sicherheit kein Selbstläufer für 2017, aber dazu kommen wir dann im Januar ????

Vielen Dank an dieser Stelle für Ihre Treue und das Interesse an meinen Gedanken. Dies freut mich sehr und ist gleichzeitig Ansporn, auch im kommenden Jahr hier regelmäßige Analysen zu veröffentlichen.

Ich wünsche Ihnen nun einen ruhigen Jahresausklang, einen tollen Übergang ins Neue Jahr und dort neue Ideen und Gewinne natürlich! Vor allem aber, bleiben Sie gesund.

Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)

Ein Beitrag von Andreas Mueller

Andreas Mueller ist unter dem Pseudonym „Bernecker1977“ als Trader, Referent und Coach seit 2001 aktiv. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen u.a. auf wallstreet-online seit dem Jahr 2005 in den „Tages-Trading-Chancen“ ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen. Auf dieboersenblogger.de analysiert er den DAX mit Hilfe der Charttechnik. Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de

 


(27.12.2016)


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Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1080: ATX nahe Rekorden, Warimpex-Day bzw. vor spannendem Bookbuildung bei Asta Energy




DAX Letzter SK:  0.00 ( 0.13%)
Dow Jones Letzter SK:  0.00 ( 0.64%)
Meta
Akt. Indikation:  567.50 / 567.70
Uhrzeit:  12:04:11
Veränderung zu letztem SK:  0.11%
Letzter SK:  567.00 ( 1.72%)

Nasdaq Letzter SK:  567.00 ( 0.00%)


 

Bildnachweis

1. DAX 30, Kurse, Chart, Kugelschreiber http://www.shutterstock.com/de/pic-42667519/stock-photo-financial-market.html

Aktien auf dem Radar:EuroTeleSites AG, Porr, RHI Magnesita, Austriacard Holdings AG, Zumtobel, Addiko Bank, FACC, Andritz, CA Immo, Lenzing, Polytec Group, Amag, Pierer Mobility, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Josef Manner & Comp. AG, EVN, CPI Europe AG, OMV, Österreichische Post, Telekom Austria, Verbund, Fresenius Medical Care, Bayer, Continental, Scout24, GEA Group, RWE, Siemens Healthineers, Zalando, Münchener Rück.


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    Danach schien die Power dem Markt zu entweichen. Abnehmendes Volumen und die Vorbereitung auf Weihnachten trübten die Markterwartungen ein und ließen Volumen aus dem Markt entweichen. Wurden zum Verfallstag am 16.12. noch 8,2 Milliarden Euro im XETRA-Handelssystem umgesetzt, waren es am 23.12. nur noch 1,8 Milliarden Euro. Und auch die anderen Tage der vergangenen Woche glänzten weder mit Volumen noch mit starken Bewegungen. Doch dazu nun Weiteres im Detail.

    Vorwoche quasi ohne Impulse

    Das große Chartbild aus der Woche vom 11.12.2016 mit Ziel November/Dezember-Hoch dient mir hier in der Analyse als Referenz:

    Es sieht im Update nun wie folgt aus:

    Der Chartbereich um 11.450 Punkte war sichtbarer Dreh- und Angelpunkt in der vergangenen Woche. Der Hochpunkt zum Verfallstag war im XETRA-Handel 11.451,57
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    Der DAX tat sich nach dem großen Verfallstag sehr schwer, seine Aufwärtsdynamik beizubehalten. Neue Jahreshochs wurden zwar erreicht, waren aber immer wieder mit Abgabedruck verbunden und lösten keinen neuen Trend-Schub aus. Die letzten Bären in 2016 mussten somit weiter auf „ihren Crash“ warten. Immer wieder wurden kleine rote Kerzen aufgekauft und sorgten so für einige Trendlinien, welche weiter nordwärts gerichtet waren.

    Am Dienstag war dies sehr gut zu beobachten:

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    Jegliche Bewegung von dieser im Stundenchart markierten 11.450er-Linie weg, zog eine Reaktion zu diesem Bereich hin nach sich. Dies erinnerte mich beispielsweise am Donnerstag an eine bekannte Yoga-Haltung:

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    Vor diesem (statistischen) Hintergrund der letzten Wochen ist eine Verschnaufpause auch sehr gesund. Einen Trigger für Short-Positionen kann man nur schwer finden. In der Vorwoche hatte ich ihn mit einem Bruch der 11.300 eingezeichnet, doch davon sind wir weiterhin weit entfernt. Noch kurzfristiger kann man die 11.400 als Tiefpunkt der Vorwoche nun triggern, was ich hiermit vermerke:

    Wahrscheinlicher ist für mich jedoch ein Anlaufen der Vorwochenhochs um 11.480 und dann ein weiteres schüchternes Steigen zum Jahresende. Denn im Zweifel gilt noch immer (und auch im Jahr 2017 dann) – The trend is your friend:

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